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Rohstoff- und Energierisikomanagement in Industrie- und Handelsunternehmen

Risikomanagement in Industrie- und Handelsunternehmen

KPMG hat gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin eine Studie zum Status des Managements von Rohstoff- und Energiepreisrisiken durchgeführt. Befragt wurden dabei über 200 Industrie- und Handelsunternehmen, für die dieses Risiko eine wesentliche Rolle spielt (Unternehmen der Energiewirtschaft wurden aufgrund des spezifischen Geschäftsmodells nicht einbezogen), davon haben 68 einen ausführlichen Fragebogen mit insgesamt 40 Fragekomplexen beantwortet. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer wies über drei Milliarden Euro Umsatz aus.

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Die Studienergebnisse zeigen deutlich, dass fast alle Entscheidungsträger die Bedeutung einer aktiven Steuerung der Rohstoffrisiken erkannt haben, und 91% der Unternehmen ihre Rohstoffrisiken mittels Derivaten absichern. Jedoch fehlen häufig die organisatorischen oder methodischen Voraussetzungen, um Risiken angemessen zu erfassen und zu steuern. Darüber hinaus werden von vielen Unternehmen die Anforderungen des IAS 39 an das Hegde Accounting als Hinderungsgrund für ein umfassenderes Risikomanagement mittels Derivaten gesehen.

Während der Abschluss der Derivate überwiegend durch das Treasury durchgeführt wird, ist dieses bei der Mehrheit der Studienteilnehmer nicht in die Erhebung und Beurteilung des Rohstoffrisikos sowie die Festlegung der Sicherungsstrategie einbezogen. Dass sich die im Corporate Treasury übliche Governance für andere Finanzrisiken bei vielen Unternehmen noch nicht in Bezug auf das Marktrisiko aus Rohstoffen und Energieträger durchgesetzt hat, zeigt sich auch am Stand des Regelwerks. Zwar hat ein Großteil der Unternehmen die Rohstoffrisikostrategie schriftlich festgehalten, darin fehlen jedoch sehr häufig eine einheitliche Definition des Exposures sowie klare Vorgaben für die Risikomessung oder das Limitwesen.

Demzufolge ist die Exposureerfassung oft verbesserungswürdig, 41% der Unternehmen aktualisieren das Exposure lediglich qauartalsweise. Nur wenige Unternehmen verwenden aussagekräftige Methoden zur Risikobeurteilung wie Szenarioanalysen oder At-Risk-Kennzahlen, diese kommen nur bei 21% der Teilnehmer zum Einsatz.

Bei über 60% der Unternehmen liegen Erwartungen der Risikomanager über zukünftige Rohstoffpreise der Entscheidung über die Sicherungsquote zugrunde, jedoch begrenzt davon ein Viertel die Risikosteuerung nicht durch ein Limitsystem.

Angesichts der Erwartung eines weiterhin hohen Volatilitäts- und Preisniveaus durch die Mehrheit der Unternehmen und der in dieser Studie identifizierten Defizite ist es folgerichtig, dass viele Unternehmen Handlungsbedarf zur Weiterentwicklung ihres Rohstoffrisikomanagement erkannt haben. Hierbei kann eine Übertragung der Expertise des Treasury zu Methoden und Prozessen des Risikomanagements auf die häufig im Einkauf- oder Rohstoffhandel angesiedelten Tätigkeiten und damit eine engere Verzahnung der beiden Funktionsbereiche einen wertvollen Beitrag leisten.

Haben Sie Interesse an der vollständigen Studie? Dann schreiben Sie uns an de-corporate-treasury@kpmg.com. Wir schicken Sie Ihnen gerne umgehend im PDF-Format zu.

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