IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 Finanzinstrumente

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat die endgültige Fassung des IFRS 9 Financial Instruments veröffentlicht.

International IASB hat endgültige Fassung des IFRS 9 Financial Instruments veröffentlicht.

Die Auswirkungen sind weitreichend und der Anpassungsbedarf erheblich – eine frühzeitige Vorbereitung auf die neuen Regelungen ist ratsam.

Am 24. Juli 2014 veröffentlichte das IASB den finalen Standard IFRS 9 Finanzinstrumente, der den Standard IAS 39 ablöst. Der neue Standard umfasst geänderte Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie ein neues Risikovorsorgemodell, das nunmehr erwartete Verluste für die Berechnung der Risikovorsorge berücksichtigt. Des Weiteren wurden die bereits im November 2013 veröffentlichten neuen Regelungen zum Hedge Accounting in den finalen Standard IFRS 9 übernommen.

Der Standard gilt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Für Anwender in Europa bleibt jedoch die Übernahme in das EU-Recht abzuwarten. Das dafür notwendige EU-Endorsment-Verfahren durch die EU-Kommission wurde bereits aufgenommen.

Der neue Standard IFRS 9 basiert – im Vergleich zu IAS 39 – stärker auf Prinzipien und weniger auf Einzelvorgaben. Für Anwender treten im Ergebnis viele Auslegungsfragen auf, für die sich eine einheitliche Vorgehensweise in der Bilanzierungspraxis erst noch entwickeln muss.

Darüber hinaus bringt der Standard erheblichen Anpassungsbedarf mit sich: Neben der reinen Rechnungslegung und Offenlegung werden insbesondere auch Produktausprägungen (z.B. von Kreditverträgen), Prozesse, Organisationsstrukturen, IT-Systeme und Datenanforderungen betroffen sein.

Aufgrund des Umfangs und der tiefgreifenden Auswirkungen auf Geschäftsabläufe ist ein frühzeitiges Auseinandersetzen mit dem neuen IFRS 9 Standard angeraten – sprechen Sie uns gerne an.

Unsere Dienstleistungen

Die Umsetzung der IFRS 9 Regelungen erfordert eine bereichsübergreifende Vorgehensweise und methodische und prozessuale Erfahrung im Umsetzungsteam.

Die Spezialisten von KPMG verfügen über ein tiefes Produktverständnis im Bereich Finanzinstrumente und deren Abbildung unter unterschiedlichen Rechnungslegungsstandards und im Aufsichtsrecht sowie umfassendes Verständnis der Risikomanagement-Methoden und -Prozesse und deren Implikationen für die Berichterstattung. Darüber hinaus verfügen sie über ein umfangreiches Benchmark-Know-how über Hedge-Accounting-Modelle und deren Implementierung und weitreichende Erfahrungen in der Implementierung von Rechnungswesen-Systemen.

Mit unserem ganzheitlichen Blick auf die Wertschöpfungskette helfen wir Ihnen, sich bietende Effizienzpotentiale durch eine engere Vernetzung von Front Office, Rechnungswesen, Meldewesen und Controlling zu nutzen. Mithilfe unserer Analysetools zeigen wir Ihnen die unternehmensspezifischen Auswirkungen in strategischer und operativer Dimension auf. Dazu gehören die Auswirkungen auf Strategie und Geschäftsmodelle sowie deren Steuerung, der Einfluss auf die Außendarstellung in Konzernabschluss und Geschäftsbericht, die Identifikation der Komplexitätstreiber und Auswirkung auf Prozesse und interne Steuerung sowie verwendete IT-Systeme.

Simulationsrechnungen

Zur Abschätzung von quantitativen Auswirkungen der neuen Regelungen auf Bilanz und GuV sowie auf das regulatorische Eigenkapital stellen wir Ihnen unsere Simulationstools zur Verfügung. Die vielfältigen Simulationsmöglichkeiten dienen als Entscheidungsgrundlagen für die Positionierung, die Auslegung von Spielräumen und die Ausübung von Wahlrechten.

Insbesondere können wir mit Hilfe unseres "IFRS 9 Impairment Simulationstool" die künftige Risikovorsorge sowie deren zeitliche Entwicklung auf Basis Ihrer Geschäfts- und Adressrisikodaten (PD und LGD) ermitteln. Die dynamische Entwicklung Ihres Kreditgeschäfts kann dabei berücksichtigt werden. Zusätzlich können hinsichtlich der Ausfallwahrscheinlichkeit Stressszenarien modelliert werden, um die Auswirkung von geänderten Adressrisikorahmenbedingungen abschätzen zu können.

Kategorisierung der bereits im Bestand befindlichen Finanzinstrumente

Hierfür stellen wir Ihnen unsere praxiserprobten Tools zur Verfügung, um eine Einzelfallprüfung soweit wie möglich zu vermeiden und somit den Zeit- und Ressourcenaufwand auf ein Minimum zu reduzieren.

Unser Analysetool für Wertpapiere "iRadar" bildet die Entscheidungsalgorithmen von IFRS 9 nach und hilft Ihnen, eine prüfungssichere Analyse durchzuführen und zu dokumentieren. Zusätzlich zur initialen Analyse bieten wir Ihnen die Tool-unterstützte Möglichkeit an, die Kategorisierung in Ihren Wertpapier-Portfolien laufend zu verifizieren.

Für Kredite auf der Aktivseite führen wir ein Portfolio-Screening zur Clusterung und Reduktion von Einzelfallentscheidungen durch. Die verbleibenden Kredite können anschließend in unserem "Lending-Tool" hinsichtlich der Produktmerkmale einzeln analysiert werden.

Fachliche Konzeption und Realisierung in Prozessen und IT-Funktionalitäten

Wir bieten Ihnen Unterstützung bei der Analyse der notwendigen Schritte für die Umsetzung der neuen IFRS Regelungen. Dabei gilt es zunächst die erwarteten Anforderungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Ihr Unternehmen zu analysieren. Welche Anforderungen verursachen lediglich geringen Änderungsbedarf zur Herstellung der künftigen IFRS 9 Konformität? Welche Anforderungen erfordern wesentliche methodische oder prozessuale Änderungen oder stehen in prozessualer Abhängigkeit zu anderen Bereichen.

Auf Basis unseres umfangreichen Benchmark-Know-how unterstützen wir Sie gerne bereits zu einem frühen Zeitpunkt eine Analyse der Anpassungserfordernisse durchzuführen und Handlungsalternativen aufzuzeigen. Mit der Auslegung des Standards wird das Ziel einer effizienten Umsetzung verfolgt. Der künftig erwarteten stärkeren Ausrichtung am Risikomanagement begegnen wir mit dem Einbezug aller relevanten Unternehmensbereiche sowie prozessualer und IT-technischer Aspekte.

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