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EBA veröffentlicht geänderten technischen Standard zu Abwicklungsplänen

Abwicklungspläne

Mit dem neuen technischen Standard führt die EBA Minimalanforderungen und einen einheitlichen Zeitplan zur Berichterstattung der Institute bei Abwicklungsplänen ein. Zur Anwendung sollen die neuen Regeln ab 2019 kommen, das bedeutet dass ab dem 31. Dezember 2018 die neuen Templates genutzt werden.

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Die EBA hat am 17. April 2018 einen überarbeiteten technischen Standard (ITS) zur Berichterstattung für Abwicklungspläne veröffentlicht. Damit soll, eine Harmonisierung der Berichterstattung zu Abwicklungsplänen innerhalb der Mitgliedsstaaten erreicht werden. Des Weiteren soll der überarbeitete ITS ein Mindestmaß an prozeduralen und technischen Berichterstattungsstandards einführen. Die Befugnisse der nationalen Abwicklungsbehörden die in der BRRD geregelt sind, bleiben davon unverändert. Dies bedeutet, dass die Abwicklungsbehörden weiterhin selbst darüber entscheiden, ob sie von bestimmten Instituten zusätzliche Informationen anfordern oder ob eine vereinfachte Berichterstattung ausreichend ist.

Bei der Umsetzung der neuen Regeln versucht die EBA den Aufwand für die Institute gering zu halten. Das bedeutet, dass Abwicklungs- und Aufsichtsbehörden relevante Informationen teilen, um die Effizienz zu steigern, um redundante Berichterstattungen zu vermeiden.

Die EBA hat die Häufigkeit der Berichterstattung des neuen ITS an die jährliche Überprüfungsfrequenz der Abwicklungspläne durch die Abwicklungsbehörden angepasst.

Hinsichtlich der neu eingeführten Mindestanforderungen bei der Berichterstattung werden drei Hauptbereiche durch die neuen Templates abgedeckt.

Der erste Bereich umfasst Basisinformationen zur Vermögens- und Organisationsstruktur. Dabei müssen alle Teile der Gruppe erfasst werden, die den Schwellenwert von 0,5% der Gesamtaktiva oder der Gesamtpassiva der Gruppe oder 0,5% der RWAs oder des CET 1 der Gruppe übersteigen.

Der zweite Bereich dreht sich um die Verbindlichkeitenstruktur der Gruppe. Dabei beträgt der Schwellenwert für die Berichterstattung 5% der gesamten RWAs, der Leverage Ratio Exposure, der Risk Exposure oder des operativen Umsatzes der Gruppe. Des Weiteren müssen die 10 größten Gegenparteien, nach dem aggregierten, ausstehenden Betrag identifiziert und angegeben werden. Dabei sind sowohl On- als auch Off-Balance Sheet Instrumente zu berücksichtigen.

Der dritte Bereich bezieht sich auf kritische Funktionen einer Bank (Infrastruktur, Dienstleistungen, usw.) und wie diese über die Unternehmensgruppe hinweg verteilt sind. Zusätzlich muss für jeden Teil der Gruppe eine Beurteilung abgegeben werden wieso dieser als kritisch gesehen wird oder nicht. Diese kritischen Funktionen müssen mindestens für alle EU-Mitgliedsstaaten, in welchen eine Bank aktiv ist beurteilt werden.

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