Die 4 größten Irrtümer über das Weihnachtsgeschäft

Die 4 größten Irrtümer über das Weihnachtsgeschäft

Kaufen wir mehr Weihnachtsgeschenke bei Temperaturen um Null Grad? Locken wirklich die größten Schnäppchen beim Online-Handel? KPMG-Einzelhandelsexperte Mark Sievers klärt über die größten Irrtümer auf.

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Irrtum Nr. 1: Im Geschäft anprobiert, im Netz zugeschlagen

Besonders zum Weihnachtsgeschäft wollen Kunden so manchen Euro sparen. Dies ist allerdings ein Irrglaube. Der sogenannte Beratungsklau, also das Einholen von Informationen im Einzelhandel und der Kauf im Onlineshop, ist kein eindeutiger Trend. Laut dem „Online-Monitor“ von Einzelhandel.de profitieren beide Bereiche voneinander. Das Internet dient also auch als Informationsgrundlage, der Kauf erfolgt dann im Geschäft.

Obwohl der Einzelhandel noch deutlich vor dem Online-Geschäft liegt, bricht der Online-Geschenkekauf in diesem Jahr Rekorde: 12,3 Mrd. Euro soll der darüber erzielte Umsatz betragen, was einem Wachstum von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Irrtum Nr. 2: Schnee hebt die Einkaufslaune

Auch die Temperaturen haben Einfluss auf das Kaufverhalten der Kunden. Nur bis zu gewissen Graden sind sie in Kauflaune. Wenn es zu kalt wird, bleiben sie lieber zuhause. Wenn dazu noch Schnee fällt, wird die Stimmung durch einen praktischen Grund eingetrübt. Bus und Bahn sind überfüllt oder kommen zu spät oder erst gar nicht – auf diese Strapazen haben Kunden keine Lust. „Da kauft der Kunde doch lieber bequem vom Sofa bei einer Tasse Kaffee und mit einem Tablet ausgestattet “, so KPMG-Einzelhandelsexperte Mark Sievers.

Doch obwohl das Interesse der Konsumenten am Onlineshopping über mobile Endgeräte wächst, besteht hier noch Optimierungspotential: „Das Bewusstsein für die Bedeutung des Mobile-Commerce ist bei den meisten Unternehmen vorhanden, aber an der Umsetzungsgeschwindigkeit hapert es. Oft scheitert es bei kleineren Händlern daran, dass ihnen das Geld für die nötigen Investitionen fehlt“, so Sievers.  

Dennoch erwartet der Einzelhandel in Deutschland für 2016 mit dem über mobile Endgeräte laufenden Weihnachtsgeschäft einen Umsatz von 6,9 Mrd. Euro (Statista). Besonders profitieren werden Händler, die ihren Kunden mehr als den herkömmlichen Onlineshop bieten: „Der mobile Shop muss richtig gut sein. Noch besser ist aber eine App, weil dort der Anteil der Besucher, der auch tatsächlich kauft, dreimal so hoch ist“, erklärt Sievers.

Irrtum Nr. 3: Größe ist alles

Wer zum Weihnachtsfest auf große Pakete hofft, der wird in diesem Jahr aller Voraussicht nach enttäuscht. Besonders beliebt sind Gutscheine. „Bevor die Kunden irgendwas besorgen und dann Gefahr laufen, dass es nicht gefällt, hat der Beschenkte durch Gutscheine die Wahl, sich sein Geschenk tatsächlich selbst auszusuchen“, so Sievers.

Die Ausgaben für das Fest der Liebe steigen weiter. Laut aktuellen Zahlen des Handelsverband Deutschland können sich Händler in der diesjährigen Weihnachtssaison über einen Umsatz von 91,1 Mrd. Euro freuen – ein Plus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Irrtum Nr. 4: Frauen kaufen mehr als Männer

Wer glaubt, dass bei Frauen das Portemonnaie an Weihnachten besonders locker sitzt, der irrt auch an dieser Stelle. Es sind die Männer, die in einen wahren Rausch verfallen. Prognosen zufolge werden die Männer in Deutschland in diesem Jahr 328 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Frauen planen für Geschenke nur 254 Euro ein.

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