Deutliche Abkühlung am M&A-Markt

Deutliche Abkühlung am M&A-Markt

Rückgang der Deals im 3. Quartal um 14 Prozent / Deutschland minus 35 Prozent

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Die Aktivitäten auf dem Markt der Fusionen und Übernahmen haben sich im 3. Quartal dieses Jahres weltweit deutlich abgekühlt. So sank die Zahl der angekündigten Fusionen und Übernahmen zwischen dem 1. Juli und Ende September 2015 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14 Prozent von 11.612 auf 9.991. Im selben Zeitraum sank die Zahl der M&A-Deals mit Übernahmezielen in Deutschland sogar um 35 Prozent: von 440 auf nur noch 287. 

Dadurch stagniert auch die Gesamtbilanz für 2015: Waren in den ersten neun Monaten 2014 weltweit noch 31.010 Fusionen und Übernahmen angekündigt worden, liegt die Zahl der beabsichtigten Deals 2015 bisher bei 30.729. In Deutschland beträgt der Rückgang sogar knapp 8 Prozent: von 1.222 Deals mit einem Volumen von 55,1 Mrd. USD auf 1.129 Deals mit einem Gesamtvolumen von 68,4 Mrd. USD. Das zeigt eine KPMG-Analyse auf Basis der Zahlen von ThomsonOne Deals.

Leif Zierz, Global Head of Deal Advisory von KPMG: „Der Rückgang im dritten Quartal kommt einigermaßen überraschend. Üblicherweise sehen wir zwischen Juli und Oktober eher stärkere Aktivitäten am Markt als in der ersten Jahreshälfte. Für diese abwartende Haltung sind mehrere Faktoren verantwortlich: eine sich abkühlende Weltwirtschaft, die jüngsten Verwerfungen am chinesischen Aktienmarkt, aber auch die anhaltende Unsicherheit zur Zinswende durch die US-amerikanischen Zentralbank. Diese Bremswirkung ist zwar jetzt aufgehoben, aber nach wie vor ist eine erhöhte Unsicherheit im Markt zu beobachten. Insofern rechne ich vorerst mit weiterhin vorsichtigen Aktivitäten im vierten Quartal, bleibe aber für die mittelfristige Entwicklung weiterhin optimistisch. Die Unternehmen befinden sich aktuell in einem Prozess der strategischen Neuaufstellung. Die disruptive Entwicklungen, insbesondere die zunehmende Digitalisierung in immer mehr Branchen, führen zu weiterem strategischen Handlungsbedarf bei den Unternehmen und damit zu wieder vermehrten M&A-Aktivitäten.“

Besonders auffällig – nicht nur weil gegen den weltweiten Trend - ist der starke Anstieg des Deal-Volumens im Raum Asien-Pazifik. Hier stieg die Gesamtsumme aller angekündigten Fusionen und Übernahmen in den ersten drei Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33 Prozent auf umgerechnet über 697 Milliarden US-Dollar - und das bei fast unveränderter Zahl der Deals (jeweils rund 8.000). Hierfür sind einige Mega-Deals verantwortlich, wie der Spin-Off des Immobiliengeschäftes der Cheung Kong Holding in Hong Kong (36,9 Mrd.USD), der Erwerb der verbleibenden Anteile von 50,03 Prozent der Anteile an Hutchinson Whampoa Ltd. durch Cheung Kong Holdings (23,6 Mrd. USD) und der Erwerb von 29,99 Prozent der Anteile an Sinopec Sales Co. Ltd. durch eine Investorengruppe für 17,5 Mrd. USD.

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