Autobauer und Technologie-Unternehmen auf Schnupperkurs

Autobauer und Technologie-Unternehmen auf Schnupperkurs

Autobauer setzten jahrelang neue Impulse, trieben die Entwicklung ihrer Fahrzeuge voran. Diese Zeiten sind vorbei. Heute sind nicht mehr die Produzenten die Treiber der Innovation, sondern werden von – vormals branchenfremden Technologie-Unternehmen – getrieben. Mehr Technik, neue Antriebsquellen, das Auto der Zukunft benötigt einen Paradigmen-Wechsel. Darüber diskutiert KPMG-Autoexperte Dieter Becker beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

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Becker beobachtet den Automarkt seit Jahren, kennt die Branche genau und reist zum ersten Mal als Global Head of Automotive in die Schweizer Berge. Für ihn befindet sich die Autoindustrie in einer Zwickmühle. Die Klimaschutzauflagen der Regierungen werden strenger, die Hersteller müssen an den Verbrennungsmotoren arbeiten, mit denen sie heute Geld verdienen.  Dazu kommt, dass auch das Geschäft von morgen finanziert werden muss – neue Antriebstechnologien werden laut der Global Automotive Executive Survey 2015 den Markt 2030 bestimmen. Und dann ist da ja noch der Kunde, der immer mehr Wert auf Technologie legt.

Autobauer reagieren, geben Patente frei, um den bislang noch recht kleinen Markt anzukurbeln. Beim WEF-Event „Rethinking Intellectual Property“ wird sich Becker deshalb auch dafür stark machen, dass die Chancen der Open-Source Bewegung nicht verkannt werden. „Googles Android OS zeigt, dass in Zeiten in denen nicht mehr die zwingend die Hardware, sondern die Software dominiert, große Erfolge und Umsatzsteigerungen ohne viel Geheimniskrämerei rund um die Technik möglich sind“, sagte Becker bereits im Vorfeld von Davos.

Und weiter: „Ohne das Wissen über technische Spezifika kann sich auch kein Infrastrukturnetz entwickeln, ohne Infrastruktur überlebt aber auch keine Technologie, insofern hilft dies auch der Versorgungswirtschaft die Infrastruktur zu durchdenken und nun zu entwickeln, zum Beispiel beim Thema Wasserstoff. Womöglich ist das ein Hinweis, dass diese Freigabe nur deshalb erfolgt ist, weil man mit der isolierten Technologie keine Veränderung allein aus OEM-Sicht betreiben kann.“

Die Show findet bereits woanders statt

Die ersten Vorboten der neuen Zeit sind bereits in der Gegenwart eingetroffen. Zwei namhafte deutsche Autobauer hatten ihre neuen Modelle bereits auf der Elektronik und IT-Messe CES in Las Vegas vorgestellt. Auf der Detroit Autoshow wenig später zeigten sie dann wenig Neues.

Redaktion: Moritz Ballerstädt

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