KPMG-Umfrage: Immobilienbranche für 2015 sehr zuversichtlich

Immobilienbranche für 2015 sehr zuversichtlich

Immobilienexperten sind für ihre Branche optimistisch und erwarten auf dem Real Estate-Markt in Deutschland 2015 unter anderem einen deutlichen Anstieg des Transaktionsvolumens.

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Deutlicher Anstieg des gewerblichen Transaktionsvolumens erwartet

Das hat eine aktuelle KPMG-Umfrage unter 100 Immobilieninvestoren, Projektentwicklern, Bestandshaltern, Finanzierern, Asset-Managern und Maklern ergeben. Demnach gehen über 80 Prozent der Führungskräfte für 2015 von einem Anstieg des Transaktionsvolumens aus, mehr als ein Viertel sogar im zweistelligen Prozentbereich bis 25 Prozent. Der Standortvorteil Deutschland spielt dabei nach wie vor eine große Rolle.

81 Prozent der Branchenexperten (Vorjahr: 77 Prozent) gehen davon aus, dass sich das Transaktionsvolumen in 2015 erhöhen wird. Jürgen Paskert, Leiter Audit im Sektor Building Construction & Real Estate bei KPMG: „Aufgrund der Ergebnisse unserer Befragung rechnen wir mit einem Anstieg des Transaktionsvolumens im gewerblichen Immobilienbereich von rund 40 Milliarden Euro in 2014 auf knapp unter 50 Milliarden Euro in 2015. Im Vorjahr hatten nur knapp zehn Prozent der Befragten einen Anstieg im zweistelligen Prozentpunktbereich erwartet, für 2015 sind es schon mehr als ein Viertel. Die optimistische Einschätzung der Branchenexperten dürfte sich hauptsächlich auf die volkswirtschaftlich relativ solide Lage in Deutschland und der daraus resultierenden Stabilität für die Vermietungsmärkte gründen. Aber auch das Interesse der ausländischen Investoren dürfte dieses Jahr nochmals deutlich zulegen, insbesondere aus dem asiatischen Raum. Gedämpft wird diese Entwicklung durch aufgrund des günstigen Zinsniveaus weiter sinkende Renditen bei Core-Immobilien und den Kapitalanlagedruck. Der Trend zu risikoreicheren Transaktionen und großen Portfoliotransaktionen und Zusammenschlüssen gerade im Wohnimmobilienbereich dürfte sich fortsetzen.“

Mieten im Wohnbereich dürften steigen

Für 2015 rechnen fast alle Befragten mit höheren Mieten im Wohnbereich. Der Anteil derjenigen, die mit stark steigenden Mieten rechnen,  liegt mit 13 Prozent deutlich unter den Vorjahren. Dies deutet auf eine gewisse Normalisierung der Mietpreisentwicklung im Bundesdurchschnitt hin. Nicht eindeutig ist dagegen die Erwartungshaltung bei den Mieten im Büro- und Einzelhandelssegment. Die leichte Mehrheit geht zwar von leicht steigenden Mieten aus, allerdings sehen 40 Prozent der Befragten auch die Gefahr sinkender Mieten. Die deutlich positivsten Erwartungen haben regional betrachtet die Befragten am Standort Berlin.

Rahmenbedingungen für Finanzierungen weiter günstig eingeschätzt

Der Immobilien-Finanzierungsmarkt hatte sich 2014 laut KPMG-Property Lending Barometer auch im europäischen Vergleich stark entwickelt. Bei gleichbleibendem Zinsniveau und im Wesentlichen unveränderten Rahmenbedingungen für Kreditsuchende erwarten mehr als zwei Drittel der Befragten auch in diesem Jahr eine starke Zunahme des Kreditvolumens.

Besonders optimistisch schätzen die befragten Bankvertreter die Lage der Refinanzierung ein. Alle Befragten gehen von steigendem Kreditvolumen bei eher fallenden Anforderungen an die Besicherung aus. In Verbindung mit den erwarteten risikoreicheren Investitionen dürfte dies als ein Indiz gewertet werden, dass zukünftig nicht nur Core-Immobilien problemlos eine Finanzierung finden. Inwieweit dies allerdings auch für die Projektentwicklung gilt, bleibt abzuwarten; die befragten Projektentwickler sehen die Entwicklung mit mehr Zurückhaltung.

Standort Deutschland wirkt sich positiv aus

Als stärksten positiven Einflussfaktor auf die langfristige Entwicklung des Immobilienmarktes in Deutschland bezeichnen wie in den Vorjahren über 30 Prozent der Befragten den Standortvorteil Deutschlands. Den negativsten Einfluss befürchten fast ebenso viele der befragten Immobilienexperten durch die zunehmende Regulierung. Interessanterweise sehen in der demografischen Entwicklung knapp 30 Prozent der Befragten eine Gefahr, aber über 20 Prozent auch eine große Chance. Die Projektentwickler sehen nach wie vor in der Finanzierung eine der größten Bedrohungen.

Jürgen Paskert: „Die positiven Erwartungen an den Immobilienmarkt 2014 in Deutschland haben sich mehr als erfüllt. Die Transaktionsvolumina sind im 5. Jahr in Folge gestiegen, in 2014 mit nahezu 30 Prozent, und dies immerhin von einem inzwischen wieder deutlich gestiegenen Niveau aus. Dieser Trend wirkt sich auch auf die Erwartungshaltung für 2015 aus. Schon ist wieder von Transaktionsvolumina in einer Größenordnung der Jahre 2006/2007 in absehbarer Zeit die Rede. Der Standort Deutschland spielt für diese positive Einschätzung weiterhin eine große Rolle. Das Thema Regulierung wird zwar als Bedrohung gesehen, da es sich aber um einen fast schon globalen Trend handelt, ist es kein spezifisch den deutschen Immobilienmarkt betreffendes Bedrohungsszenario. Das Lager der Optimisten dominiert inzwischen das der Pessimisten deutlich. Allerdings sind die jüngsten Erfahrungen aus der Finanz- und Immobilienkrise noch in Erinnerung, so dass zwar Euphorie, aber noch keine Übertreibungsgefahr feststellbar ist. Das ist ein erfreuliches Signal an den Markt.“

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Marita Reuter/Thomas Blees

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