WU-Rektorin Hanappi-Egger beim KPMG Ladies‘ Talk

WU-Rektorin Hanappi-Egger beim KPMG Ladies‘ Talk

Über Herausforderungen für Frauen in der Führungsebene, Erfolgsrezepte und neue Arbeitswelten sprach Edeltraud Hanappi-Egger, Rektorin an der Wirtschaftsuniversität Wien, beim 15. Ladies‘ Talk von KPMG.

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WU-Rektorin Hanappi-Egger beim  KPMG Ladies‘ Talk

„Wenn Frauen in Männerdomänen versuchen so zu sein wie Männer, gelten sie als unweiblich. Wenn sie ihren eigenen Stil finden, gelten sie als unprofessionell. Diesen Spagat auszuhalten, das verlangt Frauen viel ab“, sagt Edeltraud Hanappi-Egger, die seit Oktober 2015 als erste Frau die Wirtschaftsuniversität Wien leitet. Sie gilt aufgrund ihres beruflichen Werdegangs selbst als bestes Beispiel dafür, wie man sich in traditionellen Männerdomänen erfolgreich bewährt.

Im Zuge ihrer jahrelangen Forschungstätigkeiten als Informatikerin stellte sie massive Geschlechterphänomene in Organisationen fest. Um sich noch näher damit zu befassen, übernahm sie die Professur „Gender & Diversity in Organizations" an der Wirtschaftsuniversität. An biologische Unterschiede zwischen Frauen und Männern glaubt Hanappi-Egger nicht: „Die Heterogenität innerhalb der jeweiligen Geschlechtergruppe ist größer als jene zwischen Frauen und Männern. Biologisierende Zuschreibungen halte ich für überholt.“ Es geht mehr um die sozialen Konstruktionen und Verständnisse von Geschlechterrollen.

Erfolgsrezept

Eine einfache Anleitung zum beruflichen Erfolg gibt es für die WU-Rektorin nicht: „Man muss selbst herausfinden, was einem liegt und was einen tatsächlich interessiert. An ein Patentrezept für Erfolg glaube ich nicht.“ Ihrer Meinung nach spiele Authentizität eine wichtige Rolle. „Ich kann mich nicht ständig verbiegen. Es würde mich zu viel Energie kosten, jemand anderer sein zu wollen.“ Für den Organisationserfolg brauche es in Führungspositionen Frauen und Männer, die auch die Unternehmenskultur aktiv positiv gestalten wollen.

Um die Innovationskraft zu stärken, sei Diversität im Management notwendig. Heterogene Gruppen benötigen zwar mehr Zeit, um sich zusammenzuraufen und einen gemeinsamen Weg zu finden, der entscheidende Vorteil sei jedoch, dass unterschiedliche Perspektiven eingebracht werden. „Dadurch steigt in der Regel auch die Qualität von Entscheidungen“, sagt Edeltraud Hanappi-Egger.

Arbeitswelten 4.0

Welche Qualifikationen und Fertigkeiten werden zukünftig im Berufsleben gebraucht? Wie werden sich die Arbeitswelten in sehr absehbarer Zeit verändern? Natürlich beschäftigt man sich an der WU Wien auch damit. Die Rektorin sieht für die nächsten Jahre einen noch stärkeren Paradigmenwechsel, da bereits jetzt in vielen Bereichen die Digitalisierung weit vorangeschritten ist. „Ich glaube, dass es zukünftig viel mehr Personen brauchen wird, die gut mit unstrukturierten und durch Unsicherheit gekennzeichneten Entscheidungssituationen umgehen können. Die Frage wird sein: Wie kann ich aus enormen Datenmengen noch tatsächlich Erkenntnisse gewinnen und auf Basis derer Entscheidungen treffen?“, so Hanappi-Egger. Im Zuge ihrer Lehrtätigkeiten bemerke sie, dass Fähigkeiten wie Konzentration und länger anhaltende Aufmerksamkeit bei der jüngeren Generation zunehmend zurückgehen. Wichtig sei es für die Zukunft, diese Fähigkeiten wieder zu fördern.

Gemeinsam mit den KPMG Partnerinnen Sabine Bernegger, Esther Freitag, Barbara Polster, Heidi Schachinger und Lieve Van Utterbeeck diskutierten rund 70 Business Ladies. KPMG Ladies‘ Talk – das Business Breakfast für Leading Ladies – versteht sich als Plattform für geladene weibliche Führungskräfte. In den stattfindenden Gesprächen werden aktuelle Themen diskutiert, die Abwechslung in den Arbeitsalltag bringen sowie zum Nachdenken und Nachahmen anregen.

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Presseaussendung

Pressefoto (v.l.n.r.): Sabine Bernegger, Heidi Schachinger, Esther Freitag, Lieve Van Utterbeeck, Edeltraud Hanappi-Egger und Barbara Polster

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