Seit 2007 spürt die Schweiz zunehmenden internationalen Druck auf die privilegierte Besteuerung von Holdings, gemischten Gesellschaften und Sitzgesellschaften, insbesondere von Seiten der Europäischen Union und der OECD. Als Reaktion darauf hatten Bund und Kantone das Reformpaket „Bundesgesetz über steuerliche Massnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmensstandortes Schweiz" entworfen. Gegen diese Gesetzesrevision wurde jedoch das Referendum ergriffen, und am 12. Februar 2017 hat die Schweizer Stimmbevölkerung die von Bundesrat, Parlament und 25 Kantonsregierungen zur Annahme empfohlenen Gesetzesvorlage abgelehnt. . Bund und Kantone müssen somit nochmals über die Bücher. Dass es eine Reform braucht, ist sowohl bei den Befürwortern als auch bei den Gegnern des nun abgelehnten Gesetzes weitgehend unbestritten. Es ist daher davon auszugehen, dass rasch ein neuer Vorschlag unterbreitet und diskutiert werden wird.
 

Bestrebungen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmensstandorts Schweiz

Auch bei den Ersatzlösungen für die abgelehnte Unternehmenssteuerreform III wir das Ziel die Weiterentwicklung der steuerlichen Attraktivität des Unternehmensstandortes Schweiz, die Förderung der internationalen Akzeptanz gegenüber zentraler Merkmale der schweizerischen Unternehmenssteuerordnung und die Sicherstellung ausreichender steuerlicher Einnahmen zur Finanzierung staatlicher Tätigkeiten sein.

Schwerpunkt wird dabei gelegt auf die Sicherstellung von Rechts- und Investitionssicherheit und die generelle Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Steuersystems, während spezielle Steuerregimes abgeschafft werden sollen. Eine zukünftige Lösung dürfte wohl mehr auf die finanziellen Auswirkungen der Gesamtreform fokussieren. Es ist denkbar, dass einige Kantone bereits vorangehen und die ordentlichen Steuersätze senken, um rasch Rechtssicherheit zu schaffen.


Bleiben Sie auf dem neuesten Stand der aktuellen Entwicklungen rund um die USR III

KPMG Schweiz verfolgt die Reformbemühungen der Entscheidungsträger sowohl aus politischer als auch aus wirtschaftlicher Perspektive genau. Unsere Experten sind entsprechend in der Lage, Ihnen regelmässig zeitnahe und umfassende Einblicke in die aktuellen Diskussionen zu geben.
Falls Sie die Steuerplanung Ihres Unternehmens im Lichte der Ersatzlösungen für die abgelehnte Unternehmenssteuerreform III diskutieren oder prüfen möchten, freuen wir uns sehr über Ihre Kontaktaufnahme.

Ansprechpartner

Peter Uebelhart, Head of Tax, Member of the Executive Committee

Stefan Kuhn, Head of Corporate and M&A Tax, Region Zürich und Tessin

 

Ihre regionalen Ansprechpartner

Reiner Denner, Region Basel

Markus Vogel, Region Zentralschweiz

Hans Jürg Steiner, Region Bern-Mittelland

Peter Michael, Region Ostschweiz

Vincent Thalmann, Region Westschweiz

USR III ist gescheitert

USR III ist gescheitert

Das Schweizer Stimmvolk hat die Unternehmenssteuerreform III abgelehnt. Sehen Sie was Peter Uebelhart und Martin Naville dazu sagen.

Vergleich der Kantone

Anteil privilegiert besteuerter Gesellschaften.

 
Infografik