Clarity on
Swiss Taxes

Auch in turbulenten Zeiten den Kurs halten

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Die Schweiz bleibt attraktiv

Das Scheitern der Unternehmenssteuerreform III ist zwar ein Rückschlag, aber kein unüberwindbarer. Einige Kantone haben bereits Sofortmassnahmen eingeführt, um ihre steuerliche Attraktivität zu gewährleisten. Auf nationaler Ebene kann und will der Bundesrat die Unternehmen und Investoren nicht in der jetzigen Unsicherheit lassen. Ein neues Massnahmenpaket mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz aufrechtzuerhalten, ohne dass die Stabilität verloren geht, lässt daher sicher nicht lange auf sich warten.

 

Peter Uebelhart

Partner, Head of Tax, Mitglied der Geschäftsleitung, KPMG Schweiz

Peter Uebelhart studierte Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen und ist diplomierter Steuerexperte. Seit Januar 2001 ist er bei KPMG und seit 2002 Partner. 2001 wurde er Head of M&A Tax Schweiz und 2006 Head of Corporate Tax. Seit 2012 ist Peter Uebelhart Head of Tax und Mitglied der Geschäftsleitung. Bevor er zu KPMG stiess, war er sechs Jahre lang in der Steuerberatung einer grossen internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig.


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Kontinuierliche Senkung der Gewinnsteuersätze

Die Schweiz bleibt im globalen Steuerwettbewerb attraktiv, vor allem in Europa. Einige Zentral- und Ostschweizer Kantone haben sich als Standorte mit niedrigeren Steuern behauptet. Dem weltweiten Trend folgend sind die schweizerischen Gewinnsteuersätze während der letzten zehn Jahre im Durchschnitt gesunken. Es bleibt abzuwarten, ob die Kantone die im Hinblick auf die USR III bekanntgegebenen Steuersatzsenkungen tatsächlich implementieren werden.

 

19.44% 20.76% 18.70% 18.96% 18.06% 18.31% 17.90% 18.01% 17.80% 17.89% 2007 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 -2.99% 17.77%
-2.99% 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 19.44% 20.76% 18.70% 18.96% 18.06% 18.31% 17.90% 18.01% 17.80% 17.89% 17.77%

Hinweis: Max. eff. Vorsteuersatz Bund/Kanton/Gemeinde für den jeweiligen Hauptort. Gewinnsteuerangaben für GE, JU, NE, SG, TG, ZH von 2016. Quelle: KPMG Schweiz

Im Durchschnitt wurden die Gewinnsteuern weiterhin leicht gesenkt. Bei den Hochsteuerkantonen ist in den kommenden Jahren eine weitere Reduktion zu erwarten. Kantone mit niedrigeren Steuersätzen werden voraussichtlich keine weiteren Senkungen vornehmen, da 12% die unterste Grenze für die weitere Finanzierung der staatlichen Aktivitäten zu sein scheint.

Hinweis: Max. eff. Vorsteuersatz Bund/Kanton/Gemeinde für den jeweiligen Hauptort. Gewinnsteuerangaben für GE, JU, NE, SG, TG, ZH von 2016. Quelle: KPMG Schweiz

Gewinnsteuersätze in den Kantonen im Jahr 2017
Die untenstehende Infografik zeigt die aktuellen Gewinnsteuersätze in den Kantonen in Form einer geografischen Karte und als Auflistung. Die Mehrheit der Kantone hatte eine Senkung der Unternehmenssteuern im Rahmen der Umsetzung der USR III vorgesehen. Nach dem Nein zur USR III bleibt jedoch abzuwarten, ob die Kantone diese angekündigten Steuersätze tatsächlich implementieren werden. Mit einem Klick auf den Kippschalter wird ersichtlich, wie die Steuerlandschaft aussehen würde, wenn die Kantone an ihren angekündigten Senkungen festhielten.

 

 

20.7 Jura 19.9 Fribourg 21.7 Valais 21.6 Bern 21.5 Solothurn 22.1 Vaud 20.7 Baselland 18.6 Aargau 21.2 Zürich 22.2 Basel-Stadt 16.0 Schaffhausen 16.4 Thurgau 13.0 Appenzell A. 14.2 Appenzell I. 12.4 Luzern 12.7 Obwalden 12.7 Nidwalden 14.9 Uri 16.1 Graubünden 17.4 St. Gallen 15.7 Glarus 15.3 Schwyz 14.6 Zug 15.6 Neuchâtel 20.7 Ticino 24.2 Genève 22-23% 19-22% 17-19% 15-17% 12-15% Angaben in % 20.7 Jura 13.7 Fribourg 21.7 Valais 16.4 Bern 12.9 Solothurn 13.8 Vaud 14.0 Baselland 18.6 Aargau 18.2 Zürich 13.0 Basel-Stadt 12.5 Schaffhausen 13.4 Thurgau 13.0 Appenzell A. 14.2 Appenzell I. 12.3 Luzern 12.7 Obwalden 12.7 Nidwalden 14.9 Uri 16.1 Graubünden 15.0 St. Gallen 15.7 Glarus 15.3 Schwyz 12.0 Zug 15.6 Neuchâtel 16.2 Ticino 13.5 Genève 22-23% 19-22% 17-19% 15-17% 12-15% Keine Ankündigung Angaben in %
Ø17.8 12.4 12.7 12.7 13.0 14.2 14.9 15.3 15.6 16.0 16.4 17.4 18.6 19.9 20.7 20.7 20.7 21.2 21.5 21.6 21.7 22.1 22.2 24.2 14.6 15.7 16.1 Luzern Nidwalden Obwalden Appenzell A. Appenzell I. Zug Uri Schwyz Neuchâtel Glarus Schaffhausen Thurgau St. Gallen Aargau Fribourg Jura Ticino Baselland Zürich Solothurn Bern Valais Vaud Basel-Stadt Genève Graubünden 22-23% 19-22% 17-19% 15-17% 12-15% Angaben in % Angekündigte Senkung 22-23% 19-22% 17-19% 15-17% 12-15% Angaben in % Ø17.8 Ø14.1 12.4 12.7 12.7 13.0 14.2 14.9 15.3 15.6 16.0 16.4 17.4 18.6 19.9 20.7 20.7 20.7 21.2 21.5 21.6 21.7 22.1 22.2 24.2 14.6 15.7 16.1 12.5 13.7 13.7 17.5 14.0 18.2 16.4 13.8 13.0 13.5 12.0 12.3 -0.1 n/a n/a n/a n/a -2.6 n/a n/a 0 n/a -3.5 n/a -3.9 n/a -6.2 n/a -3.2 -6.7 -2.9 n/a -5.2 n/a -8.3 -9.2 -10.7 n/a Luzern Nidwalden Obwalden Appenzell A. Appenzell I. Zug Uri Schwyz Neuchâtel Glarus Schaffhausen Graubünden Thurgau St. Gallen Aargau Fribourg Jura Ticino Baselland Zürich Solothurn Bern Valais Vaud Basel-Stadt Genève

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Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz im globalen Vergleich

Im globalen Vergleich bleibt die Schweiz ein starker Konkurrent. Irland, Grossbritannien, Dubai, Hongkong und Singapur gelten jedoch als besonders attraktive Steuerstandorte. Darüber hinaus kann Ungarn mit einem Steuersatz von 9% als potenziell attraktiver Wettbewerber betrachtet werden.

Japan Indien Bahamas Bermuda Cayman Islands Irland Hong Kong Singapur Schweiz ∅ UK Portugal Schweden Dänemark Kanada Österreich Südafrika Australien Brasilien Frankreich USA Dubai Ungarn 12.5 | | 30.86 34.61 40.00 34.00 30.00 28.00 26.50 22.00 21.00 20.00 19.00 17.80 17.77 17.00 16.50 19.00 –10.00 9.00 22.00 25.00 33.33 0.00 0.00 0.00 0.00 –0.03 –1.00 2017 Senkung im Vergleich 2016 Angaben in %

Maximale Gewinnsteuersätze in CH: max. eff. Vorsteuersatz Bund/Kanton/Gemeinde für den Kantonshauptort. Gewinnsteuersatz für Russland von 2016. Quellen: KPMG Schweiz, KPMG International: https://home.kpmg.com/xx/en/home/services/tax/tax-tools-and-resources/tax-rates-online/corporate-tax-rates-table.html

Einkommenssteuersätze in den Kantonen – Trend 2007 bis 2017

Die Zentralschweizer Kantone führen bereits seit über zehn Jahren die Steuerrangliste an. Ausser Uri haben die Kantone nur geringe Senkungen der Einkommenssteuersätze vorgenommen. Obwalden, Schaffhausen und Schwyz weisen als einzige Steuersatzerhöhungen auf. Bei den Hochsteuerkantonen variieren die Tarife in den letzten zehn Jahren nur gering bis gar nicht.

2007 2017 Angaben in % 28.21 Schwyz 25.19 42.17 Baselland 42.55 44.75 Genève 44.76 41.50 Vaud 41.50 40.72 Ticino 41.02 41.27 Bern 41.28 40.46 Jura 43.54 39.76 Zürich 40.16 37.43 Basel-Stadt 38.91 36.50 Valais 37.00 39.33 Neuchâtel 39.34 34.18 Solothurn 36.47 36.02 Fribourg 36.33 34.05 Aargau 36.84 33.52 St. Gallen 36.16 32.48 Thurgau 35.63 32.29 Schaffhausen 25.20 32.18 Graubünden 32.95 31.74 Luzern 32.55 30.48 Appenzell A. 31.26 31.56 Glarus 34.49 25.55 Nidwalden 26.74 25.35 Uri 33.00 25.02 Appenzell I. 26.14 24.30 Obwalden 24.01 22.86 Zug 23.10

Hinweis: Max. Einkommenssteuersätze ledig, keine Kinder, keine Konfession für den jeweiligen Hauptort. Einkommenssteuersätze für AI, SG von 2016. Quelle: KPMG Schweiz

 

33.99% 34.85% 34.25% 34.61% 33.84% 34.05% 33.77% 33.76% 33.98% 33.86% 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 - 0.86% 2016 33.99% 2017
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 -0.86% 34.61% 34.85% 34.05% 34.25% 33.76% 33.84% 33.86% 33.77% 33.99% 33.98% 33.99%

Hinweis: Max. Einkommenssteuersätze ledig, keine Kinder, keine Konfession für den jeweiligen Hauptort. Einkommenssteuersätze für AI, SG von 2016. Quelle: KPMG Schweiz

Trend 2007 bis 2017
Nach einem moderaten Abwärtstrend scheinen die durchschnittlichen Spitzensteuersätze in den letzten Jahren zu stagnieren.

Hinweis: Max. Einkommenssteuersätze ledig, keine Kinder, keine Konfession für den jeweiligen Hauptort. Einkommenssteuersätze für AI, SG von 2016. Quelle: KPMG Schweiz

Wie geht es weiter?

Die Steuerlandschaft befindet sich im Umbruch. Tatsache ist, dass die Forderungen nach mehr Transparenz und Compliance nicht abnehmen werden. Der AIA, BEPS und CbCR werden nicht verschwinden. Entscheidend für die Schweiz ist die schnelle Erarbeitung eines neuen Reformpakets. Wir sind jedoch klar davon überzeugt, dass die Schweiz ihre Attraktivität für Unternehmen weiterhin beibehalten und Rechtssicherheit gewährleisten wird.

 

Stefan Kuhn

Partner, Leiter Unternehmenssteuern, KPMG Schweiz

Nach mehrjähriger Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Steuerrecht an der Universität St. Gallen begann Stefan Kuhn anfangs 2000 für eine der grossen internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zu arbeiten. 2006 stiess er zu KPMG und wurde 2008 Partner. Stefan berät Unternehmen umfassend in nationalen und internationalen Steuerangelegenheiten.


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Interview mit Prof. Dr. Reiner Eichenberger

Leiter des Seminars für Finanzwissenschaft, Universität Freiburg


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