KPMG-Analyse: Transaktionsstau am deutschen M&A-Markt löst sich auf

KPMG-Analyse: Transaktionsstau löst sich auf

Der Übernahmeappetit der Unternehmen und ihre Finanzierungsfähigkeit sind in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen. Das zeigt der jüngste KPMG M&A Predictor, ein globaler Indikator, der seit 2007 zwei Mal jährlich von KPMG erhoben wird. Er ermittelt anhand der von Analysten erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGVs) der 1.000 größten Unternehmen weltweit deren Übernahmeappetit und auf Basis der Verschuldungsquote die Fähigkeit der Unternehmen, Übernahmen zu finanzieren.

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Nach den Auswertungen von KPMG sind die erwarteten KGVs der Unternehmen zu Ende Juni 2014 im Vergleich zum Vorjahr weltweit um 16 % gestiegen. In Deutschland beträgt der Anstieg 18 % und in Europa sogar 24 %, womit diese Region damit im weltweiten Vergleich den höchsten Zuwachs verzeichnet. Auch die erwartete Finanzierungsfähigkeit der Unternehmen ist angestiegen: So geht man von einem Rückgang der Verschuldungsquote um 13 % weltweit und um 12 % auf europäischer Ebene aus. Für Deutschland wird erwartet, dass die Quote um 25 % sinken wird.

„Der M&A-Markt in Deutschland hat sich über alle Branchen und Transaktionsgrößen hinweg belebt“, erklärt Leif Zierz, Bereichsvorstand Transactions & Restructuring KPMG Deutschland. „Der Transaktionsstau, der sich über Jahre gebildet hatte, löst sich nicht zuletzt wegen der günstigen Finanzierungsbedingungen auf. Wir sind optimistisch, dass sich der Aufwärtstrend im 2. Halbjahr bei Deals aller Größenordnungen fortsetzen wird. Erfolgreiche Nachfolgelösungen im Mittelstand, Verkäufe ganzer Geschäftsbereiche im Zuge von Fokussierungsstrategien von Konzernen sowie zunehmende Aktivitäten der Private Equity-Investoren sind neben dem Finanzierungsumfeld wichtige Treiber für die Belebung des M&A-Marktes“, sagt Zierz.

Über den KPMG-Predictor:

Der KPMG M&A Predictor ist ein Indikator, der seit 2007 zwei Mal im Jahr erhoben wird. Ziel ist es, die Chancen für M&A-Aktivitäten auf 12-Monats-Sicht vorherzusagen. Gemessen wird einerseits der „Übernahmeappetit“ der Unternehmen, andererseits die Fähigkeit, künftige Übernahmen zu finanzieren. Dabei werden die erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnisse (P/E Ratios) mit dem Marktvertrauen der Unternehmen beziehungsweise dem Appetit auf Übernahmen gleichgesetzt. Für die Fähigkeit, künftige Übernahmen zu finanzieren wird die Verschuldungsquote (Nettoschulden/EBITDA) herangezogen.

Für die Analyse werden Daten der 1.000 größten Unternehmen weltweit (gemessen an der Marktkapitalisierung) ausgewertet. Datenbasis ist S&P Capital IQ. Nicht berücksichtigt werden die Daten von Finanzdienstleistern und Unternehmen aus der Immobilienbranche, da die Verschuldungsquote in diesen Branchen keine aussagekräftige Kennziffer für die Fähigkeit zur Übernahmefinanzierung ist.

Pressekontakt:

KPMG AG

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Marita Reuter/Thomas Blees

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