KPMG-Umfrage: Immobilienbranche für 2016 zuversichtlich

Immobilienbranche für 2016 zuversichtlich

Skepsis über Wirkung der „Mietpreisbremse“

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Immobilienexperten sind für ihre Branche optimistisch gestimmt und erwarten auf dem Real Estate-Markt in Deutschland 2016 unter anderem einen Anstieg des Transaktionsvolumens. Das hat eine aktuelle KPMG-Umfrage unter 100 Immobilieninvestoren, Projektentwicklern, Bestandshaltern, Finanzierern, Asset-Managern und Maklern ergeben. Demnach gehen 72 Prozent der Führungskräfte im kommenden Jahr von einem Anstieg des Transaktionsvolumens im gewerblichen- und Büroimmobilienbereich aus.

Jürgen Paskert, Leiter Audit im Sektor Building Construction & Real Estate bei KPMG: „Das Transaktionsvolumen dürfte auch 2016 steigen, wenngleich sich die im vergangenen Jahr abzeichnende deutliche Verlangsamung wohl fortsetzen wird. Auf Basis der Umfrageergebnisse ist ein Gesamtvolumen von knapp unter 60 Mrd. EUR zu erwarten nach 55 Mrd. EUR in 2015. Dies liegt vor allem am Mangel an adäquaten Assets in Verbindung mit weiter sinkenden Renditen. Immerhin jeder vierte Branchenexperte hält aber auch einen darüber hinausgehenden Anstieg für möglich.“

Die optimistische Einschätzung der Branchenexperten dürfte sich nach Ansicht von KPMG hauptsächlich auf die volkswirtschaftlich relativ solide Lage in Deutschland und der daraus resultierenden Stabilität für die Vermietungsmärkte gründen. Aber auch das Interesse der ausländischen Investoren dürfte dieses Jahr weiter anhalten, zunehmend auch aus dem asiatischen Raum. Zudem sorgt ein weiterhin positives Finanzierungsumfeld mit niedrigen Zinsen für die positive Grundstimmung. Jürgen Paskert: „Dämpfend wirkend dürften weiter sinkende Renditen nicht nur bei Core-Immobilien und der eher zunehmende Kapitalanlagedruck. Der Trend zu risikoreicheren und großen Portfoliotransaktionen und Zusammenschlüssen auch im gewerblichen Immobilienbereich dürfte sich fortsetzen.“

 

Konsolidierung professionalisiert den Immobilienmarkt

Der Immobilienmarkt Deutschland erlebt derzeit Zusammenschlüsse in bisher nicht gekanntem Maße im Wohn-, inzwischen aber auch im Gewerbeimmobilienbereich. Mit Vonovia ist das erste Immobilienunternehmen im DAX30 gelistet. Die Befragten sehen diese Entwicklung durchweg positiv für den Immobilienstandort Deutschland – nicht zuletzt aufgrund steigender Aufmerksamkeit ausländischer Investoren. Allerdings mahnt auch ein Viertel der Befragten vor einer übertriebenen Konzentrationsbewegung und den damit verbundenen Gefahren überzogener Preise und einer Kapitalvernichtung im Falle indirekter Immobilieninvestments.

 

Mietpreisbremse im Wohnbereich ein zahnloser Tiger?

Für 2016 rechnen fast alle Befragten mit höheren Mieten im Wohnbereich. Der Anteil derjenigen, die insbesondere in den bekannten Hotspot-Märkten mit stark steigenden Mieten rechnen,  liegt mit 40 Prozent sogar deutlich über dem Vorjahr (13 Prozent). Jürgen Paskert: „Dies deutet darauf hin, dass der „Mietpreisbremse“ ein geringerer  Wirkungsgrad zugemessen wird als vom Gesetzgeber beabsichtigt. Nicht eindeutig ist dagegen die Erwartungshaltung bei den Mieten im Büro- und Einzelhandelssegment. Die deutlich positivsten Erwartungen haben regional betrachtet die Befragten an den Standorten Berlin und München.“

 

Digitalisierung erreicht den Immobiliensektor

Nahezu alle Befragten sehen durch die Digitalisierung Auswirkungen für die Immobilienwirtschaft insgesamt, vor allem aber auch für ihr eigenes Geschäftsmodell. Nahezu drei Viertel sehen Auswirkungen in erheblichem Ausmaß, insbesondere Dienstleister und Property Manager. 

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