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KPMG Automobil-Studie: Zahl der Händler sinkt, Westeuropa verliert an Bedeutung

KPMG Automobil-Studie

Über die Hälfte der Entscheidungsträger der Automobilbranche (56 Prozent) vermuten, dass die Zahl der Autohändler bis 2025 um 30 bis 50 Prozent sinken wird. Drei Viertel der Befragten (74 Prozent) gehen davon aus, dass der Anteil der in Westeuropa produzierten Autos von heute 15 Prozent bis zum Jahr 2030 auf unter 5 Prozent sinken wird.

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KPMG Global Automotive Executive Survey 2018
  • Bis 2025 wird sich die Anzahl der stationären Autohändler um die Hälfte reduzieren.
  • Der Anteil der in Westeuropa produzierten Autos wird bis zum Jahr 2030 auf unter 5 Prozent sinken.
  • Konsolidierung der Automobilbranche wird Fahrt aufnehmen, Anzahl der Fusionen steigt. 

Das sind Ergebnisse der „Global Automotive Executive Survey 2018“ von KPMG, für die weltweit fast 1.000 Entscheider der Automobil- und Technologiebranche sowie knapp 2.100 Konsumenten befragt wurden.

Konsolidierung der Automobilbranche

„Autohersteller werden an Fusionen und Kooperationen nicht vorbeikommen, wenn sie den Kampf mit den großen Technologiekonzernen um die Vorherrschaft im ‚Ökosystem Auto‘ nicht verlieren wollen“, fasst Klaus Mittermair, Head of Automotive bei KPMG in Österreich, den Grundtenor der internationalen Studie zusammen, die bereits zum 19. Mal weltweit durchgeführt wurde.

Denn: Die 50 größten Autohersteller kommen zusammen nur noch auf 20 Prozent der Marktkapitalisierung der 15 größten Technologieunternehmen. 2010 waren es noch 40 Prozent. „Vor allem für die Massenhersteller führt kein Weg an Fusionen vorbei, wenn sie den Kampf ums Überleben gegen die Technologiegiganten nicht verlieren wollen“, sagt KPMG Partner Klaus Mittermair.

Fast 80 Prozent der befragten Führungskräfte sind außerdem davon überzeugt, dass die Strategie für Händler in Richtung von großen Gebrauchtwagen-Stützpunkten und starken Servicestandorten gehen muss, um am Markt zu überleben.

Datensicherheit als Geschäftsmodell

Ebenfalls 80 Prozent der Entscheidungsträger der Branche sind der Meinung, dass die Verwertung der Fahrzeug- und Fahrerdaten künftig den Hauptbestandteil des Geschäftsmodells der Autobranche ausmachen wird. Entscheidend dabei ist das Thema Datensicherheit: 85 Prozent der Führungskräfte und drei von vier Kunden sind überzeugt, dass Daten- und Cybersicherheit künftig Voraussetzung für den Kauf eines Autos sein werden.

Keine reine E-Mobilität

Der Durchbruch der E-Mobilität ist in aller Munde, aber es wird künftig keineswegs nur reine Elektrofahrzeuge geben. „Die weltweite Autoproduktion wird noch vor Ende des Jahrzehnts die 100 Millionen-Marke knacken. In über 700 Fabriken werden heute rund 3.000 verschiedene Modelle produziert, von denen nur zwei Prozent reine Elektrofahrzeuge sind“, erklärt Klaus Mittermair.

In absehbarer Zeit werden weiterhin die unterschiedlichen Antriebe nebeneinander existieren. Beim Diesel spalten sich die Meinungen: Die Hälfte der Führungskräfte geht laut KPMG Studie davon aus, dass dieser auch zukünftig eine Option sein wird. Dem widersprechen allerdings zwei von drei Kunden, in Westeuropa sogar 70 Prozent.

Statussymbol „Auto“ verliert an Wichtigkeit

Car Sharing ist ein wachsender Markt und das Statussymbol „Auto“ verliert zunehmend an Bedeutung: 55 Prozent der Autofahrer wären bereit, auf ein eigenes Fahrzeug zu verzichten, wenn die Car Sharing-Möglichkeiten breitflächiger angeboten werden und die Nutzung noch weiter vereinfacht wird. 43 Prozent der Befragten meinen außerdem, dass die Hälfte der Autobesitzer schon 2025 kein eigenes Fahrzeug mehr haben wird.

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Über Global Automotive Executive Survey

An der diesjährigen 19. „Global Automotive Executive Survey 2018“ nahmen weltweit knapp 1.000 Führungskräfte der Automobilbranche teil. Befragt wurden Hersteller, Zulieferer, Händler, Dienstleister für Finanzen und Mobilität sowie IKT-Unternehmen mit Fokus auf Mobilität. Zusätzlich wurde die Meinung von rund 2.100 Kunden in der Studie berücksichtigt.

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