Auto fährt fast allein nach Las Vegas

Auto fährt fast allein nach Las Vegas

Scharfe Bilder, grandiose Effekte und Elektronik für den Alltag: Die CES in Las Vegas ist die erste Technik-Messe des Jahres. Die Veranstaltung verspricht, dass dort die Technik der Zukunft angefasst oder bestaunt werden kann. Längst schon geht es nicht mehr nur um Unterhaltungselektronik, sondern um das Leben im vernetzten Zeitalter. Ein deutscher Autobauer will eines seiner Modelle in das Spielerparadies im US-Bundesstaat Nevada schicken. Es soll einen Großteil der Strecke ohne menschliche Hilfe auskommen.

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Medien berichteten im Vorfeld der Messe, dass das Internet der Dinge in Las Vegas mit Leben erfüllt wird. Kurzum: Die elektronischen Geräte des alltäglichen Gebrauchs sollen künftig über das Smartphone gesteuert werden können. Frisch gebrühter Kaffee, wenn man zuhause ist? Eine auf der CES vorgestellte Maschine soll dies künftig Realität werden lassen. Stärke und Menge werden per Smartphone auf dem Weg bestimmt.

Daneben kommen jedoch auch alte Stammhalter der Messe nicht zu kurz. Die obligatorischen Super-Konsolen und blickenden Roboter sind ebenso dabei. Das Portfolio derjenigen, die während der Messe ausstellen, verändert sich allerdings gerade. So berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, dass Software-Riese Microsoft nicht mehr auf der CES ausstellt, dafür sind neue – bislang für diese Branche ungewöhnliche Aussteller – hinzugekommen. Unter anderem drängen vermehrt Auto-Hersteller auf die Messe. Sie wollen zeigen, wie IT ihre Fahrzeuge verändert.

Auto fährt ohne Fahrer nach Vegas

Fast 900 Kilometer sind es zwischen dem Startort im Silicon Valley und Las Vegas. Autobauer Audi will auf dieser Strecke  ein Auto testen, das den Weg zu einem Großteil ohne menschliche Hilfe bewältigen soll.  Komplett ohne Menschenhand kommt Jack – so heißt das Modell, das auf der CES gezeigt wird – nicht aus. Jack kann den Fahrer bis einer Geschwindigkeit von rund 110 km/h entlasten, erledigt Spurwechsel, Überholvorgänge, Beschleunigung und das Bremsen allein.

Doch das funktioniert lediglich auf dem Highway, mit dem Verkehr in der Stadt ist Jack bislang noch überfordert. „Mit der Testfahrt von der Westküste Kaliforniens nach Las Vegas demonstrieren wir unsere Führungsrolle im Bereich pilotiertes Fahren“, sagt Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. Doch die Autobauer aus Ingolstadt sind nicht allein. In diesem Jahr haben sich zehn große Autohersteller angesagt.

KPMG-Studie: Selbstfahrendes Auto nicht vor 2030

Unter anderem werden Mercedes-Benz Chef Dieter Zetsche und Ford CEO Mark Fields Vorträge im Rahmen der Messe halten. Das selbstfahrende Auto soll indes nicht vor 2030 marktreif sein. Das erwartet die Branche laut der KPMG-Studie „Global Automotive Executive Survey 2015“, in der 200 Führungskräfte der Automobilbranche befragt wurden.

Früher firmierte die CES unter dem Namen Consumer Electronics Show. Neben der CeBIT in Hannover, der Computex in Taipeh, der IFA in Berlin und dem Mobile Word Congress in Barcelona ist sie eine der bedeutendsten Messen der IT-Branche. Die Veranstaltung zieht jährlich rund 150.000 Besucher und mehr als 3.000 Aussteller an.

Redaktion:Moritz Ballerstädt

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