Buchführung und Rechnungslegung in Fremdwährung | KPMG | CH
Buchführung und Rechnungslegung in Fremdwährung

Buchführung und Rechnungslegung in Fremdwährung

Rechnungslegung in Fremdwährung

Buchführung und Rechnungslegung in Fremdwährung

28. September 2015

Im neuen Rechnungslegungsrecht wird erstmals erlaubt, Buchführung und Rechnungslegung in der für die Geschäftstätigkeit wesentlichen Währung vorzunehmen. Für die Beantwortung der verschiedenen Fragen, die sich bei der Umstellung der Buchführung und/oder Rechnungslegung auf eine Fremdwährung ergeben können, hat KPMG eine neue Broschüre mit illustrativen Anwendungsbeispielen publiziert.

Neu: Rechnungslegung in Fremdwährung zugelassen

Am 23. Dezember 2011 hat das Parlament einem neuen Rechnungslegungsrecht zugestimmt, das am 1. Januar 2013 in Kraft getreten ist. Die neuen Bestimmungen sind mit Bezug auf den Einzelabschluss erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre beginnend ab 1. Januar 2015.

Fortschrittlich zeigte sich der Gesetzgeber in der Frage der Währung für Buchführung und Rechnungslegung. Während die Buchführungswährung im bisherigen Recht nicht geregelt war, ist die in der Praxis bislang akzeptierte Buchführung in Fremdwährung neu explizit zugelassen. Bei der Rechnungslegung, die bisher zwingend in Schweizer Franken zu erfolgen hatte, erlaubt das neue Recht nun wahlweise auch die Rechnungslegung in der für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens wesentlichen Währung. Wird für die Jahresrechnung nicht die Landeswährung verwendet, sind die Werte jedoch zusätzlich in Schweizer Franken anzugeben.

Herausforderungen

Leider stehen gegenwärtig gesellschaftsrechtliche Aspekte einer einfachen Umsetzung dieser neuen Gestaltungsmöglichkeit (noch) im Wege. So beziehen sich die für das Aktienkapital relevanten Bestimmungen des Gesellschaftsrechts auf Schweizer Franken. Ebenso orientieren sich weitere Regelungen zum Eigenkapital am Grundkapital in Schweizer Franken (beispielsweise in Bezug auf die Reservenzuweisung und den Kapitalschutz). Folglich bleiben für die Beurteilung von gesellschaftsrechtlichen Fragen die Angaben in Landeswährung weiterhin relevant. Der Widerspruch zwischen neuem Rechnungslegungsrecht und bestehendem Aktienrecht ist in diesem Zusammenhang überbrückbar, aber nur zum Preis einer gewissen Komplexität.

Illustrative Anwendungsbeispiele

Die nun vorliegende Publikation von KPMG soll als praktisches Hilfsmittel für die Umstellung der Buchführung und/oder Rechnungslegung auf eine Fremdwährung dienen. Einleitend wird im ersten Teil auf die Kriterien zur Bestimmung der funktionalen Währung eingegangen. Im zweiten Teil werden schwergewichtig die Vorgehensschritte bei der Umstellung dargestellt und anhand von illustrativen Beispielen veranschaulicht. Im dritten Teil schliesslich werden die anerkannten Methoden für die Ermittlung der Angaben in Schweizer Franken behandelt, die bei einer Rechnungslegung in Fremdwährung im handelsrechtlichen Einzelabschluss zusätzlich notwendig sind.

Umstellungseffekte beeinflussen Erfolgsrechnung

Bei der erstmaligen Umstellung sind die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam zu erfassen, ungeachtet einer gegebenenfalls abweichenden steuerlichen Behandlung. Ein direkter Ausweis von Umrechnungsdifferenzen aus der Umstellung im Eigenkapital ist nicht zulässig. Anders als bei bisheriger Buchführung in Schweizer Franken besteht für die Erstumstellung bei gegenwärtiger Buchführung in Fremdwährung die Wahlmöglichkeit zwischen 2 Varianten. Je nach Wahl der Variante kann sich der zahlenmässige Einfluss im Umstellungsjahr signifikant verändern. Entsprechend empfiehlt sich eine vorgängige sorgfältige Analyse der Auswirkungen.

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