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KPMG und IBM entwickeln Lösung zur Auswertung von Leasingverträgen nach IFRS

IFRS 16 Leases

Watson Explorer zur kognitiven Vertragsdatenextraktion von Leasingverträgen nach dem neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 16

Pressekontakt

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Berlin/München, 22. Dezember 2017 – IFRS 16: Dieser neue internationale Rechnungslegungsstandard bedeutet für Leasingnehmer weltweit fundamentale Neuerungen für die Erstellung ihrer Bilanzen. Hierzu müssen sämtliche vorhandenen Leasingverträge in den Unternehmen erhoben und im Hinblick auf die neuen Bilanzierungsregeln analysiert und bewertet werden. Eine langwierige Arbeit, die in den allermeisten Fällen einen erheblichen manuellen Aufwand für die betroffenen Unternehmen und ihre Wirtschaftsprüfer bedeutet. KPMG hat nun in Kooperation mit IBM eine Lösung auf Basis von IBM Watson Explorer für die automatisierte Vertragsdatenextraktion entwickelt. Das lernende System wertet dafür die existierenden Leasing Verträge auf bestimmte Merkmale hin aus und stellt die Ergebnisse für weitere Verarbeitungsschritte bereit. Dieses Vorgehen spart viel Zeit und die eingesetzte Watson-Technologie arbeitet dabei sehr zuverlässig. Einzig die Qualitätssicherung der extrahierten Daten erfolgt am Ende nach wie vor manuell. 

Mit der Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 sind alle nach IFRS bilanzierenden Unternehmen gehalten, ihre Leasingverhältnisse auf dieser Basis neu zu bilanzieren. Die Analyse aller Verträge im Hinblick auf die bilanzierungsrelevanten Informationen kostet viel Zeit: Allein die Bearbeitung eines einzelnen Vertrags kann, in Abhängigkeit seiner Komplexität, mehrere Stunden beanspruchen. 

„Um die Vertragsdatenerfassung zu automatisieren, hat das KPMG Lighthouse, unser Center of Excellence for Data & Analytics in Deutschland, gemeinsam mit IBM eine Lösung entwickelt, welche die betroffenen Unternehmen und uns Wirtschaftsprüfer spürbar entlastet“, sagt Markus Kreher, Head of Finance Advisory bei KPMG. „Der Watson Explorer von IBM hilft Unternehmen, die ihre Leasingverträge gegenwärtig manuell auswerten müssten, mit einer weitgehend automatisierten Vertragsdatenextraktion. Einzig die Qualitätssicherung der ermittelten Ergebnisse erfolgt nach wie vor manuell nach dem Vier-Augen-Prinzip. Eine perfekte Arbeitsteilung.“

Mit dem neuen Rechnungslegungsstandard werden bisher außerbilanzielle Leasinggeschäfte in die Bilanz aufgenommen. IFRS 16 führt damit zu einer Bilanzverlängerung und hat zudem Auswirkungen auf diverse Finanzkennzahlen. Daher müssen ausnahmslos alle Verträge sorgfältig überprüft und auf bestimmte, genau definierte Attribute und Kennzahlen wie etwa Laufzeiten, Verlängerungsoptionen oder Diskontierungszinssätze hin analysiert und bewertet werden. 

Ein ideales Einsatzszenario für den Einsatz des Watson Explorer. Die Software greift auf klassische Content Mining Ansätze zurück, die statistische Suchfunktionen mit semantischen Analysemethoden kombinieren. Dabei werden unterschiedliche Datenquellen und -typen integriert und von Watson Explorer analysiert. Darüber hinaus ist die Software in der Lage, Trends, Muster, Anomalien und Beziehungen zwischen den Daten zu identifizieren.  

„Die neue Lösung auf Basis des Watson Explorer arbeitet mit hochentwickelten Machine Learning Algorithmen für die Verarbeitung unstrukturierter Daten wie Sprache“ sagt Dirk Heitmann, Chief Digital Officer DACH von IBM. „Diese starke kognitive Fähigkeit ist ausschlaggebend für die hohe Zuverlässigkeit bei der Auswertung der Leasingverträge.“

Zusätzlich versteht die Lösung die branchenübliche Terminologie zum Thema Leasing und kann die relevanten Attribute und Kennzahlen in den Verträgen identifizieren. Dazu wurde das System im Vorfeld mit vorhandenen Verträgen angelernt, um es mit den unterschiedlichen Vertragstypen und Begrifflichkeiten vertraut zu machen. In Feedback-Schleifen wurde zudem das Verständnis für Kontext und Inhalte geschärft. Das Besondere: Mit jedem Vertrag werden die Ergebnisse besser, so dass das System bereits nach wenigen Monaten zuverlässige Auswertungen lieferte und partiell bereits bessere Resultate erzielte als die rein manuelle Bearbeitung.  

KPMG und IBM setzen mit dieser Lösung neue Standards in der automatisierten, effizienten, skalierbaren, zuverlässigen und kostengünstigen Auswertung von Leasingverträgen. Der Einsatz rechnet sich: Watson Explorer ist an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr in gleichbleibend hoher Qualität einsatzbereit. KPMG bietet die Analyse der Leasingverträge als Service an. 

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