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Alternative Performance Measures (APMs) haben sich in der Kommunikation der 30 grössten Schweizer Unternehmen etabliert. Im Mai 2017 veröffentlichte die Schweizer Regulierungsbehörde SIX Swiss Exchange den Entwurf einer Richtlinie zu APMs, um deren transparente Anwendung zu fördern. Im Hinblick auf die in der Schweiz zu erwartenden Regelungen der SIX analysiert diese Studie, inwieweit die Anforderungen der Richtlinie in der Finanzkommunikation 2016 und 2017 bereits umgesetzt wurden und wo Verbesserungsbedarf besteht.

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Alternative Performance Measures (APMs) haben sich in der Kommunikation der 30 grössten Schweizer Unternehmen etabliert. Zwei Drittel der Unternehmen des Swiss Leader Index (SLI) berichteten im Geschäftsjahr 2016 Non-GAAP-Ergebniszahlen. Diese sind in der Regel in den Finanzberichten oder in Pressemitteilungen prominent platziert.

Das durchschnittliche SLI-notierte Unternehmen meldete im Geschäftsjahr 2016 und 2017 zwei Non-GAAP-Kennzahlen. In 85% der untersuchten Fälle ist das gemeldete APM um durchschnittlich 67,5% höher als die zugehörige GAAP-Position. Daraus ergibt sich der Verdacht, dass die Performance des Unternehmens verschönert wird, insbesondere wenn die vorgenommenen Anpassungen zweifelhaften Charakter haben oder nicht transparent kommuniziert wurden. Es geht um Vertrauen.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Schweizer Regulierungsbehörde SIX Swiss Exchange (SIX) tätig geworden ist. Im Mai 2017 veröffentlichte sie den Entwurf einer Richtlinie über APMs, um deren transparente Anwendung zu fördern. Der Richtlinienvorschlag konzentriert sich in erster Linie auf die konsequente, nachvollziehbare und transparente Nutzung von APMs. Darüber hinaus wird Wert auf eine ausgewogene Darstellung von GAAP- und Non-GAAP-Zahlen sowie auf die Bereitstellung von Vergleichsinformationen gelegt.

Insgesamt zeigt diese Studie, dass die Mehrheit der berichtenden Unternehmen bestrebt ist, Transparenz über die vorgenommenen Anpassungen zu schaffen. Einige Unternehmen haben die noch in Vorbereitung befindliche Richtlinie sogar bereits vollständig oder teilweise umgesetzt. Sie können als wertvolle Benchmarks dienen. Dennoch müssen viele Unternehmen ihre aktuelle Berichterstattung überdenken, um die erforderliche Transparenz und Vergleichbarkeit zu schaffen. So gibt es noch Raum für Verbesserungen bei der Kommunikation und Einbettung von APMs sowie bei der Bereitstellung prägnanter Definitionen und Grundlagen für Berechnungen und Abstimmungen.

Hinter den Kulissen erscheinen die internen Richtlinien, Prozessdesigns und Governance-Strukturen unterschiedlich. Folglich wird die zunehmende Transparenz dazu führen, dass Unternehmen in vielen Fällen ihre Richtlinien und Prozesse in Bezug auf ihr APM-Reporting überarbeiten müssen. Eine oberflächliche Auffrischung der bisherigen Berichterstattung wird auf Dauer nicht ausreichen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Eine eingehende Überprüfung und Neukonzeption der einzelnen Unternehmensberichte wäre auch vor dem Hintergrund der anstehenden Änderungen durch IFRS und US GAAP (insbesondere hinsichtlich der Angaben und der Behandlung von Umsatzrealisierung, Leasingverträgen und Finanzinstrumenten) sinnvoll. Dies ist daher ein idealer Zeitpunkt, um die jährliche Berichterstattung von Grund auf zu überdenken.

 

Laden Sie die Studie herunter:

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