"Bank Challenger": So zahlen wir in Zukunft

"Bank Challenger": So zahlen wir in Zukunft

Eine KPMG-Studie zeigt, dass sich die Zahlungsverkehrsbranche in den nächsten zehn Jahren Fall vollkommen verändern wird.

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Bank Challenger

Im September war es endlich soweit: Apple erklärte, mit Apple Pay, einem eigenen Bezahlsystem, in den Markt einzusteigen. Und auch andere Anbieter kündigten technische Innovationen für den Zahlungsverkehr an. Damit treten sie gemeinsam in Konkurrenz zu klassischen Zahlungsverkehrsdienstleistern wie etwa Kreditinstituten. Die Folge: „In den kommenden Jahren, werden sich die Branche und auch unsere Bezahl-Gewohnheiten stark verändern“ erklärt KPMG-Experte Bernd Oppold zu den Ergebnissen der neuen „Bank Challenger“-Studie von KPMG.

„Hierfür haben wir klassische Zahlungsverkehrsdienstleister und die neuen Anbieter im Markt, die sogenannten Bank Challenger befragt, um Trends, Chancen, Risiken und Handlungsempfehlungen für beide Gruppen abzuleiten“, sagt er.

Anbieter lernen dazu

Die Studie zeigt, dass sich die Zahlungsverkehrsbranche in den kommenden zehn Jahren vollkommen verändern wird. Die technischen Möglichkeiten dafür werden heute bereits gelegt.

Dazu gehört, dass sich die Challenger vor allem den neuen Erwartungen der Kunden anpassen. Sie bieten Services an, die traditionelle Anbieter (noch) nicht leisten. Damit schieben sie sich zwischen Kunde und Bank. Allerdings führe dies auch dazu, dass die Banken dazu lernen – eben am Vorbild der Kundenorientiertheit ihrer neuen Wettbewerber, erklärt Sven Korschinowski, Experte für Zahlungsverkehr bei KPMG.

Außerdem werde die modulare IT irgendwann uneingeschränkte Flexibilität zur Verfügung stellen. „Das ermöglicht, dass wir mit jedem Medium auch Zahlungen veranlassen können“, sagt Korschinowski. „Darüber hinaus schließen die Befragten nicht aus, dass Bank Challenger in Zukunft auch Massenzahlungsverkehr für große Corporates anbieten“, erklärt Korschinowski.

Regulatorik bestimmt die Spielregeln für alle

Dennoch wird, zumindest in Deutschland, mittelfristig wohl kein Zahlverfahren verdrängt werden. Vielmehr werden innovative und traditionelle nebeneinander existieren, sagen die Experten.

„Auch im Transaction Banking für Corporates, also bei der Abwicklung von Massenzahlungsverkehr und High Value Payments, erscheinen die Bank Challenger heute noch nicht als Bedrohung für die klassischen Anbieter. Vielmehr bleiben diese selbst noch Kunden der Bank“, sagt Korschinowski weiter.

„Unabhängig davon definiert im Hintergrund die Regulatorik weiterhin die Spielregeln für alle“, ergänzt Oppold. Dabei gefährde sie durch Wettbewerbsbeschränkungen zwar bestehende Geschäftsmodelle und wirtschaftliche Weiterentwicklungen im Zahlungsverkehr. „Andererseits“, so Korschinowksi, „könnten Innovationen und Wettbewerb durch Regulierung aber auch gefördert werden.“

Redaktion: Katja Heise

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