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KPMG Studie: Fintechs verbuchen Investitionshoch

KPMG Studie: Fintechs verbuchen Investitionshoch

Fintechs starten erfolgreich in das Jahr 2016: bereits im 1. Quartal wurden weltweit insgesamt USD 5,7 Mrd in private Fintech-Unternehmen investiert. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle KPMG Studie „The Pulse of Fintech“. Nach einem starken Finanzierungsrückgang Ende des letzten Jahres, scheint sich der Investitionstrend nun wieder zugunsten der Fintechs zu drehen.

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  • 2016 wurden bereits USD 5,7 Mrd weltweit investiert.
  • Fintech-Unternehmen bei europäischen Investoren gefragt.
  • DACH-Raum in der Fintech-Branche gut vertreten.

Fintechs starten erfolgreich in das Jahr 2016: bereits im 1. Quartal wurden weltweit insgesamt USD 5,7 Mrd in private Fintech-Unternehmen investiert. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle KPMG Studie „The Pulse of Fintech“. Nach einem starken Finanzierungsrückgang Ende des letzten Jahres, scheint sich der Investitionstrend nun wieder zugunsten der Fintechs zu drehen.

Fintechs: Innovation auf dem Vormarsch

Der Begriff „Fintech“ setzt sich aus den Anfangssilben von „Finanzdienstleistung“ und „Technologie“ zusammen. Damit sind jene Unternehmen gemeint, die durch technologische Lösungen die Finanzdienstleistungsbranche nachhaltig verändern. „Immer mehr junge Unternehmen erfinden innovative Technologien für den Zahlungsverkehr und machen damit den altbewährten Finanzdienstleistern Konkurrenz“, bringt es Michael Petritz, KPMG Tax Partner und Start-up-Experte, auf den Punkt.

Überweisungen oder Kreditkartenzahlungen haben heute nutzerfreundliche Oberflächen und funktionieren unkompliziert mittels App oder Website. Hinter diesen Entwicklungen stehen großteils Fintech-Unternehmen. Sie konzentrieren sich auf Bereiche wie Zahlungen, persönliches Finanzmanagement, Crowdfunding, Bitcoin-Technologien oder Big Data. Investoren beobachten die Entwicklung in diesem Sektor aufmerksam und sind bereit, viel Geld in die Hand zu nehmen.

„Der Trend zur Digitalisierung erfordert neue Wege. Fintech-Unternehmen greifen diese Nachfrage nach Innovationen zumeist vor den klassischen Finanzdienstleistern auf“, erklärt Petritz. 

Fintech-Geschäfte steigen auch in Europa 

Die KPMG Studie zeigt ein zunehmendes Interesse in Fintechs zu investieren: von den traditionellen Hochburgen wie China, USA und Großbritannien, bis hin zu aufstrebenden Fintech-Märkten wie Singapur, Australien und Irland.

In Europa erleben die durch Risikokapital gedeckten Fintech-Geschäfte ebenfalls ein Hoch. Die Anzahl der getätigten Geschäfte steigt von 37 (4. Quartal 2015) auf 47 (1. Quartal 2016). Eindeutiger Vorreiter ist Großbritannien: Das Interesse an WorldRemit und LendInvest lässt die Investitionen in Großbritannien so stark ansteigen, dass sie die Hälfte der gesamten Fintech-Finanzierung in Europa ausmachen.

Die wichtigsten Märkte für Fintech-Investitionen in Europa sind einerseits also Großbritannien, anderseits aber auch Deutschland und Irland. Eine der größten Investitionen im Fintech-Bereich in Europa im 1. Quartal 2016 fand in Deutschland statt und betraf die Berliner Kreditplattform Spotcap (USD 34,4 Mio). Groß investiert wurde auch in die deutsche Versicherungsplattform Friendsurance (USD 15,3 Mio) und in das Kredit-Start-up Kreditech (USD 10 Mio).

Österreich wird in der Studie nicht gesondert ausgewiesen. Doch auch hier sind Fintechs in aller Munde: Start-ups wie Number26, wikifolio, Conda oder Finnest sind international und national erfolgreich. „Die Szene hat sich in den letzten fünf Jahren enorm weiterentwickelt. Vor allem im Bereich Social Trading, Bankdienstleistungen und Crowdinvestments steht Österreich im europäischen Vergleich sehr gut da“, berichtet Victor Purtscher, KPMG Partner im Bereich Deal Advisory mit Schwerpunkt auf Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen. „Die Studie zeigt außerdem deutlich, dass derzeit viel Geld in den Sektor fließt und in Zukunft mit zunehmenden M&A-Aktivitäten zu rechnen ist."

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie

  • Im 1. Quartal 2016 gab es einen nennenswerten Anstieg der Finanzierung des Fintech-Sektors: weltweit wurden USD 5,7 Mrd in Fintech-Unternehmen investiert. International gesehen erhielten durch Risikokapital gedeckte Fintech-Unternehmen USD 4,9 Mrd. Im 4. Quartal 2015 waren es zuletzt nur USD 1,9 Mrd.
  • Durch Risikokapital gedeckte Geschäfte sind im Fintech-Bereich enorm angestiegen: Bereits im 1. Quartal 2016 stieg die Anzahl der Geschäfte auf 218 weltweit. Soviel konnten im 1. Quartal eines Jahres bisher noch nie verbucht werden. Zuletzt waren es 179 Geschäfte im 4. Quartal 2015.
  • Grund für den Finanzierungsschub in der Branche sind einige große Investitionen. Alleine die drei größten in der Studie als „Mega-Rounds“ klassifizierte Geschäfte (Geschäfte über USD 100 Mio) machen 54 Prozent der Fintech-Investitionen in Risikokapital im 1. Quartal 2016 aus. 
  • Unternehmen spielen als Investoren im FinTech-Bereich eine große Rolle. Die Geschäfte mit durch Risikokapital gedeckten Fintech-Unternehmen verzeichneten in drei der letzten fünf Quartale mindestens 24 Prozent.

Über die Studie „The Pulse of Fintech, Q1 2016“

KPMG Financial Services Practice hat ein weltweites Fintech-Verfahren eingeführt, um internationale Investitionen und die Entwicklung von Fintechs zu bewerten. Die aktuelle Studie ist ein Quartalsbericht, der alle Investitionen im 1. Quartal 2016 im Fintech-Bereich weltweit erfasst. Die Studie wurde in Kooperation mit CB Insights erstellt.

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