US-Steuerreform: Belastungen für deutsche Familienunternehmen

US-Steuerreform: Belastungen für Familienunternehmen

Aktuell diskutierte Änderungsvorschläge können deutsche Unternehmen erheblich beeinflussen.

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US-Präsident Donald Trump plant eine grundlegende Änderung des Steuersystems - mit erheblichen Nachteilen für deutsche Familienunternehmen. So soll die Körperschaftsteuer für amerikanische Unternehmen gesenkt werden. Der Haken: Finanziert werden soll das Ganze durch eine Abgabe auf Importe. Damit drohen den exportstarken deutschen mittelständischen Unternehmen Umsatzeinbußen und sinkende Gewinne.

Treiber der Unternehmenssteuerreform ist nicht nur die Trump-Regierung, sondern auch die Republikanische Partei, die derzeitig sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass die geplante Steuerreform bereits zum 1.1.2018 in Kraft tritt, ist hoch.

Auswirkungen für deutsche Unternehmen mit Geschäftsaktivitäten in den USA

Gravierende Folgen der US-Steuerreformpläne ergeben sich insbesondere aus einem Kernelement des Reform-Entwurfs - dem steuerlichen Grenzausgleich („Border Tax Adjustment“):  Kosten für Importe wären nicht mehr abzugsfähig, während Exporteure Gutschriften erhielten. Gleichzeitig soll der Steuersatz von 35 Prozent auf 20 Prozent sinken.

Ein enormer Wettbewerbsnachteil, vor allem für Mittelständler, die nicht mal eben so einen Produktionsstandort verlagern können. Selbst wenn die Familienunternehmen in den USA produzierten, dürften sie nicht davon ausgehen, dass sie nicht von der Steuer betroffen seien. „Aufgrund konzerninterner Lieferungs- und Leistungsketten werden die Produkte für den US-Markt - selbst wenn sie in den USA hergestellt worden sind - zunächst von der deutschen Muttergesellschaft eingekauft und dann wieder an die US-Vertriebsgesellschaft verkauft“, sagt Marko Gründig, Bereichsvorstand Tax bei KPMG.

Handlungsbedarf für deutsche Exportunternehmen

Der geplante steuerliche Grenzausgleich kann zu signifikanten Steuermehrbelastungen führen. Eine Umstellung der Wertschöpfungskette mit Verlagerung zusätzlicher Aktivitäten in die USA kann diese unter Umständen reduzieren. In Kombination mit einer möglichen Steuerbefreiung von Exporten lässt sich mitunter ein günstigeres steuerliches Ergebnis erreichen.

Eine Versagung des Zinsabzugs in den USA kann insbesondere für Unternehmen mit hoher (interner oder externer) Verschuldung zu Mehrbelastungen führen. Alternative Finanzierungsformen für US-Investitionen sollten daher in Erwägung gezogen werden.

Der geplante Sofortabzug von Anschaffungskosten für materielle und immaterielle Wirtschaftsgüter kann als zusätzlicher Investitionsanreiz gesehen werden. Allerdings führt die Reduzierung des Steuersatzes zu gegenteiligen Effekten. Bei geplanten Investitionen sollte abgewogen werden, ob diese vor oder nach der Steuerreform erfolgen sollten.

Wie KPMG Tax Sie dabei unterstützen kann, lesen Sie hier.

 

Trumps Steuerreform – Vorschläge und mögliche Auswirkungen für deutsche Unternehmen

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