Clarity on Financial Crime in Banking | KPMG | CH
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Agilität, Risiko, Kultur: drei Prioritäten für den Wandel

Clarity on Financial
Crime in Banking

Die Schweiz als internationaler Finanzplatz ist grossen Risiken durch Finanzdelikte ausgesetzt. Erhöht wird die Gefahr durch veraltete Transaktionsüberwachungssysteme, unzureichende KYC-Bemühungen und mangelhafte Definition der Risikobereitschaft.

Clarity in 100 seconds

Die Auswirkungen von Finanzdelikten auf Schweizer Banken

Finanzdelikte haben sehr reale und bedeutende Auswirkungen auf Schweizer Banken. Dies wird offensichtlich, wenn man die wichtigsten Statistiken der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) zu Verdachtsmeldungen und Straftaten betrachtet.

0 Mrd. CHF
16'471'066'844 CHF
Gesamtwert aller von Verdachtsmeldungen betroffenen Vermögenswerte
0
2017
0
2016
Verdachtsmeldungen
+61%
0
2017
0
2016
Verdachtsmeldungen unter der Meldepflicht
+96%
23%
Bestechung
21%
Betrug
14%
Geldwäscherei
9%
Kriminelle Vereinigung
8%
Veruntreuung
6%
Unlautere Geschäftspraktiken
4%
Steuerdelikte
15%
Diverse

Quelle: Jahresbericht 2017 der Meldestelle für Geldwäscherei

Wie Banken im Kampf gegen Finanzdelikte erfolgreicher werden

Weil die Wertschöpfungsketten immer vernetzter und Verbrecher immer gewiefter werden, wird der potenzielle Schaden aus Finanzdelikten immer grösser. Doch die Banken investieren nicht genug in Fachleute und Systeme, um diese Bedrohung abzuwenden. Die Risikoprofilierung und Compliance-Kultur müssen dringend verbessert werden und es muss künstliche Intelligenz eingesetzt werden.

Philipp Rickert

Partner, Leiter Financial Services

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Vier Leitprinzipien für Schweizer Banken, um Finanzdelikte wirksamer zu bekämpfen

1. Schweizer Banken müssen sich der Herausforderung stellen, Finanzdelikte aufzudecken und zu verhindern

Genauer gesagt, müssen bankenspezifische Risikobeurteilungen für die Banken in der Schweiz zur Priorität werden. Um die Qualität von Warnmeldungen zu verbessern, braucht es zudem qualitative Verbesserungen in Bereichen wie Kundendatenbanken und Transaktionsüberwachungssystemen sowie den Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Die Frage ist, ob wir durch stärker automatisierte und effizientere Instrumente mehr Geldwäscherei-Fälle aufdecken. Meiner Meinung nach kann dies nur mit Instrumenten gelingen, die selbst lernen, ohne spezifisch programmiert werden zu müssen.
Martin Peter, Leiter Compliance & Operational Risk Control und Mitglied der Geschäftsleitung, UBS Switzerland AG

Die Lösung im Kampf gegen Finanzdelikte besteht nicht darin, die Compliance-Funktion auszuweiten. Sie besteht darin, die Mitarbeitenden zu schulen und zu befähigen, in mehr Bereichen Risiken zu erkennen. Martin Peter spricht über die Herausforderungen, mit denen eine Grossbank bei der Kriminalitätsbekämpfung konfrontiert ist.

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Was waren die grössten Herausforderungen, mit denen Ihre Bank in den letzten zwei Jahren konfrontiert war?

Prozentangaben und Aussagen beziehen sich auf die KPMG Financial Crime in Banking Studie 2018

2. Der Faktor Mensch: Lücken mit Fachwissen füllen

Durch grössere Investitionen in Unterstützung durch Spezialisten zur Verbesserung der Datenqualität und Datenanalyse könnte die Entdeckung und Aufspürung von Finanzdelikten bedeutend verbessert werden.

Die Rolle des Compliance-Verantwortlichen muss sich weiterentwickeln. Er darf nicht länger nur der Experte für Regulierung, Kontrolle und Risiken sein, sondern muss auch die IT-Systeme beherrschen. Einige Banken nehmen jetzt IT-Spezialisten in ihre Compliance-Teams auf.
Aurélien Dubus, Leiter Compliance, BNP Paribas (Suisse) SA

Nur 18% der befragten Banken haben ein Spezialteam, das Finanzdelikte untersucht. 2% bauen derzeit ein solches Team auf. Bei den verbleibenden 80% ist das Team für die Bewältigung von Finanzdelikten das...

Prozentangaben und Aussagen beziehen sich auf die KPMG Financial Crime in Banking Studie 2018

Die BNP Paribas (Suisse) SA ist eine führende europäische Bank für Unternehmen, Institutionen und Privatkunden in der Schweiz. Aurélien Dubus spricht über den Umgang mit Compliance-Risiken und darüber, wie Fachkompetenz zur Bewältigung unerwarteter Ereignisse aufgebaut werden kann.

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3. Wichtige Komponenten für eine solide Compliance sind eine starke Kultur, der «Tone at the Top» sowie ein wirksames Sanktionierungssystem

Eine gute Compliance-Kultur und ein angemessener Führungsstil sind wichtig, allein aber nicht ausreichend, um Finanzdelikten vorzubeugen. Sanktionen gegenüber Mitarbeitenden durchzusetzen, die die Compliance-Vorschriften nicht einhalten, ist ebenso wesentlich.

Der Verwaltungsrat muss sich wirklich mit der Compliance auseinandersetzen und Fragen stellen, damit von der obersten Ebene aktive Formulierungen kommen. Er darf nicht nur pro forma Berichte entgegennehmen.
Gemma Aiolfi, Leiterin Compliance, Corporate Governance & Collective Action, Basel Institute on Governance

Welche Haltung innerhalb eines Unternehmens braucht es für eine griffige Compliance?

Prozentangaben und Aussagen beziehen sich auf die KPMG Financial Crime in Banking Studie 2018

Gemma Aiolfi erklärt, mit welchen Herausforderungen es Banken bei der Bekämpfung von Finanzdelikten zu tun haben. Dazu gehört auch die Verpflichtung des oberen Managements, mit gutem Beispiel voranzugehen.

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4. Qualitätsbasierte Meldungen an die MROS

Es liegt in der Verantwortung der Banken sicherzustellen, dass Meldungen an die Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) angemessen und notwendig sind und dass aus den richtigen Beweggründen Meldung erstattet wird.

Wir können unseren guten Ruf nur bewahren, wenn wir zusammenarbeiten, und zwar mit anderen Finanzinstituten sowie den Regulierungs- und Strafverfolgungs­behörden. Wenn wir nicht lückenlos und transparent zusammenarbeiten, werden wir unser Ziel nie erreichen.
Bernhard Hecht, Staatsanwalt und Stv. Leiter der Abteilung Rechtshilfe und Geldwäschereiverfahren der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich

43 der befragten Banken mussten in den letzten drei Jahren eine Behörde über einen Verdacht auf ein Finanzdelikt informieren. 7 Banken erstatteten keinerlei Verdachtsmeldungen auf Finanzdelikte an Behörden.

Prozentangaben und Aussagen beziehen sich auf die KPMG Financial Crime in Banking Studie 2018

Möglichkeiten, die die Staatsanwaltschaft im Umgang mit Daten hat, sollen angepasst werden, was grosse Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden hat. Gleichzeitig wird die MROS von einem enormen Anstieg an Verdachtsmeldungen seitens Schweizer Finanzinstitute überflutet. Dies und weitere Themen diskutieren Bernhard Hecht, Daniel Tewlin und Arnaud Beuret.

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Schweizer Finanzintermediäre müssen handeln. Philipp Rickert zeigt die wichtigsten Erkenntnisse.

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