Medienmitteilung: Die grossen M&A-Treiber für 2017 | KPMG | CH

Innovation und Transformation als grosse Treiber für M&A

Medienmitteilung: Die grossen M&A-Treiber für 2017

Rekordhohe Private-Equity-Aktivitäten sowie ein zunehmender Innovations- und Transformationsdruck sorgten für ein aktives Schweizer M&A-Jahr 2017. Die Anzahl Transaktionen mit Schweizer Beteiligung stieg im Vergleich zum Vorjahr von 362 auf 395 (+ 9%), während das Transaktionsvolumen leicht zurückging – von USD 119.1 Mrd. im Jahr 2016 auf USD 101.5 Mrd. (-15%). Für 2018 wird branchenübergreifend eine verstärkte Überarbeitung der Geschäfts- und Betriebsmodelle erwartet, was zu weiteren M&A-Aktivitäten führen wird.

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Im vergangenen Jahr hielten die Schweizer Unternehmen über alle Branchen hinweg ihre M&A-Aktivitäten auf hohem Niveau: Die gesamte Anzahl Transaktionen mit Schweizer Beteiligung nahm im Vergleich zum Vorjahr um 9% von 362 auf 395 Deals zu. Das Transaktionsvolumen wiederum ging leicht zurück: Um 15% von USD 119.1 Mrd. im Jahr 2016 auf USD 101.5 Mrd.

Insbesondere in der Konsumgüter-, Technologie- & Medien- sowie Pharmaindustrie kam es zu bemerkenswerten Transaktionen. Unterstützt durch günstige Marktbedingungen und Finanzierungskonditionen, trugen die Rekordzuflüsse von Fonds zur höchsten Anzahl von Private-Equity-bezogenen M&A-Transaktionen in der Schweiz seit 2007 bei.

Top 10 Schweizer M&A-Transaktionen 2017

Zunehmende Branchenkonvergenz

Im vergangen Jahr stach besonders die Abspaltung der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Actelion hervor, welche die Übernahme von Actelion durch Johnson & Johnson ermöglichte. Dieser Deal mit einem Volumen von knapp USD 30 Mrd. stellt die grösste Transaktion des Jahres dar und reiht sich in die fünf grössten Schweizer M&A-Aktivitäten aller Zeiten ein.

Ebenfalls bemerkenswert sind eine Reihe von Übernahmen in der Nahrungsmittelindustrie, die zeigen, wie Wertschöpfungsketten ineinander fliessen bzw. integriert werden, wenn sich Nahrungsmittelindustrie, Detailhandel und Gesundheitssektor annähern. Besonders beispielhaft für diesen Trend stehen die M&A-Aktivitäten von Nestlé im vergangenen Jahr. So übernahm der Konzern 2017 das kalifornische Kaffeehaus-Startup Blue Bottle Coffee, den Hersteller pflanzlicher Nahrungsmittel Sweet Earth sowie den Vitaminproduzenten Atrium Innovations. Diese Deals verdeutlichen, wie veränderte Konsumentenwünsche zu interessanten M&A-Transaktionen führen.

Auch die Medienbranche befindet sich nach wie vor in einem dramatischen Wandel. Die radikalen Veränderungen der Konsumentenerwartungen zwingen die Unternehmen dazu, neu zu beurteilen, wie und wo sie tätig sind, was ihre Kernkompetenzen sind und wie die Digitalisierung dazu beitragen kann, ihre Angebote zu stärken. Diese Veränderungen führten dazu, dass die Mediengruppen NZZ und AZ im vergangenen Jahr ein Joint Venture gründeten, um ihr regionales Verlagsgeschäft zu stärken. Weiter kündigte Tamedia ein öffentliches Übernahmeangebot für die integrierte Vermarktungsgesellschaft Goldbach an.

KMU als Mitgestalter der Transformation

Branchenübergreifend kann für 2018 mit einer verstärkten Überarbeitung der Geschäfts- und Betriebsmodelle gerechnet werden, was zu weiteren strategischen Partnerschaften, Joint Ventures und Akquisitionen führen wird.

Diese Transformation beschränkt sich keinesfalls auf die grossen Unternehmen: «Multinationale Organisationen mögen mehr Schlagzeilen machen, aber die Schweiz verfügt über eine grosse Anzahl kleiner und mittlerer Unternehmen, die bei der Neugestaltung ihrer Industrien behilflich sind. Und viele von ihnen haben einen starken Appetit auf Wachstum und Entwicklung», fasst Patrik Kerler, Leiter M&A von KPMG Schweiz, die Situation zusammen und ergänzt: «Wir sind optimistisch, dass die Schweizer Firmen nicht nur an der Entwicklung ihrer Industrien teilhaben, sondern aktiv dazu beitragen, die Transformation voranzutreiben.»

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