KPMG-Umfrage: Europäische Banken erwarten weiter steigende Kapitalanforderungen

Europas Banken erwarten steigende Kapitalanforderungen

„Nichtfinanzielle Risiken“ gewinnen an Bedeutung

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60 Prozent der Banken in Europa gehen in absehbarer Zeit von steigenden Kapitalanforderungen aus, um sogenannte „nichtfinanzielle Risiken" wie IT-Ausfälle, Cyberattacken oder Compliancevorfälle besser abfedern zu können. Jedes zehnte Finanzunternehmen rechnet damit, dass seine Anforderungen sogar um mindestens 50 Prozent steigen werden. Die Banken sehen sich zudem vor allem, was ihr Management in Bezug auf Profitabilität, Geschäftsmodell und Risikokultur angeht, einer verschärften Beobachtung durch die Aufsicht ausgesetzt. Das hat eine aktuelle KPMG-Umfrage unter 36 europäischen Banken ergeben, von denen 33 unter Aufsicht der Europäischen Zentralbank stehen. 

Während nichtfinanzielle Risiken derzeit bei rund der Hälfte der europäischen Banken für 10 Prozent der Verluste verantwortlich sind, liegt die Quote der operationellen Risiken an den risikogewichteten Aktiva noch darüber. 80 Prozent der Institute gehen davon aus, dass die Bedeutung von nichtfinanziellen Risiken in den kommenden drei Jahren noch zunehmen wird. Aus diesem Grund plant mehr als die Hälfte der befragten Banken, ihr Rahmenwerk zur Bewertung und Bemessung nichtfinanzieller Risiken umfassend zu überarbeiten.

Holger Spielberg, Partner im Bereich Financial Services von KPMG: “Diese Ergebnisse decken sich mit denen einer Umfrage unter deutschen Banken, die wir kürzlich durchgeführt haben. Banken und Regulatoren wenden sich verstärkt nichtfinanziellen Risiken zu, weil die maßgebliche Auswirkungen auf das Geschäft haben können. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei oft noch auf IT- und Compliancethemen, während strategische und Geschäfts-Risiken häufig immer noch nicht im Fokus sind. Gerade in zunehmend unsicheren Zeiten wie diesen sollten die Verantwortlichen diesen Themen jedoch mehr Aufmerksamkeit schenken.“

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