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Finale Leitlinien MiFID II

MiFID II

Die ESMA veröffentlicht ihre finalen Leitlinien zu den Eignungskriterien der MiFID II

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Am 28. Mai 2018 veröffentlichte die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) ihren „Final Report: Guidelines on certain aspects of the MiFID II suitability requirements“. Der Report beinhaltet die die endgültigen Leitlinien, die in den nächsten zwei Monaten in alle offiziellen Sprachen der EU übersetzt werden sollen. Während dieser Zeit sind die nationalen Aufsichtsbehörden aufgefordert, eine Entsprechenserklärung abzugeben.

Unter anderem legen 12 generelle Leitlinien in den Bereichen Kundeninformation über den Zweck der Eignungsprüfung, Vereinbarungen, die sicherstellen, dass adäquates Wissen über Kunden und Produkte vorhanden sind, Kunden mit entsprechenden Produkten zusammenführen, sowie weitere Erfordernisse (Aufzeichnungen, qualifizierte Mitarbeiter) fest, wie Firmen sich zu verhalten haben, die Investmentberatung und Portfoliomanagement an Kleinanleger anbieten, aber sofern anwendbar auch an professionelle Kunden.

  • Firmen, die oben genannte Dienstleistungen anbieten, müssen ihre Kunden im Vorhinein über die Eignungsprüfung informieren und dass es im bestmöglichen Interesse des Kunden ist, die von ihm verlangten Informationen zur Verfügung zu stellen.
  • Weiters, müssen Firmen Verfahren und Prozesse etabliert haben, die es ihnen ermöglichen, die wichtigsten Bedürfnisse und Charakteristika ihrer Kunden zu verstehen.
  • Zudem müssen Firmen, bevor sie obige Dienstleistungen anbieten, alle wesentlichen Informationen zu Kenntnissen und Erfahrung, der finanziellen Situation und Investmentzielen des Kunden sammeln. Diese Informationen müssen der Art der Dienstleistung angepasst sein.
  • Die Einholung dieser Daten darf aber nicht nur aus dem Self-Assessment des Kunden bestehen, sondern die Firmen sollen auch entsprechende Verfahren etablieren, um verlässliche und konsistente Informationen einzuholen.
  • Bei bestehenden Kunden müssen Verfahren implementieren werden, in denen geregelt ist, welche Kundeninformationen in welcher Frequenz upgedatet werden müssen und welche Schritte unternommen werden müssen, falls neue Informationen einlagen.
  • Firmen müssen eine Policy erstellen, in der auf einer ex ante Basis definiert wird, wie die Eignungsprüfung von juristischen oder natürlichen Personen oder Personengruppen in Vertretungsfällen abzulaufen hat.
  • Firmen müssen sicherstellen, dass Richtlinien und Verfahren implementiert sind, um die Charakteristika von Investmentprodukten inklusive Kosten und Risiken zu verstehen und die es der Firma erlauben, im Namen des Kunden in geeignete Produkte zu investieren oder solche Produkte zu empfehlen.
  • Darüber hinaus müssen Firmen Richtlinien und Verfahren etabliert haben um sicherzustellen, dass alle zur Verfügung stehenden Informationen über den Kunden (inklusive das Portfolio des Kunden) und alle relevanten Charakteristika der Investments laufend berücksichtigt werden.
  • Auch Investmentalternativen, die gemäß Kundenprofil geeignet wären und die eine ähnliche Kostenstruktur und Komplexität aufweisen, müssen vor einer Investmententscheidung bedacht werden
  • Firmen müssen entsprechende Richtlinien und Verfahren implementieren um nötigenfalls auf Basis einer Kosten Nutzen Rechnung dem Kunden einen Tausch anbieten zu können, und diesen auch durchzuführen, sobald dieser für den Kunden profitabler und vernünftiger ist als das bestehende Portfolio.
  • Zudem müssen die Mitarbeiter der Firma, die in der Eignungsprüfung involviert sind, die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen besitzen, um adäquate Entscheidungen für den Kunden treffen zu können.
  • Zu guter Letzt müssen Firmen über die Eignungsprüfungen Aufzeichnungen führen, die dem Kunden, firmenintern befugten Personen und den Behörden in den geeigneten Fällen zur Verfügung gestellt werden, um den Transparenzvorschriften zu genügen.

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