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EBA veröffentlicht neue Leitlinien zum SREP

SREP

Mit den neuen Leitlinien erweitert und aktualisiert die EBA die Anforderungen des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) und damit auch die bisherigen Leitlinien aus dem Dezember 2014. Das SREP-Rahmenwerk wird durch die neuen Leitlinien nicht geändert, sondern nur spezifiziert und an aktuelle Anforderungen und neue gesetzliche Bedingungen angepasst.

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Die EBA veröffentlichte am 19. Juli 2018 neue Leitlinien zum SREP. Mit den neuen Vorgaben versucht die EBA eine Harmonisierung der SREP-Methodologie und des aufsichtlichen Vorgehens zu erwirken. Um dies zu erreichen werden in den Leitlinien unter anderem die nachfolgenden Themen behandelt:

  • Pillar 2 Capital Guidance, P2G
  • Stresstests und deren aufsichtliche Einschätzung
  • Angleichung IRRBB an die neue EBA IRRBB-Leitlinie
  • SREP-Bewertungssystem
  • Beziehung und Wechselwirkung zwischen den einzelnen SREP-Elementen
  • Verbindung zwischen TSCR und OCR
  • Konformität zu neu veröffentlichten Vorgaben hinsichtlich internal Governance

Nationale Aufsichtsbehörden können weiterhin zusätzliche Anforderungen vorgeben, jedoch gelten die in den Leitlinien definierten Aspekte als eine Minimalanforderung.

Um die Vergleichbarkeit zwischen den verschiedenen Instituten zu verbessern und ein „Level Playing Field“ zu schaffen, wird das Bewertungssystem im SREP genauer behandelt. In diesem wird zwischen einer Risikobewertung (risk scores) und einer Tragfähigkeitsbewertung (viability score) unterschieden. Bei der Risikobewertung wird für jede materielle Risikokategorie eine Einschätzung hinsichtlich des Risikos zur Kapital-, Liquiditäts- und Refinanzierungssituation abgegeben. Die Tragfähigkeitsbewertung hingegen dreht sich um die einzelnen SREP-Elemente und bezieht sich auf das allgemeine Risiko zur Überlebensfähigkeit eines Instituts. Die Einschätzung erfolgt mittels Punkteskala von 1 (geringes Risiko) bis 4 (hohes Risiko). Beide Bewertungsdimensionen fließen in den SREP-Score ein.

Die EBA versucht den Aufwand für die verschiedenen aufsichtlichen Anforderungen gering zu halten und die Effizienz bei der Bearbeitung der Vorgaben zu steigern. Dazu schlägt die EBA vor, dass Informationen innerhalb eines Instituts zwischen den internen Bereichen der Bank noch stärker als bisher geteilt werden, da einzelne Themen starke Überschneidungen aufweisen und eine konsistente Darstellung unerlässlich ist. Als Beispiel hierfür nennt die EBA den Sanierungsplan und wie dieser für die SREP-Bewertung der internal Governance genutzt werden kann. Umgekehrt können auch Informationen aus Kapital- oder Liquiditätseinschätzungen und die zusätzlichen Anforderungen daraus für den Sanierungsplan genutzt werden. Des Weiteren können gemäß der neuen EBA Leitlinien Modelle, deren Annahmen und die Methodologie für Szenarienanalysen aus den verschiedenen Themenbereichen wie ICAAP / ILAAP und Sanierungsplanung gleich oder nur leicht abgeändert in mehreren Gebieten verwendet werden.

Laut Zeitplan der EBA sollen die neuen Leitlinien ab 1. Jänner 2019 zur Anwendung kommen.

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