Kampf gegen Korruption in Zeiten der Globalisierung

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KPMG-Studie: Unternehmen gehen unkalkulierbare Risiken ein

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Immer mehr Unternehmen sind im Zuge ihrer Internationalisierung auf die Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern und Zulieferern angewiesen. Daraus können unkalkulierbare Risiken mit Blick auf Korruptions- und Bestechungsvorfälle entstehen. Und genau das ist es, was Unternehmen laut einer globalen Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG fürchten. Als größtes Problem bezeichnen sie es in diesem Zusammenhang, die Einhaltung von Compliance-Vorschriften bei Dritten zu überprüfen, auf deren Leistungen sie aber nicht verzichten können, wenn sie Geschäfte auch in entlegenen Regionen der Welt tätigen wollen, um weiter zu wachsen. 

Umso mehr überrascht, dass ein Drittel der global tätigen Unternehmen (34 Prozent) keine systematische Risikoanalyse bei Dritten im Ausland durchführt. Nur 56 Prozent der Befragten haben vertraglich gesicherte Kontrollrechte gegenüber Dritten, von denen wiederum nur 41 Prozent diese Rechte auch wirklich ausüben. Das sind Ergebnisse des „Anti-Bribery and Corruption Survey“ von KPMG, für den 659 Unternehmen aus 64 Ländern befragt wurden. 

Dazu erklärt Alexander Geschonneck, Leiter des Bereichs Forensic bei KPMG in Deutschland: „Es ist fatal, dass Unternehmen trotz besserer Kontrollmechanismen und verschärfter Antikorruptionsrichtlinien sehenden Auges in eine Korruptionsfalle tappen und dabei Strafen wie hohe Bußgelder oder einen Imageverlust in Kauf nehmen.“ 

Obwohl Datenanalysen ein zunehmend wichtiges und kostengünstiges Mittel zur Identifizierung potenzieller Verstöße darstellen, macht lediglich ein Viertel der Befragten (25 Prozent) davon Gebrauch. Und von diesen führen wiederum nur 42 Prozent eine kontinuierliche Datenüberwachung zur Feststellung möglicher Korruptionsvorfälle durch.

Der Mangel an Ressourcen zur Steuerung von Korruptionsrisiken ist für die Umfrageteilnehmer ebenfalls ein Problem. Geschonneck. „Es wird viel über den ‚tone at the top‘ gesprochen, jedoch sehen wir die Herausforderungen insbesondere auf der mittleren und unteren Managementebene.“

Fazit: 

Trotz der Verbesserung von Kontrollen und strengerer interner Richtlinien zur Korruptionsbekämpfung scheitern Unternehmen nach wie vor an der Einhaltung der verschärften gesetzlichen Anforderungen. Alexander Geschonneck: „Es genügt nicht, nur ein gutes Korruptionsbekämpfungsprogramm zu entwickeln, es muss auch in der Praxis, und zwar überall auf der Welt, tatsächlich so gelebt werden. Das bedeutet, dass auch das allgemeine ethische Geschäftsverhalten überdacht und angepasst werden muss.“

Den „Anti-Bribery and Corruption Survey“ von KPMG finden Sie hier:

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KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 

Marita Reuter / Thomas Blees

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