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EBA veröffentlicht vorläufige Leitlinien zum Outsourcing

Outsourcing

Mit den neuen Outsourcing-Vorgaben werden die aus dem Jahr 2006 stammenden CEBS-Leitlinien abgelöst. Dabei strebt die EBA eine Harmonisierung der Rahmenbedingungen an, weitet den Anwenderkreis aus, definiert den Begriff Outsourcing und gibt vor, welche Funktionen als kritisch und wichtig einzustufen sind.

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Die EBA veröffentlichte am 22. Juni 2018 einen Entwurf zu den neuen Leitlinien zum Outsourcing, in welcher auch die Empfehlungen zum Outsourcing an Cloud-Service-Anbietern (EBA/REC/2017/03) mit aufgenommen wurden. Die neuen Regelungen umfassen neben Kreditinstituten und Wertpapierfirmen, die der CRD unterliegen auch Zahlungsinstitute gem. der PSD2 (Payment Service Directive) sowie E-Geldinstitute gem. der E-Geldrichtlinie. Damit deckt die EBA in ihrem Entwurf einen weiter gefassten Bereich an Instituten ab, als die vorangegangenen CEBS-Leitlinien.

In den neuen Leitlinien werden der Begriff des Outsourcings und die als kritisch und wichtig geltenden Funktionen definiert. Unter Outsourcing versteht die EBA jede Vereinbarung zwischen den von den neuen Leitlinien betroffenen Instituten und einem Dienstleister, der einen Prozess, eine Dienstleistung oder eine Funktion oder Teile davon für die Institute ausführt, falls diese ansonsten selbst vom betroffenen Institut ausgeführt werden müssten.

Als kritische und wichtige Funktionen gelten beispielsweise jene, die zur Erfüllung der Vorgaben der CRR, der CRD IV, der PSD 2 oder der E-Geldrichtlinie nötig sind. Des Weiteren sind z.B. auch jene Funktionen, welche die finanzielle Performance, die Kontinuität des Zahlungsverkehrs oder die internen Kontrollfunktionen des Instituts beeinflussen, als kritisch definiert worden. Falls diese Funktionen ausgelagert werden, können striktere Regeln (z.B. beim Datenschutz) zur Überwachung und Überprüfung von Outsourcing-Vereinbarungen zur Anwendung kommen.

Weiters legt die EBA Wert darauf, dass Dienstleister aus Drittstaaten, an welche ausgelagert wurde, die europäischen Vorgaben erfüllen und sichergestellt sein muss, dass es der zuständigen Aufsichtsbehörde möglich ist, ihrer Aufsichtsfunktion – auch im Drittstaat – nachzukommen.

Laut Zeitplan der EBA können bis zum 24. September 2018 noch Stellungnahmen zum Entwurf der Leitlinien abgegeben werden. Zur Anwendung sollen die Leitlinien ab dem 1. Juli 2019 kommen.

EBA Consultation Paper

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