«Sport und Geschäftsalltag haben viel gemeinsam»

Interview mit Nicola Spirig

Olympiasiegerin Nicola Spirig gibt im Interview Motivationstipps für Bewegungsmuffel und spricht über die Parallelen zwischen Sport und Geschäftsalltag.

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Nicola Spirig

Nicola Spirig, Olympiasiegerin

Sie konnten schon so manchen Erfolg feiern. Was würden Sie als Ihren bisherigen Karrierehöhepunkt bezeichnen?

Ich denke, für die meisten Sportler sind die Olympischen Spiele das Grösste, was man erreichen kann. Auch im Triathlon. In London 2012 Olympiasiegerin zu werden und in Rio vier Jahre später unter sehr schwierigen Bedingungen mit der Silbermedaille noch einmal einen riesigen Erfolg zu feiern und eine zweite Olympiamedaille holen zu können, waren sicher meine Karrierehöhepunkte.

Welches sind Ihre nächsten Ziele?

Mein Mann und ich erwarten Ende Mai unser zweites Kind und freuen uns sehr darauf. 2017 ist darum sportlich gesehen eher ein Zwischenjahr, in dem wir uns als Familie neu organisieren müssen und ich erst im Herbst wieder Wettkämpfe machen werde. Ich nutze die Zeit, meinem Körper eine Pause zur Regeneration zu geben und freue mich, gegen Ende Jahr wieder ins Wettkampfgeschehen einzusteigen.

Mit welcher Motivation haben Sie die Schirmherrschaft der KPMG Bewegungsinitiative übernommen?

Wenn ein Unternehmen wie KPMG eine Bewegungsinitiative für ihre Mitarbeiter lanciert, finde ich dies grossartig. Ich selber habe unglaublich viel durch den Sport gelernt und bin überzeugt, dass der Sport den meisten Menschen hilft. Zum Beispiel, wie man sich ein Ziel setzt, es auch über längere Zeit verfolgt, sich bei Rückschlägen motiviert und Probleme löst. Vieles braucht man im Sport genauso wie im Geschäftsalltag oder daheim in der Familie. Vor allem aber gibt mir der Sport ein gutes Körpergefühl und Selbstvertrauen. Er hält mich gesund und hilft mir, den Stress des Alltags zu bewältigen. So kann die sportliche Betätigung, egal auf welchem Niveau, sehr viel bewirken. Zudem entstehen neue Bekanntschaften, und die Teamarbeit und neue Ideen innerhalb der Firma werden gefördert. Deshalb übernehme ich diese Schirmherrschaft sehr gerne und hoffe, damit noch zusätzlich motivieren zu können!

Vielbeschäftigte Berater betreiben Sport als Ausgleich – wie schalten Sie vom Profisport ab?

Ich berate! Nein im Ernst, am liebsten verbringe ich die Zeit mit meiner Familie. Mein kleiner Sohn und wohl bald auch unser zweites Kind bringen mich immer schnell auf andere Gedanken! Zum Profisport gehören aber auch Sponsoring-Einsätze, TV-Auftritte, Fotoshootings, Events etc. Diese Engagements sind spannend und bringen Abwechslung. Ausserdem organisieren mein Mann und ich unter dem Label Nicola Spirig Kids Cup eine eigene Kinder-Triathlon-Serie in der ganzen Schweiz, um etwas zurückzugeben und den Kindern zu zeigen, dass Sport Spass macht. Ich persönlich versuche zudem, mit der Nicola Spirig Stiftung ebenfalls Kinder zu unterstützen, ihr Leben mithilfe des Sports besser meistern zu können. Mit diesen vielen Aufgaben neben Training und Wettkampf ist definitiv für Ausgleich gesorgt. 2010 habe ich ausserdem mein Jus-Studium abgeschlossen, welches auch immer für Ausgleich sorgte.

Als Triathletin betreiben Sie gleich drei Sportarten auf höchstem Niveau. Wo fühlen Sie sich privat am wohlsten, auf dem Velo, in den Laufschuhen oder im Wasser?

Ich habe mich für Triathlon entschieden, weil ich die Abwechslung liebe und es sehr spannend finde, drei so verschiedene Disziplinen in einer Sportart zu haben. Ich fühle mich also in allen dreien wohl. Meine Stärken liegen aber beim Laufen und Radfahren, und ich denke, nach Abschluss meiner Karriere werde ich vor allem Laufen. Das ist überall möglich, man kann von zu Hause gleich loslaufen und hat schon bald ein gutes Training absolviert.

Welche drei Motivationstipps geben Sie Bewegungsmuffeln mit auf den Weg?

  1. Verabredet euch wenn möglich mit Kollegen zum Sport. In der Gruppe macht es mehr Spass und mit einer fixen Zeit und dem Wissen, dass auch andere kommen, ist es viel einfacher, sich fürs Training zu überwinden!
  2. Sucht euch diejenige Sportart, die euch am meisten Spass macht. Es ist nicht so wichtig, wie ihr euch bewegt, sondern, dass ihr euch bewegt! Tragt euch fixe Tage und Zeiten, die ihr wirklich regelmässig einhalten könnt, fürs Training im Terminplan ein.
  3. Gestaltet das Training abwechslungsreich! Bei einem Lauftraining kann man beispielsweise durch Tempowechsel für ein effizientes und kurzweiliges Training sorgen: Für Anfänger heisst das, eine Minute laufen, eine Minute spazieren. Fortgeschrittene können eine Pyramide absolvieren: 15 Sekunden schnell laufen, gefolgt von 15 lockeren Sekunden. Dann das Ganze wiederholen mit 30, 60 beziehungsweise 90 Sekunden und anschliessend wieder zurück auf das 15-Sekunden-Intervall.

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