Gesammelte Daten in Behörden besser nutzen | KPMG | DE

Licht ins Dunkel: Gesammelte Daten in Behörden besser nutzen

Gesammelte Daten in Behörden besser nutzen

Ergebnisse der Studie „Mit Daten Werte schaffen 2017“ für die Öffentliche Verwaltung

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„Big Data soll in der öffentlichen Verwaltung mehr Transparenz, personalisierte Dienstleistungen sowie effiziente Prozesse ermöglichen – und kann das auch leisten“, sagt Mathias Oberndörfer, Bereichsvorstand Öffentlicher Sektor bei KPMG. „Allerdings: Es gibt hierbei deutlich Luft nach oben.“ Das ist ein Kernergebnis der Studie „Mit Daten Werte schaffen 2017“ für die Verwaltung, die KPMG in Zusammenarbeit mit Bitkom Research erstellt hat.

Daten effektiver nutzen

78 Prozent der befragten Verwaltungen geben an, dass sie Datenanalysen als einen entscheidenden Baustein der eigenen Arbeit sehen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von sechs Prozentpunkten. 71 Prozent teilten außerdem mit, dass die Analyse von Daten zunehmend zu relevanten Entscheidungen in der Organisation führt. Lediglich 51 Prozent der befragten Verwaltungen geben allerdings an, die Ergebnisse auch in einen konkreten Nutzen umzuwandeln.

Dabei zeigt sich: Verwaltungen, die bereits fortgeschrittene Datenanalysen mit Hilfe von Big-Data-Lösungen einsetzen, sehen einen deutlich stärkeren Mehrwert: Mehr als 80 Prozent von ihnen können hierdurch ihre Leistungsqualität erhöhen, die Finanzlage positiv beeinflussen oder Risiken senken – zum Teil sogar gleichzeitig. Hierzu bedarf es allerdings entsprechender Ressourcen, nur eine deutliche Minderheit der befragten Verwaltungen setzt bislang fortgeschrittene Datenanalysen mit entsprechender Softwareunterstützung ein.

Mitarbeiter mit Fachwissen im Bereich Datenanalyse sind nämlich in deutschen Verwaltungen oft sehr rar – und auch die Einbindung externer Experten wird nur zurückhaltend gepflegt. „Deutschland muss das Tempo bei der Digitalisierung der Behörden deutlich steigern. Dazu gehört auch, das Potenzial von Datenanalysen stärker als bisher zu nutzen., so Mathias Oberndörfer. 

Was tun?

Auf Basis der Befragungsergebnisse sieht KPMG eine Reihe von Verbesserungspotenzialen und hat dafür Handlungsempfehlungen entwickelt. Drei zentrale Punkte sind: 

  • Unterstützung durch die Politik: Die Politik muss den Entwicklungsprozess von Datenanalysen in der öffentlichen Verwaltung unterstützen. Dazu sollten klare gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden – gerade mit Blick auf die EU-Datenschutzgrundverordnung, die im Mai 2018 in Kraft tritt.
  • Mehr Experten: Behörden sollten dringend mehr gut ausgebildete Analysekräfte einstellen. Außerdem sollten sie die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter im Bereich Big Data intensivieren und Strukturen schaffen, um externe Fachkräfte effektiv einzubinden.
  • Fokus auf Datenschutz: Gleichzeitig ist der Aufbau einer strukturierten, aber dennoch flexiblen Datenschutzorganisation in den Behörden dringend erforderlich. Mit Daten Werte schaffen:Die Studie „Mit Daten Werte schaffen“ wird seit 2015 jährlich von KPMG in Zusammenarbeit mit Bitkom erstellt. Für die Sonderausgabe für öffentliche Verwaltungen „Big Data, große Baustelle“ wurden 103 Behörden- und Abteilungsleiter aus Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen mit mindestens 100 Mitarbeitern befragt.

Zur Studie: "Mit Daten Werte schaffen":

Die Studie „Mit Daten Werte schaffen“ wird seit 2015 jährlich von KPMG in Zusammenarbeit mit Bitkom erstellt. Für die Sonderausgabe für öffentliche Verwaltungen „Big Data, große Baustelle“ wurden 103 Behörden- und Abteilungsleiter aus Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen mit mindestens 100 Mitarbeitern befragt.

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