KPMG: Gesundheitssystem muss Qualität belohnen

KPMG: Gesundheitssystem muss Qualität belohnen

Die Qualität deutscher Krankenhäuser wird weder für den Patienten nachvollziehbar gemessen noch steht sie in einem nachweisbaren Zusammenhang zur wirtschaftlichen Situation eines Hauses.

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Berlin, 21. Februar 2013. Dies ist das Ergebnis einer Analyse der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu Qualität und Wirtschaftlichkeit im deutschen Gesundheitssystem unter Leitung von Prof. Dr. Volker Penter, Partner und Leiter des Bereichs Gesundheitswirtschaft bei KPMG.

Die Ergebnisse stehen vor dem Hintergrund der jüngst schwachen Qualitätsentwicklung des deutschen Gesundheitssystems. Im Qualitätsranking des Euro Health Consumer Index 2012 belegt die Bundesrepublik nach einem guten Platz 6 im Jahr 2009 jetzt nur noch Rang 14. Berechnungen der KPMG zur Ausgabeneffizienz (das Verhältnis von Qualitätsergebnis und Quotienten aus Gesundheitsausgaben und Bruttoinlandsprodukt) zeigen, dass Deutschland im Vergleich europäischer OECD-Staaten trotz mittelmäßiger Qualität das drittteuerste Gesundheitssystem betreibt.

Der Schlüssel zu einer Verbesserung der Qualität des Gesundheitssystems ist die Qualitätsmessung. "Eine Verbesserung der Qualitätsmessung - und damit eine Erhöhung der Transparenz - ist unabdingbare Voraussetzung dafür, dass die Behandlungsqualität in Krankenhäusern stärker in den Fokus rückt" stellt Priv.- Doz. Dr. med. Sören Eichhorst, Partner und Leiter des Bereichs Consulting Gesundheitswirtschaft bei KPMG fest.

Aber auch finanzielle Anreize können Qualität vorantreiben. Die Analysen zeigen aber, dass das Vergütungssystem der deutschen Krankenhäuser gute Qualitätsergebnisse nicht ausreichend belohnt.

Die Gesundheitsexperten der KPMG sind sich daher einig, dass es in Deutschland zusätzlicher Anreize bedarf, um Qualitätsanstrengungen der Krankenhäuser zu belohnen. "Das deutsche Gesundheitssystem braucht ein Vergütungssystem, das nicht allein auf Quantität, sondern zuallererst auf nachhaltige Qualität setzt", konstatiert Prof. Dr. Volker Penter. "Der Zeitdruck für die Entwicklung und Umsetzung qualitätssteigernder Maßnahmen ist hoch. Deutschland darf im internationalen Vergleich nicht weiter an Boden verlieren."

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