Immobilien immer wichtiger für Schweizer Pensionskassen

Pensionskassen-Benchmark 2016

Für die Pensionskassen war 2015 ein schwieriges Jahr. Die Einführung der Negativzinsen und die insgesamt schwache Aktienperformance haben in den Bilanzen ihre Spuren hinterlassen. Auch deshalb haben sich Immobilien in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Anlageklassen entwickelt. Dies und mehr geht aus der aktuellen KPMG Pensionskassen-Benchmark-Studie hervor.

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Die Gesamtperformance der Pensionskassenanlagen lag im Jahr 2015 bei 0.95% und damit deutlich unter der zur Erfüllung der langfristigen Verpflichtungen erforderlichen Sollrendite. Viele Kassen sind daher gezwungen, von der Substanz zu zehren, um die erforderliche Mindestverzinsung zu gewährleisten. Mit dem Einbruch des Aktienmarktes anfangs 2016 und den negativen Auswirkungen des Brexit auf die Kapitalmärkte hat auch das erste Halbjahr 2016 unzureichend begonnen. Die Renditen der Bundesobligationen sind weiter unter Druck geraten und liegen auf einem historischen Tiefstand.

Vor diesem Hintergrund sind Immobilien in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten Anlageklassen für die Vorsorgeeinrichtungen geworden und beeinflussen die Gesamtperformance der Kassen substanziell. Insbesondere direkte Immobilienanlagen haben im turbulenten Kapitalmarktumfeld massgebend zur positiven Gesamtrendite von Pensionskassen beigetragen. Bei einer Allokation von 20% ergibt sich ein Performancebeitrag von 1.3%. Damit haben Immobilien im Anlagemix von Pensionskassen eine neue wichtige Funktion übernommen und werden als eigene Anlageklasse zur Erzielung von Überrenditen alternativ zu Obligationen genutzt. Der Ausbau des direkten Immobilienportfolios erweist sich derzeit allerdings als schwierig, da es an passenden Anlagemöglichkeiten mangelt. Es wird daher versucht, Potenziale im vorhandenen Immobilienbestand mittels Verdichtungen und Erweiterungsbauten zu realisieren.

Luft nach oben bei Auslandsimmobilien

Auch indirekte Immobilienanlagen verzeichneten im vergangenen Jahr insgesamt eine gute Performance. Die kotierten Immobilienanlangen wiesen eine durchschnittliche Performance von fast 6% (Vorjahr 15%) aus. Trotz des im Vergleich zum Vorjahr schwächeren Ergebnisses war auf dem Kapitalmarkt eine sehr hohe Aktivität festzustellen. Anlagestiftungen bieten eine weitere Alternative zu direkt gehaltenen Immobilienanlagen: Sie wiesen für das vergangene Jahr eine Gesamtrendite von 5.8% (Vorjahr: 5.1%) aus.

Angesichts der Angebotsknappheit und der hohen Preise auf dem heimischen, direkten Anlagemarkt hat sich das Interesse vieler Kassen an Auslandsimmobilien verstärkt. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass sich die entsprechenden Engagements über die letzten zwei Jahre verdoppelt haben. Mit kumuliert 1.3% der gesamten Allokationsquote liegt der Anteil aber weiterhin weit unter den regulatorisch zulässigen 10%. Fast 80% der Auslandsinvestitionen werden dabei über indirekte Produkte wie Fonds getätigt. Direkte Immobilienanlagen im Ausland spielen dagegen nach wie vor eine stark untergeordnete Rolle.

Methodik

Für den jährlichen Pensionskassen-Benchmark hat KPMG Schweizer Pensionskassen und Vorsorgestiftungen unterschiedlicher Grösse befragt. Insgesamt beinhaltet die Datenanalyse Immobilienanlagen mit einem Marktwert von rund 20 Mrd. Schweizer Franken. Dies entspricht ca. 15% des gesamten Immobilienvermögens von Schweizer Pensionskassen bzw. 35% des direkt gehaltenen Immobilienvermögens und lässt repräsentative Schlüsse zu.

Real Estate - Pensionskassen Benchmark

Real Estate - Pensionskassen Benchmark

Die Studie stellt Vorsorgeeinrichtungen Benchmarks zur Analyse und Steuerung ihrer Immobilienportfolios zur Verfügung.

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