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Immobilienfinanzierung weiterhin im Fokus der Banken

Immobilienfinanzierung weiterhin im Fokus der Banken

40 Prozent der österreichischen Banken verstärken ihren Fokus auf Immobilienfinanzierung.

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KPMG Studie: Property Lending Barometer 2018
  • Das Transaktionsvolumen betrug in Österreich im ersten Halbjahr 2018 rund EUR 1,47 Mrd.
  • Die beliebtesten Anlageklassen in Österreich sind Wohnen, gefolgt von Büro.
Zu diesen Ergebnissen kommt das KPMG Property Lending Barometer, das jährlich den europäischen Immobilienmarkt analysiert. Bereits zum neunten Mal wurden Banken zum Thema Immobilienfinanzierung befragt. Für die aktuelle Ausgabe wurden Daten in 14 europäischen Ländern erhoben – darunter auch Österreich.
 
Teil der Strategie
 
60 Prozent der Banken, die in Österreich befragt wurden, messen der Immobilienfinanzierung eine relativ hohe strategische Bedeutung bei. Ein Fünftel halten sie sogar für äußerst wichtig. Im Vergleich zum Vorjahr haben 40 Prozent der heimischen Banken ihren Fokus auf Immobilienfinanzierung erhöht. Die absolute Mehrheit gab an, vor allem für jene Projekte offen zu sein, die zu Einnahmen führen, aber auch für die Finanzierung von Neuentwicklungen.
 
Rückgang im ersten Halbjahr
 
Die diesjährigen Investitionen sind europaweit im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 um 19 Prozent gesunken und erreichten knapp EUR 110 Mrd. Das ist das niedrigste Niveau des ersten Halbjahres seit 2014. Zurückhaltung zeigt sich auch am österreichischen Markt: Das Transaktionsvolumen betrug im ersten Halbjahr 2018 rund EUR 1,47 Mrd. Das sind 27 Prozent weniger Investitionen als vor einem Jahr.
 
„Das Investitionsvolumen erreichte 2017 seinen Höhepunkt, während die Renditen bei einem Rekordtief lagen. Investoren, insbesondere aus Deutschland, erwarben begehrte Immobilien auf dem Wiener Büromarkt“, schildert Christoph Fida, Senior Manager bei KPMG in Österreich, die Situation. „In diesem Jahr ist die Nachfrage bislang weiterhin hoch – hochwertige Anlagemöglichkeiten sind jedoch knapp.“
 
Im Vergleich
 
Eine positive Entwicklung zeigt sich in Mittel- und Osteuropa: Der Anteil der vollständig gedeckten Immobilienkredite in den Portfolios der Banken ist deutlich gestiegen, in den meisten Ländern über 85 Prozent. Vor vier Jahren hatten nur zwei CEE-Länder einen Anteil von mehr als 85 Prozent.
 
Hinsichtlich der bevorzugten Anlageklassen gibt es nach wie vor wesentliche Unterschiede zwischen Mittel- und Osteuropa und den „westlichen“ Märkten. Wohnimmobilien werden in Österreich, den Niederlanden oder Irland bevorzugt. Währenddessen zeigt sich in den meisten CEE-Ländern eine Präferenz für Bürogebäude. Aber auch Investitionen im Bereich Industrie/Logistik erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, insbesondere in Tschechien, Rumänien und der Slowakei. Hotels sind die am wenigsten bevorzugte Anlageklasse. Zypern und Kroatien bilden hier eine Ausnahme, da ihre Wirtschaft stark vom Tourismus beeinflusst wird.
 
Konkurrenten bei der Finanzierung
 
Der Vergleich zwischen den CEE-Ländern und den anderen europäischen Märkten zeigt auch, welche potenziellen Kreditgeber von den Banken als Konkurrenten betrachtet werden. Für die in Mittel- und Osteuropa befragten Bankenvertreter sind nicht-lokale Geschäftsbanken die stärksten Wettbewerber. Österreichische Banken betrachten wiederum Versicherer und Pensionsfonds als ihre größten Mitbewerber. Jedoch auch ausländische Geschäftsbanken und Private Equity-Fonds gelten als Konkurrenz.
 
Ein Blick in die Zukunft zeigt: 60 Prozent der österreichischen Banken erwarten in den kommenden 12 bis 18 Monaten einen Anstieg des gesamten Kreditportfolios. „Das prognostizierte BIP-Wachstum für die untersuchten Länder geht von einem Anstieg von etwa 2 bis 3 Prozent aus. Der wirtschaftliche Ausblick stimmt optimistisch“, sagt Erich Thewanger. „Trotzdem müssen wir bedenken, dass viele wirtschaftspolitische Entwicklungen sowie ihre Auswirkungen auf die europäischen Märkte kaum vorhergesehen werden können.“

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Über „Property Lending Barometer“

Das KPMG „Property Lending Barometer“ verfolgt das Ziel, einen Überblick zu Immobilienkreditgeschäften europäischer Banken zu geben. Für die neunte Studie wurden zwischen Mai und Juli 2018 rund 70 Kreditinstitute in 14 europäischen Ländern befragt: Österreich, Bulgarien, Kroatien, Zypern, die Tschechische Republik, Ungarn, Irland, die Niederlande, Polen, Rumänien, Serbien, die Slowakei, Slowenien und Schweden. Das Barometer bietet außerdem tiefgehende Einblicke in die Immobilienkreditvergabe in den einzelnen Umfrageländern und somit wichtige Informationen für all jene, die Geschäfte in diesen Ländern abschließen wollen.

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