“Tabellenführer”: Weihnachtsmärkte

“Tabellenführer”: Weihnachtsmärkte

In keinem anderen Land der Welt haben Weihnachtsmärkte eine so große Bedeutung wie in Deutschland. In diesem Jahr werden 270 Millionen Besucher erwartet. Die meisten Leute geben ihr Geld für Essen aus, dicht gefolgt von Glühwein. Inzwischen sind die Märkte zu einer wichtigen Einnahmequelle für die Budenbetreiber und Städte geworden. In diesem Winter werden Gesamteinnahmen von 2,5 Milliarden Euro erwartet.Doch welcher Markt überzeugt die Menschen am meisten? Und warum? Hier ein paar Superlative:

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Weihnachtsmarkt

Köln: Liebling der Massen

Der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom zieht deutschlandweit die meisten Besucher an, im vergangenen Jahr waren es vier Millionen. Entsprechend groß ist meist das Gedränge zwischen den 150 Pavillons. Neben Glühwein, Leckereien und Kunsthandwerk, werden den Gästen auch mehr als hundert Bühnenveranstaltungen geboten. Der Markt hat sich inzwischen zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Stadt entwickelt. Die Besucher geben durchschnittlich 30 bis 35 Euro aus. Das macht einen jährlichen Umsatz von mindestens 120 Millionen Euro aus. Ein Drittel der Gäste kommt zudem extra aus dem Ausland angereist, was auch für die umliegenden Hotels, Gaststätten und Geschäfte eine zusätzliche Einnahmequelle bedeutet.

Dortmund: größer, höher, länger

Dortmund zählt normalerweise nicht zu den beliebtesten touristischen Zielen in Deutschland. Doch in der Weihnachtszeit ist das anders. 600 Busse mit Weihnachtsmarktgästen rollen jedes Jahr in die Ruhrpotmetropole. Insgesamt besuchen über drei Millionen Menschen den Markt. Und das hat seine Gründe. Der Weihnachtsmarkt in Dortmund hat nicht nur bundesweit die meisten Buden zu bieten – in diesem Jahr sind es über 300. Er hat mit sechs Wochen auch am längsten geöffnet und kann mit dem größten Weihnachtsbaum der Republik für sich werben. Der Baum ragt 45 Meter in den Himmel und hat ein Eigengewicht von 40 Tonnen. Er wird aus 1700 Rotfichten zusammengebaut, was vier Wochen in Anspruch nimmt. 48.000 Lämpchen bringen den Baum zum Leuchten, auf dessen Spitze ein 200 Kilo schwerer Engel steht. Gesamtkosten des Kunstwerkes: eine Viertel Millionen Euro.

München: Kassenbester

Der Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz gehört zu den traditionsreichsten der Republik. In diesem Jahre werden dort vor allem Weihnachtslieder vorgetragen, die ihren Ursprung in der bayerischen Landeshauptstadt haben. Das heimische Liedgut scheint den Appetit besonders anzuregen. Mit einem Wirtschaftswert von 175 Millionen Euro liegt der Münchner Markt bundesweit ganz vorne, obwohl er mit 150 Ständen deutlich kleiner ist als die meisten seiner Konkurrenten. Der hohe Umsatz ergibt sich aus den höheren Preisen und der Tatsache, dass die Besucher im Schnitt mehr Geld ausgeben als in anderen Städten. Dafür bekommen sie auch in diesem Jahr wieder einige Neuheiten geboten: veganes Früchtebrot und glutenfreie Elisenlebkuchen an Ständen, die mit Ökostrom versorgt werden.

Nürnberg, Dresden, Leipzig: Wettbewerb der Superlative

Da Weihnachtsmärkte heute ein enormer Wirtschaftsfaktor sind, gibt es kaum noch eine Stadt, die auf eine solche Attraktion verzichten will. Um unter den etwa 2500 Märkten nicht unterzugehen, lassen sich die einzelnen Standorte immer neue Superlative einfallen. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Hier eine kleine Auswahl: In Nürnberg blubbert die größte Feuerzangenbowle der Welt, der Topf fast 9000 Liter. Leipzig beherbergt mit 857 Quadratmetern den größten Adventskalender, in Kassel lässt sich die größte Märchenpyramide bestaunen, in Dresden der größte Christstollen, in Mainz die größte Glühweintasse der Welt. In Hessisch Lichtenau steht der größte Nussknacker der Welt, Ludwigsburg präsentiert die größte begehbare Weihnachtskugel.

Birmingham – deutscher Exportschlager:

Der größte Weihnachtsmarkt außerhalb des deutschsprachigen Raums findet im englischen Birmingham statt: der Frankfurt German Christmas Market. Die Engländer genießen die deutsche Tradition bereits seit 1997 und mögen die Spezialitäten offenbar sehr. Zu den mittlerweile 180 Ständen strömen inzwischen fünf Millionen Besucher. Damit ist die englische Kopie besser besucht als das Original. Der größte deutsche Weihnachtsmarkt in Asien wird seit zwölf Jahren in Osaka aufgebaut. Viele Aussteller reisen extra aus Deutschland und Europa an. Zur Eröffnung singen jedes Jahr japanische Kinder deutsche Weihnachtslieder wie „Oh Tannenbaum“. Inzwischen kann sich der Kontinent vor Kopien kaum noch retten: Auch in Shanghai, Seoul, Manila und Delhi kann man heute deutsche Weihnachtsmärkte besuchen.

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