e-Crime in der deutschen Wirtschaft 2017

e-Crime in der deutschen Wirtschaft 2017

Eine aktuelle KPMG-Studie belegt: Trotz wachsender Sensibilität sind 38 Prozent aller Unternehmen Opfer von e-Crime geworden.

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Fechter im Gegenlicht

Zum vierten Mal hat KPMG eine repräsentative Umfrage zum Thema e-Crime und Computerkriminalität in der deutschen Wirtschaft durchgeführt. Für die Studie „e-Crime in der deutschen Wirtschaft 2017 – Computerkriminalität im Visier“ wurden 504 repräsentativ nach Branchen und Umsatz ausgewählte Unternehmen zu ihren Erfahrungen im Feld der Computerkriminalität befragt. 

Dabei zeigt sich: In den vergangenen zwei Jahren waren 38 Prozent der befragten Unternehmen von Computerkriminalität betroffen. Gemessen an den Ergebnissen der vorherigen Studie zeigt sich, dass die Betroffenheit im Verhältnis zum Vorjahr gleich geblieben ist. Auch die Wahrnehmung des Risikos, Opfer von e-Crime zu werden, wird durch die Unternehmen weiterhin als hoch empfunden. So gaben 88 Prozent der Befragten ein hohes beziehungsweise sehr hohes Risiko für die Betroffenheit an, bei der Studie aus dem Jahr 2015 waren es 89 Prozent. 

Bewusstseinswandel in Unternehmen

Allerdings wandelt sich das Bewusstsein in den Unternehmen, dass auch sie selber von e-Crime betroffen sein könnten. Knapp die Hälfte der Befragten (48 Prozent) erkennt nun ein Risiko auch im eigenen Haus, in vorherigen Untersuchungen waren es noch 39 Prozent. 

Als Ausprägung der am häufigsten genannten Deliktsarten nehmen Angriffe durch Verschlüsselungs-Trojaner (Ransomware-Attacken) einen größer werdenden Anteil ein. Bei diesen Attacken kapern die Angreifer die Rechner des betroffenen Unternehmens und entsperren sie erst nach der Zahlung von Lösegeld. 86 Prozent der befragten Unternehmen sehen ein hohes beziehungsweise sehr hohes Risiko, Opfer eines solchen Angriffs zu werden. Für 36 Prozent der betroffenen Unternehmen sind Computersabotage und Systembeschädigungen als klassische Bestandteile einer Ransomware-Attacke die am häufigsten auftretenden Schadensfälle – in vorherigen Studien waren nur 13 Prozent der geschädigten Unternehmen davon betroffen.  

Auch die Betrugsmasche in Form des sogenannten Fake-President ist eine weit verbreitete Angriffsart. Dabei veranlasst der Betrüger im Gewand eines mutmaßlich ranghohen Mitarbeiters Mitarbeiter mit Budgetzugriff zu Überweisungen auf fremde Konten. Trotz der erhöhten Berichterstattung über diese Deliktart sind 60 Prozent der befragten Unternehmen noch nicht mit dem Phänomen „Fake-President“ vertraut. Ein Viertel der mit dem Thema vertrauten Unternehmen ist bereits Opfer dieser Betrugsmasche geworden, ein weiteres Viertel berichtet über erfolglose Angriffsversuche.

In den vergangenen zwei Jahren wurde jedes fünfte Unternehmen Opfer eines Datendiebstahls. Dies stellt somit eine Steigerung um nahezu ein Drittel gegenüber der Studie aus 2015 dar. Gleichzeitig ist zu befürchten, dass diese Zahl die tatsächliche Betroffenheit jedoch nicht abbilden kann, da die Dunkelziffer für dieses Angriffsszenario sehr hoch ist.

Cyber-Versicherungen im Aufwind

Als Gegenmaßnahme rückt für eine wachsende Anzahl der Unternehmen der Abschluss einer Cyber-Versicherung in den Fokus ihrer Abwehrstrategien. Rund die Hälfte der Befragten (55 Prozent) kennt die Möglichkeit einer solchen Versicherung, knapp ein Viertel (22 Prozent) davon hat eine solche Versicherung bereits abgeschlossen. 

Weitere Zahlen, Erkenntnisse und Analysen lesen Sie in der kompletten e-Crime-Studie:

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Studie „e-Crime in der deutschen Wirtschaft 2017 – Computerkriminalität im Visier“

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