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Express Accounting News 06/2018

Express Accounting News 06/2018

Frankreich-Steuerreform-Auswirkungen auf den (Konzern)Abschluss

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Am 29. Dezember 2017 wurde in Frankreich das neue Finanzgesetz für 2018 veröffentlicht. Das neue Steuergesetz enthält Bestimmungen, die wesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung von Körperschaftsteuern von in Frankreich ansässigen Unternehmen haben.

Das neue Finanzgesetz führt zu einer sukzessiven Senkung der Einkommensteuern für Unternehmen. Ein Großteil der Änderungen tritt mit 1. Jänner 2018 in Kraft.

Wer ist aus österreichischer Sicht betroffen?

Betroffen sind alle Unternehmen, die über Niederlassungen in Frankreich verfügen oder an französischen Unternehmen beteiligt sind.

Was sind die wesentlichen Bestimmungen?

Der wesentlichste Punkt ist die schrittweise Senkung des Körperschaftssteuersatzes von
33 1/3 % auf 28 % bis 2020. Bis zum Jahr 2022 ist eine weitere Reduzierung auf 25 % vorgesehen (siehe Tabelle unten). Der Sozialzuschlag für Unternehmen mit einem Steueraufkommen größer TEUR 763 in Höhe von zusätzlich 3,3 % bleibt weiterhin in Kraft.

In welchen Bereichen sind die wesentlichsten Auswirkungen zu erwarten?

Primäre Auswirkungen ergeben sich im Bereich der Bilanzierung von Steuern in Konzernabschlüssen. IAS 12.47 sieht vor, dass latente Steuern mit dem Steuersatz zu bewerten sind, der am Abschlussstichtag gültig oder angekündigt ist. Daher sind die neuen Regelungen bereits im Rahmen der Bilanzierung zum 31. Dezember 2017 zu berücksich-tigen. Zusätzlich zur Bewertung latenter Steuern mit den neuen Steuersätzen, können sich auch Effekte auf die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ergeben.

Diese Ausführungen gelten auch für UGB-Abschlüsse, da die Regelungen zu Steuern ähnlich jenen in den IFRS sind.

Daneben sind auch Auswirkungen auf andere Bereiche der Rechnungslegung zB Impairment-Tests zu berücksichtigen.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte gerne an Ihren zuständigen KPMG Ansprechpartner.

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