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KPMG Analyse: Digitalisierung verändert Führung in Unternehmen

Digitalisierung verändert Führung in Unternehmen

Unternehmen, die in Zeiten der Digitalen Transformation langfristig erfolgreich bleiben wollen, müssen ihre Art der Unternehmensführung grundlegend adaptieren.

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  • Digital Leadership beeinflusst den langfristigen Unternehmenserfolg maßgeblich.
  • Nur 17 Prozent der europäischen Unternehmen haben ein erfolgreiches Digital Leadership.
  • 71 Prozent der Unternehmen glauben, dass die strategische Bedeutung des CIOs wächst.

Unternehmen, die in Zeiten der Digitalen Transformation langfristig erfolgreich bleiben wollen, müssen ihre Art der Unternehmensführung grundlegend adaptieren. Diese Herausforderung wird unter dem Begriff „Digital Leadership“ zusammengefasst. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle KPMG Analyse, die sich auf die Ergebnisse und Zahlen der Studie „CIO Survey 2017: Navigating uncertainty“ bezieht. Die Studie von KPMG und Harvey Nash ist mit 4.500 Teilnehmern aus 86 Ländern die größte Umfrage unter IT-Führungskräften. In Europa nahmen mehr als 2.100 Unternehmen in 34 Ländern an der Studie teil.

Unternehmen im Wandel 

„Digitalisierung ist längst mehr als nur ein Technologiethema“, bringt es Klaus Schatz, IT Advisory Partner bei KPMG Österreich, auf den Punkt. „Sie wird auch die Führung von Unternehmen drastisch verändern. Denn: Die technologische Transformation verändert die Umwelt der Unternehmen – Wettbewerbssituation, Kundenverhalten, Arbeitsmarkt – und somit auch die Erwartungshaltung an die Führungsebene.“

Digitalisierung ist zugleich Ursache und Lösung dieser aktuellen Herausforderung für Unternehmen. „Führungskräfte müssen den digitalen Wandel proaktiv vorantreiben und so die Zukunftschancen der Unternehmen verbessern. Ein entscheidender Schritt dabei: Die IT muss Teil der Geschäftsstrategie werden um den CIOs und CDOs die Möglichkeit zu geben, Innovationen im gesamten Unternehmen voranzutreiben.“

Digitalisierung mit Strategie

Dafür braucht es eine klare Strategie. Die Studie „CIO Survey 2017“ zeigt auf, dass 41 Prozent der Unternehmen europaweit angeben, eine unternehmensweite digitale Strategie zu haben. In den letzten zwei Jahren stieg der Anteil um mehr als die Hälfte. Nur 17 Prozent der europäischen Unternehmen beschreiben ihre Bemühungen, digitale Technologien zur Verbesserung der Unternehmensstrategie zu nutzen, jedoch als „sehr effektiv“. Die Anzahl dieser Digital Leadership-Unternehmen liegt auch im Rest der Welt bei nur 19 Prozent.

Eine entscheidende Rolle bei der Etablierung einer digitalen Strategie nimmt neben dem CIO der CDO (Chief Digital Officer) ein, der auf oberster Führungsebene für die Steuerung der Digitalen Transformation eines Unternehmens verantwortlich ist. Weltweit gesehen setzt jedes vierte Unternehmen (25 Prozent) einen Chief Digital Officer ein, weitere sechs Prozent planen, das zu tun. Österreich liegt mit 21 Prozent noch unter dem weltweiten Durchschnitt der Unternehmen die einen CDO einsetzen.

Unternehmenskultur als Hindernis

Um eine Strategie der digitalen Transformation umzusetzen, sind finanzielle Mittel erforderlich. Das spiegelt sich auch in den Umfrageergebnissen wider: 45 Prozent der europäischen Unternehmen erwarten im nächsten Jahr einen Anstieg ihrer IT-Budgets, lediglich 19 Prozent erwarten einen Rückgang. In Österreich planen fast zwei Drittel (62 Prozent) der CIOs das IT Budget zu erhöhen. Weltweit liegt Österreich damit auf Platz drei.

Eine digitale Strategie kann nur dann umgesetzt werden, wenn Unternehmen die technologischen Potenziale auch rechtzeitig erkennen. Die Studie macht hier auf ein Dilemma aufmerksam. Bei der Digitalisierung ist die unternehmenseigene Kultur das größte Hindernis: Europäische CIOs geben an, dass „Widerstände gegenüber Veränderungen“ (42 Prozent) und „neue Technologien leicht zu implementieren“ (41 Prozent) die größten Herausforderungen sind. Weltweit investiert lediglich knapp ein Drittel der Unternehmen in Digital Labor, und auch beim Europadurchschnitt (25 Prozent) besteht Aufholbedarf. Für österreichische Unternehmen haben diese Investitionen weitaus mehr Priorität – 59 Prozent der CIOs geben an bereits in Digital Labor und Robotics Process Automation (RPA) zu investieren.

CIOs gewinnen an Bedeutung

Laut der Studie gewinnen IT-Entscheider immer mehr Einfluss: 71 Prozent der Befragten weltweit geben an, dass die strategische Bedeutung der CIO-Rolle wächst. 62 Prozent der IT-Verantwortlichen sind Teil der Geschäftsführung – eine Entwicklung, die sich seit rund zehn Jahren verstärkt.

Der Fokus der CIOs liegt dennoch stark beim Thema Technologien: 42 Prozent der europäischen CIOs geben an, dass „Innovationen in technischer Hinsicht vorantreiben“ ihre Rolle im Innovationsprozess am besten beschreibt. 20 Prozent sehen sich in der Support-Rolle und nicht in der Rolle des Innovations-Treibers. Nur jeder vierte CIO (25 Prozent) gibt an eine entscheidende Rolle beim Thema „unternehmensweite Innovationen“ zu spielen.

„Jener noch recht kleine Prozentsatz an Unternehmen, die bereits eine unternehmensweite digitale Strategie haben, sind die sogenannten „Digital Leaders““, erklärt Michael Schirmbrand, IT Advisory Partner bei KPMG Österreich. „Im Vergleich zu anderen Unternehmen liefern sie in einer Reihe von Schlüsselbereichen eine signifikant bessere Performance.“

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Zur Umfrage

Die Harvey Nash/KPMG CIO-Befragung 2017 ist die größte Umfrage unter IT-Führungskräften weltweit. Die Befragung von fast 4.500 CIOs und Technologie-Führungskräften wurde zwischen dem 19. Dezember 2016 und dem 3. April 2017 in 86 Ländern durchgeführt.

Über Harvey Nash

Harvey Nash unterstützte mehr als die Hälfte der weltweit führenden Unternehmen beim Anwerben, Ausfindig machen und Management der hochqualifizierten Arbeitskräfte, die diese benötigen, um in einer unter immer mehr Wettbewerb stehenden, globalen und auf Technologie basierenden Welt erfolgreich zu sein. Mit mehr als 7.000 Experten in über 40 Niederlassungen in Europa, Asien und den USA verfügt das Unternehmen über die Reichweite und die Ressourcen eines globalen Unternehmens und stärkt gleichzeitig eine Kultur der Innovation und der Agilität, die es weltweit ermöglicht, auf die sich stets ändernden Kundenbedürfnisse zu reagieren.

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