Versicherungsvertriebs-Richtlinie IDD | KPMG | DE

Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD

Versicherungsvertriebs-Richtlinie IDD

Neue EU-Regulierung des Versicherungsvertriebs und der Produktentwicklung

Neue EU-Regulierung des Versicherungsvertriebs und der Produktentwicklung

Keine Verschnaufpause für die Versicherer: Der europäische Gesetzgeber hat nur knapp zwei Monate nach der Scharfschaltung der neuen Solvency II-Regelungen am 23. Februar 2016 die Insurance Distribution Directive (abgekürzt IDD; Versicherungsvertriebsrichtlinie) veröffentlicht. Damit müssen sich Versicherer und andere Akteure des Versicherungsvertriebes innerhalb der EU neuen Herausforderungen stellen – und das durchaus zügig. Bis zum 23. Februar 2018 haben die Versicherer Zeit, die neuen Anforderungen in ihre täglichen Abläufe zu implementieren – dann endet die Frist zur Umsetzung.

Worum geht es? Die IDD hat Einfluss auf die „gesamte Lebensdauer“ eines Versicherungsproduktes: von der Entwicklung über Informations- und Beratungspflichten vor, bei und nach Vertragsabschluss bis hin zur Schadensabwicklung. 

Der europäische Gesetzgeber will den Verbraucherschutz stärken und die Wettbewerbsbedingungen harmonisieren. Dafür legt die Richtlinie Mindeststandards fest und räumt den nationalen Gesetzgebern bei vielen Punkten einen großen Gestaltungsspielraum ein. Die EU-Kommission und die „Europäische Aufsichtsbehörde für Versicherungen und die betriebliche Altersversorgung“ (EIOPA) werden die Anforderungen der IDD in mehreren Schritten konkretisieren, so beispielsweise durch die vorbereitenden Leitlinien zur Produktentwicklung oder sogenannte „delegierte Rechtsakte“.

Derzeit herrscht insgesamt eine große Verunsicherung über die zu erwartenden Anforderungen der nationalen Gesetzgeber sowie derer von EU-Kommission, EIOPA und BaFin. Eine intensive Beschäftigung mit den neuen Vorgaben ist dennoch bereits heute möglich und dringend zu empfehlen. Das Ziel dabei: Wer die Fristen zur Umsetzung einhalten will, sollte sich rechtzeitig mit den entsprechenden Vorgaben beschäftigen. 

Der GDV-Verhaltungskodex als Basis

Versicherungsunternehmen, die den optional umzusetzenden GDV-Verhaltenskodex eingeführt haben, sind nun bei der IDD im Vorteil, auch wenn sich die IDD an einigen Stellen signifikant unterscheidet oder neue Anforderungen gegenüber dem GDV-Verhaltenskodex festlegt. Diese zusätzlichen Anforderungen werden neben Prozessanpassungen sehr wahrscheinlich auch IT-Anforderungen mit sich bringen; beispielsweise in den Bestandssystemen oder der Beratungssoftware. Neben dem Vertrieb sind somit fast alle Unternehmensbereiche – in unterschiedlichem Maße – von den IDD-Anforderungen betroffen. 

Erste Schritte bei der IDD-Umsetzung

Um die ersten Schritte bei der IDD Umsetzung zu gehen, bedarf es zunächst einer „Betroffenheitsanalyse“, die die Auswirkungen der IDD auf das eigene Unternehmen beurteilt. Die Ergebnisse sind die Basis für die spätere Implementierung. KPMG verfügt über langjährige Erfahrungen und Expertise im Bereich Compliance in der Versicherungsbranche.  Wir können Sie auf dem Weg der IDD-Umsetzung optimal begleiten.

Im Rahmen der Betroffenheitsanalyse identifizieren wir gemeinsam mit Ihnen die aktuellen Lücken und Handlungsfelder und helfen, Lösungsansätze zu finden, die in einem späteren Umsetzungsprojekt realisiert werden können. Hierbei beziehen wir die Ergebnisse der Umsetzung des GDV-Verhaltenskodex ebenso in die Analyse mit ein wie die noch bestehenden Gestaltungsspielräume in der Regulierung. Wir helfen Ihnen dabei, den richtigen Projektansatz für die Implementierung zu finden und die Stolpersteine der Projektarbeit sicher zu umgehen. 

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