Schweizer CEO zeigen sich zuversichtlich

Schweizer CEO zeigen sich zuversichtlich

Schweizer CEO blicken optimistisch in die Zukunft: Sie erwarten in den nächsten drei Jahren ein substanzielles Unternehmenswachstum und sind zuversichtlich, die strategischen Herausforderungen erfolgreich meistern zu können. Eine klare Mehrheit plant sogar, ihren Personalbestand mittelfristig aufzustocken und befürchtet keinen wesentlichen Fachkräftemangel. Dies zeigt die aktuelle CEO-Befragung von KPMG.

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Schweizer CEO zeigen sich zuversichtlich, dass sie die strategischen Herausforderungen an ihre Unternehmen erfolgreich meistern werden. Für die kommenden drei Jahre erwartet die Mehrheit ein substanzielles Unternehmenswachstum und auch ein spürbares Wachstum des Personalbestandes.

Dies zeigt eine weltweite, branchenübergreifende Befragung von über 1‘300 CEO, die KPMG in 25 Ländern durchgeführt hat. Dabei wurden auch 50 Schweizer Unternehmensführer zu ihren mittelfristigen Wachstumsperspektiven und Transaktionsabsichten, zur Innovationsförderung, zum Umgang mit Digitalisierung und Risiken sowie zum Personalmanagement befragt. Die Umfrage wurde vor Grossbritanniens Brexit-Referendum durchgeführt. Die Erkenntnisse haben in den Augen von KPMG aber weiterhin Gültigkeit.
 

Optimistische Wachstumsaussichten und Afrika im Fokus

Für die nächsten drei Jahre schätzen Schweizer CEO das eigene Unternehmenswachstum, das weltweite Wirtschaftswachstum wie auch dasjenige im eigenen Land optimistischer ein als die CEO im Ausland. Die Firmen hierzulande planen auch, ihren Personalbestand stärker auszubauen als Unternehmen im Ausland. Wichtigste Wachstumstreiber sind neue Technologien und infolgedessen neue Wettbewerber (Prinzip «Uber»), die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften sowie geopolitische Einflüsse.

In der Schweiz wird branchenübergreifend kein wesentlicher Fachkräftemangel befürchtet. Wo Kompetenzen bzw. Fachkräfte fehlen, werden diese bei Konkurrenten abgeworben (26%), von aussen zugekauft (26%) oder mittels interner Weiterbildungen generiert (24%). Schweizer Unternehmensführer befürchten keine negativen Folgen der Automatisierung für die Personalbestände in wichtigen Unternehmensfunktionen wie beispielsweise Finanzen, Marketing und Verkauf, Forschung und Entwicklung oder Produktion.

Weltweit sehen die CEO das grösste Wachstumspotenzial in neuen Märkte in Indien (28%), China (26%) und den USA (24%). Hervorzuheben ist, dass Schweizer CEO das mittelfristige Wachstumspotenzial für Afrika deutlich höher einschätzen als die CEO im Ausland. Demgegenüber äussern sich Schweizer im weltweiten Vergleich kritischer gegenüber den mittelfristigen Wachstumsaussichten in Mittel-Osteuropa, Japan sowie den USA.

Sieht man hierzulande Drittparteien (32%), Technologien (32%) und Lieferketten (28%) als grösste Risiken für die Unternehmen, sind es für ausländische Unternehmen Cyber-Risiken (30%), Regulierung (28%) und Technologie (26%). Auch sieht man sich hierzulande besser gegen Cyber-Risiken gerüstet als im Ausland: Fast die Hälfte der CEO in der Schweiz (42%) sieht das eigene Unternehmen umfassend vor möglichen Cyber-Attacken geschützt, im Ausland sind es nur rund ein Viertel der Unternehmen, die gegen Angriffe aus dem Internet gewappnet wären (26%).
 

Unterschiedliche Unternehmensansätze bei Innovationsförderung

In der Art und Weise, wie Innovation im Unternehmen gefördert wird, unterscheidet sich die Schweiz stark vom Ausland: So sind Innovationen in der Schweiz integrierter Teil der Unternehmensstrategie und werden vorzugsweise in Kooperation mit Start-ups und Hochschulen angestrebt. Demgegenüber sind Innovationen für ausländische CEO Folge einer Firmenkultur mit formellen Unternehmensprozessen, höherer Risikobereitschaft, Kooperationen mit Drittparteien und Inputs aus dem obersten Management.

Die Top 5-Prioritäten für Schweizer CEO

1. Schneller am Markt sein (22%)

2. Die Berichterstattung gegenüber Investoren verbessern (22%)

3. Stärkerer Kundenfokus / Bessere Kundenantizipation (20%)

4. Einführung disruptiver Technologien (z.B. «Uber») (18%)

5. Diversifikation und Inklusion der Belegschaft (18%)
 

Die 5 grössten Sorgen der Schweizer CEO

1. Weltwirtschaftliche Einflüsse (100%)

2. Wachstumshemmung infolge Überregulierung (96%)

3. Beschleunigter Technologischer Wandel und Digitalisierung (94%)

4. Marktrelevanz eigener Dienstleistungen und Produkte (94%)

5. Konkurrenzdruck (94%)
 

KPMG CEO Outlook (Methodik)

KPMG hat in 25 Ländern (Äthiopien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Kenia, Malaysia, Philippinen, Ruanda, Schweiz, Singapur, Spanien, Taiwan, Tansania, Thailand, Uganda, USA und Vietnam) mehr als 1’300 CEO (davon 50 aus der Schweiz) aus verschiedenen Branchen (Automobil, Banken, Versicherungen, Investment Management, Bauwesen, Life Sciences, Industrie, Technologie, Telekommunikation, Detailhandel, Konsumgüter, Energie und Rohstoffe) zu den wichtigsten strategischen Unternehmensthemen befragt (Wachstum und Investitionen, Strategie, M&A, Transformation, Data & Analytics, Risiken sowie Firmenkultur und Personal). Die befragten Unternehmen erwirtschaften einen Mindestjahresumsatz in Höhe von 500 Millionen US-Dollar.

Swiss CEO Outlook 2016

Swiss CEO Outlook 2016

Wachstumserwartungen, strategische Prioritäten und vordringliche Anliegen aus der Sicht von Schweizer CEO.

Infografik

Infografik

Schweizer Resultate aus der weltweiten CEO-Befragung von KPMG.

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