Hall of Fame der Familienunternehmen | KPMG | DE
Familienunternehmen

Hall of Fame der Familienunternehmen

Hall of Fame der Familienunternehmen: Deutschlands beste

Keyfacts über Familienunternehmen

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Hall of Fame der Deutschen Familienunternehmen ehrt Wirtschaftsgrößen • Rocket Internet erhält Auszeichnung als erstes Start-up • Wirtschaftspionier Hans Liebherr wird posthum gewürdigt

Herausragende Unternehmerleistungen brauchen Anerkennung. Deshalb hat das Handelsblatt zum siebten Mal zusammen mit KPMG Wirtschaftsgrößen in die Hall of Fame der Deutschen Familienunternehmen aufgenommen. Bei der Veranstaltung im Münchner „The Charles Hotel“ ging es um Motorsägen, Naturschätze und eine Unternehmerin, die eine Niederlage in einen Sieg wandeln konnte. Und erstmals ging es auch um die Generation Start-up.

Die Unternehmer Hans Peter Stihl, Prof. Dr. Michael Popp sowie Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann sind die neuen Laureaten in der Ruhmeshalle der Familienunternehmer. Erstmalig gab es den Preis „Hall of Fame – Next Generation“, der an die Internet-Unternehmer und Rocket Internet-Gründer Oliver, Marc und Alexander Samwer ging. Zudem wurde im Beisein von rund 170 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der Wirtschaftspionier Hans Liebherr posthum für sein Lebenswerk geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt. Die Jury haben in diesem Jahr besonders die Tugenden Kampfgeist und Bodenständigkeit überzeugt, wie bei Hans Peter Stihl: „Bei aller Weltoffenheit – er hat seine Bodenhaftung nie verloren“, sagt Laudator, Jury-Mitglied und KPMG-Vorstandsprecher Klaus Becker über den Motorsägenproduzent. „Der Erfolg gibt ihm Recht. Als er in den väterlichen Betrieb einsteigt, liegt der Jahresumsatz bei 20 Millionen D-Mark. Heute sind es 2,8 Milliarden Euro“, lobt Becker. Worin die Faszination dieses Werkzeugs liege, will Judith Rakers, die Moderatorin der Hall of Fame-Preisverleihung, wissen. Stihl erklärt: „Der Mann mit Motorsäge hat in seiner Hand wesentlich mehr Leistung als der Mann ohne Motorsäge.“

37,7% aller in der Industrie tätigen Familienunternehmen in Deutschland hatten im Jahr 2015 1.000 und mehr Mitarbeiter.

Wieviel Power eine Frau auch ohne Motorsäge haben kann, zeigt Schaeffler-Thumann. Sie hat gemeinsam mit ihrem Sohn den Wälzlager-Konzern Schaeffler zu einem der größten und profitabelsten Autozulieferer weltweit ausgebaut. Die Übernahme des dreimal größeren Conti-Konzerns brachte das Unternehmen in den Turbulenzen der Finanzkrise in finanzielle Schieflage. Doch Frau Schaeffler konnte die Unabhängigkeit des Unternehmens sichern.

Eine durchgehende Erfolgsgeschichte hat der Laureat Michael Popp zu bieten. Ende der 80er Jahre stieg er bei Bionorica ein, in die Firma seiner Familie. Seit seinem Amtsantritt hat Popp den Umsatz mehr als verzwanzigfacht. Es fasziniert den studierten Pharmazeuten seit jeher, die Schätze der Natur zu erforschen und in modernen Medikamenten nutzbar zu machen.

Die Brüder Oliver, Marc und Alexander Samwer verfolgen konsequent das Ziel, große Unternehmer zu werden. Sie sind Gründer des Wagniskapitalgebers European Founders Fund. Im vergangenen Jahr brachten sie das Internetunternehmen Rocket Internet und den Onlinehändler Zalando an die Börse. Spätestens seitdem kennt sie jeder. Die Brüder blicken zwar auf keine lange Familientradition zurück, aber sie gewinnen zunehmend an Bedeutung für die Wirtschaft. Dafür finden sie als Familienbande nun Zutritt zur Hall of Fame.

Seit 2009 zeichnet das Handelsblatt zusammen mit KPMG herausragende Persönlichkeiten aus Familienkonzernen und mittelständischen Firmen aus. Die Jury bewertet die Wettbewerbsfähigkeit, umweltgerechtes Wirtschaften und soziales und kulturelles Engagement der Unternehmer. Im Gremium sitzen neben Klaus Becker der Herausgeber des Handelsblattes Gabor Steingart, die Unternehmer Martin Herrenknecht und Hubertine Underberg-Ruder, der Wirtschaftsprofessor Horst Wildemann, Stefan Heidbreder von der Stiftung Familienunternehmen und Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann, die allerdings bei der Juryentscheidung nicht anwesend war.