KPMG-Analyse: Kostenunterschiede zwischen „Low Cost“-Fluglinien und traditionellen Airlines deutlich reduziert

Analyse: Kostenunterschiede zwischen Fluggesellschaften

Geschäftsmodelle gleichen sich an

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Berlin, 17. Mai 2013. Eine Untersuchung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG zu den Kostenstrukturen der größten Fluggesellschaften hat ergeben, dass die Unterschiede zwischen den so genannten Billigfluglinien (wie Ryanair, easyJet) und den sogenannten „Legacy Carrier“ (wie Lufthansa, Air France/KLM, IAG) während der letzten sechs Jahre deutlich kleiner geworden sind. Die Unterschiede im Geschäftsmodell der beiden Fluglinien-Gruppen werden aus Kundensicht unbedeutender, da das Kurzstreckennetz der traditionellen Airlines mittlerweile direkt mit den Punkt-zu-Punkt Verbindungen der Billigfluglinien konkurriert.

KPMG untersuchte die Jahresabschlüsse der nach Umsatz weltweit 25 größten Fluggesellschaften sowie der sechs wichtigsten Low Cost Carrier. Im Jahr 2006 waren die durchschnittlichen Kosten der traditionellen Fluggesellschaften noch um 3,6 US Cent pro Sitzplatzkilometer (ASK) teurer als die Kosten vergleichbarer Billigfluglinien. Im Jahr 2011 lag der Kostennachteil der traditionellen Airlines nur noch bei 2,5 US Cent pro ASK, was einem Rückgang von 30 Prozent entspricht. So lagen die Kosten pro ASK bei den Low Cost Carriern 2011 bei 7,3 US Cent pro ASK, bei den traditionellen Airlines bei 9,8 US Cent.

Der Großteil dieser Angleichung ist auf die Restrukturierungsprogramme der traditionellen Airlines in den Jahren 2008 und 2009 zurückzuführen. Der nach 2009 abnehmende Anpassungsprozess zeigt, dass traditionelle Airlines die größten Einsparpotenziale bereits umgesetzt haben und die verbleibenden Kostenunterschiede eher struktureller Natur sind. Gleichzeitig rollen derzeit viele Full-Service Airlines neue Programme zur Kosteneinsparung aus: Lufthansa will das Zukunftsprogramm SCORE weiter ausbauen und bis 2015 eine operative Ergebnissteigerung um 1,5 Milliarden Euro erreichen.

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KPMG AG

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Marita Reuter/Thomas Blees

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