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EBA veröffentlicht neue Stresstest-Leitlinien

Stresstest

Mit den neuen Vorgaben zu Stresstests für Institute ersetzt die EBA die CEBS Leitlinien zu Stresstests (GL32) aus dem Jahr 2010 und harmonisiert damit die anzuwendenden Stresstestregeln. Dies soll durch neue, einheitliche Definitionen zu Grundprinzipien von Stresstests, allgemeine Mindestanforderungen und eine genaue Klassifizierung der Stresstestsegmente erreicht werden.

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Die EBA veröffentlichte am 19. Juli 2018 neue Leitlinien zu Stresstests bei Instituten. Darin werden neben genauen Definitionen und Abgrenzungen der Stresstestsegmente verschiedene Gebiete wie das Reverse-Stresstesting für ICAAP / ILAAP und Sanierungspläne und andere Bereiche wie Wechselkursrisiken, Datenqualität und Datenaggregation behandelt. Mit diesem weiten Themenfeld versucht die EBA eine Grundstruktur für Stresstests abzustecken und diese im Rahmen der Säule II Anforderungen zu fixieren. Dabei sollen die nationalen Aufsichtsbehörden jedoch nicht in ihrem Interpretationsspielraum für länderspezifische Charakteristika eingeschränkt werden.

Des Weiteren berücksichtigt die EBA auch das Prinzip der Proportionalität und unterscheidet zwischen vier Kategorien (systemrelevante Banken, wenig oder nicht systemrelevante Banken, mittlere Banken und kleine Banken). Systemrelevante Banken (Kategorie 1) müssen höhere Anforderungen zu Datenqualität, Umfang der Stresstests und qualitativem und quantitativem Vorgehen erfüllen, als kleinere Banken.

Die durchzuführenden Stresstestprogramme sollen laut EBA vom Management eines Instituts genehmigt und ein Bestandteil des Risikomanagements werden. Diese Programme sollen sich auch in den Bereichen des ICAAP und des ILAAP widerfinden. Die Ergebnisse der Stresstests sollten - nach Wunsch der EBA - auch zur Ausarbeitung des Risikoappetits und der Risikolimits herangezogen werden.

Die Frequenz, mit der interne Stresstests durchgeführt werden sollen, macht die EBA von der Kategorie des Instituts abhängig, also u.a. von Größe, Komplexität, Umfang der Geschäfte. Die Themengebiete, welche von Stresstests umfasst werden, können sich z.B. auf das Credit- and Counterparty Risk, Market-Risk, Operational-Risk, Liquidity-Risk oder das IRRBB beziehen und sollen alle wesentlichen Risiken hinsichtlich On- und Off-Balancesheet Positionen, sowohl bei Aktiv- als auch bei Passivpositionen, umfassen und, falls relevant, auf Gruppenebene durchgeführt werden.

Laut Zeitplan der EBA sollen die neuen Leitlinien ab 1. Jänner 2019 zur Anwendung kommen.

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