Post Merger-Integration im Energiesektor

Post Merger-Integration im Energiesektor

Die Erhöhung der Rentabilität und der Wettbewerbsfähigkeit sind entscheidende Ziele von Kooperationen und Fusionen in der Energiewirtschaft.

Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit treiben Kooperationen & Fusionen in Energiebranche.

Um die aus dem Zusammenschluss von Unternehmen resultierenden Kostenreduzierungen und Synergien umzusetzen, ist eine systematische Post Merger Integration notwendig. Versäumnisse in der Integration führen zu einer ungenügenden Nutzung des Potenzials und möglicherweise zu einem Scheitern.

Ausgangssituation: Kostendruck und notwendige Investitionen fördern Kooperationen

Der Druck auf Unternehmen der Energiewirtschaft steigt noch immer. Es müssen gleichzeitig Kosten eingespart werden und Investitionen in neue Geschäftsfelder getätigt werden, um den Unternehmensbestand langfristig zu sichern. Viele Unternehmen suchen ihr Heil daher in Kooperationen. Mit dem Entschluss zu einer Kooperation oder Fusion beginnt die eigentliche Arbeit: Das Kooperationsmanagement. Dabei sind eine Reihe von Fragen zu beantworten, wie zum Beispiel: „Wie können wirtschaftliche Synergien erzielt werden?“, „Wie werden die Unternehmen prozessual und organisatorisch zusammengeführt?“ und „Wie soll das gemeinsame Vorhaben regional positioniert werden?“.

Lösungsansatz: Mitarbeiter einbeziehen, um Synergien zu heben

In der Definition von möglichen Kooperationsformen liegt die erste Hürde für die zukünftige Zusammenarbeit. Dabei sollte ein möglichst schlagkräftiges Kompetenzteam die Varianten erarbeiten und bewerten und den Geschäftsführungen zur Entscheidung vorstellen. Neben dem Kooperationsmodell ist auch ein Grobkonzept für die Zusammenarbeit notwendig. In diesem werden die ersten Fragen zum Standortkonzept, dem Organisationskonzept, möglichen Synergiepotenzialen und der Zeit- und Meilensteinplanung beantwortet. 

Parallel dazu ist ein detaillierter Kommunikationsplan mit Terminen, Maßnahmen und Zielgruppen festzulegen. Durch eine systematische Kommunikation wird die koordinierte Unterrichtung aller wesentlichen Interessengruppen, wie Kunden, Mitarbeiter, Führungskräfte, Betriebsräte und Öffentlichkeit, gewährleistet. Die frühzeitige Interaktion mit allen relevanten Stakeholdern ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor einer Unternehmenszusammenlegung.

Weitere Erfolgsfaktoren sind Soft Skills und die kulturelle Integration der Unternehmen. Teilweise sind Mitarbeiter und Führungskräfte verunsichert, da sie ihre Kompetenzen, gewohnten Aufgaben oder sogar ihren Arbeitsplatz durch die resultierenden Einsparungen verlieren könnten. Durch eine zentrale Anlaufstelle für Fragen zum Prozess, eine frühzeitige Einbindung sowie gezielte Incentivierungsmaßnahmen können sie motiviert und die Unsicherheit reduziert werden.

Sind alle Interessengruppen über das Grobkonzept und die Ziele informiert, folgt die Erarbeitung des Feinkonzepts. Hier steht erneut das gesamte Unternehmen im Fokus, also die Organisation, die Prozesse sowie die angestrebte Dimensionierung der Zielorganisationseinheiten mit Mitarbeiterkapazitäten und Budgets. Für eine konsistente und belegbare Überführung der Ist-Ressourcen auf die Zielorganisation hat sich die Erhebung der Prozessressourcen bewährt. Dabei werden die Ressourcen – wie Mitarbeiterkapazitäten oder die wesentlichen Kostenaggregate – aller Organisationseinheiten auf die gesamten Prozesse umgelegt. So wird der Grundaufwand der Prozesse ersichtlich. Dieser stellt einen wesentlichen Aspekt für die Berechnung von Synergien dar, da diese Potenziale zum Teil aus einer Reduktion des Grundaufwandes resultieren.

Nach der Dimensionierung der Zielorganisation erfolgt deren Besetzung über ein Personalauswahlverfahren. Der Betriebsrat sollte möglichst frühzeitig einbezogen werden. Die Einbeziehung der Mitarbeiter hat sich auch bei der Maßnahmendefinition und -umsetzung bewährt und verstärkt die Motivation sowie Unterstützung im Unternehmen. Insgesamt umfasst diese Phase fünf Schwerpunktthemen:

  • Ermittlung notwendiger Schulungsmaßnahmen zur Personalqualifikation
  • Identifikation von Schnittstellen sowie Dokumentation der auszutauschenden Informationen, Materialien und Verantwortlichkeiten
  • Zusammenführung von Systemen zur Einsparung von Lizenz- und Wartungsgebühren
  • Durchführung eines Umsetzungscontrollings mit Maßnahmenkatalog, Terminen und Verantwortlichkeiten
  • Harmonisierung der internen und externen Leistungen

Die Berater von KPMG haben jahrelange Erfahrung bei der Begleitung von Transformations- und Integrationsprozessen in der Energiewirtschaft. Mit ihrem umfangreichen Prozess- und Organisations-Know how auf allen Wertschöpfungsstufen der Energiewirtschaft können die KPMG-Berater einen wesentlichen Beitrag zu einem erfolgreichen Post Merger Integration-Projekt leisten.

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