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EBA eröffnet Konsultation zu Leitlinien bezüglich Forderungen mit hohem Risiko

Forderungen mit hohem Risiko

Die CRR-Verordnung legt in Art. 128 Anforderungen für die Klassifizierung von einer Forderung als Positionen mit hohem Risiko dar, die zur Zuweisung eines Risikogewicht von 150% führen. Diese Leitlinien verfolgen den Zweck einer allgemeinen Vorgehensweise zur Identifizierung von Forderungen mit hohem Risiko. Bis zum 17. Juli 2018 können Kommentare vorgelegt werden.

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Am 17. April 2018 startete die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) eine Konsultation zu Leitlinien hinsichtlich der Art von "exposures to be associated with high risk". Der Leitlinien-Entwurf besteht aus zwei Teilen, wobei der erste Teil die Begriffe „Beteiligungen an Risikokapitalgesellschaften“ und „Positionen aus privatem Beteiligungskapital“, die als Positionen mit besonders hohen Risiken nach Art. 128 Abs. 2 CRR gelten, erläutert. Im zweiten Teil wird darauf eingegangen, welche anderen Forderungsarten (als die unter Art. 128 Abs. 2 CRR erwähnten) als Forderungen mit hohem Risiko betrachtet werden und unter welchen Bedingungen.

Nach diesen Leitlinien umfassen Beteiligungen an Risikokapitalgesellschaften wenigstens folgende Forderungen: 

a) nicht rückzahlbare Forderungen, die einen nachrangigen Restanspruch auf das Vermögen oder die Einkünfte eines nicht notierten Unternehmens beinhalten, und

b) rückzahlbare Forderungen und andere Wertpapiere, Partnerschaften oder Derivative, die in ihrer wirtschaftlichen Substanz den unter Buchstabe a genannten Forderungen ähneln.

Die Forderung muss außerdem zum Ziel haben, Finanzmittel für neu gegründete Unternehmungen bereitzustellen (zB für die Entwicklung eines neuen Produkts), um als Forderung mit hohem Risiko eingestuft zu werden. 

Positionen aus privatem Beteiligungskapital (Private Equity) umfassen wie auch Beteiligungen an Risikokapitalgesellschaften nicht rückzahlbare Forderungen, die einen nachrangigen Restanspruch auf das Vermögen oder die Einkünfte eines nicht notierten Unternehmens beinhalten, jedoch muss die rückzahlbare Forderung zum Ziel haben, Profit durch eine fremdfinanzierte Übernahme, ein IPO oder andere Transaktionen mit einer ähnlichen ökonomischen Substanz zu generieren.

EBA identifiziert zwei alternative Bedingungen, um Positionen als Forderungen mit hohem Risiko zu klassifizieren. Einerseits tragen Forderungen ein hohes Risiko, wenn sie strukturell anders als die üblichen Forderungen der gleichen Forderungsklasse sind. Andererseits tragen Forderungen ein hohes Risiko, wenn sie ein hohes Verlustrisiko enthalten.

Darüber hinaus identifiziert die EBA auch zwei Arten von Positionen mit hohem Risiko per se. Dabei handelt es sich um die Finanzierung von spekulativen Investitionen (außer Immobilienfinanzierung) sowie um Forderungen, für die spezifische externe Emissionsratings nicht verfügbar sind und die gleichzeitig Spezialfinanzierungen sind.

Die EBA liefert keine vollständige Liste von Positionen mit besonders hohen Risiken. Gleichzeitig wird keine Exposure-Gruppe per se vom Umfang der Leitlinien ausgeschlossen.

EBA Consultation Paper

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