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Express Accounting News 05/2018

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Änderungsstandard zu IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen in EU-Recht übernommen

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Die Europäische Union (EU) hat - wie im Amtsblatt vom 27. Februar 2018 verkündet - den Änderungsstandard IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung in europäisches Recht übernommen.

Die Änderungen betreffen die folgenden Bereiche:

  • Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen (Dienstbedingungen, Marktbedingungen und andere Leistungsbedingungen) im Rahmen der Bewertung anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich: Nach der Neuregelung sind Marktbedingungen und Nicht-Ausübungsbedingungen im beizulegenden Zeitwert zu berücksichtigen. Dienstbedingungen und andere Leistungsbedingungen sind im Mengengerüst zu berücksichtigen.
  • Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen: Reduziert ein Unternehmen die ansonsten zu liefernde Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten, weil es verpflichtet ist, die Steuern für den Mitarbeiter einzubehalten und abzuführen, und ist dieser Nettoausgleich im Vertrag vorgesehen, dann ist die Vergütung insgesamt – trotz der teilweisen Zahlung flüssiger Mittel – wie eine anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstru-mente zu bilanzieren.
  • Bilanzierung einer Änderung der Bedingungen (Modifizierung), wenn sich durch die Änderung die Klassifizierung der Vergütung von „mit Barausgleich“ in „mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente“ ändert: Die Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ist mit ihrem – zeitanteiligen – Zeitwert im Zeitpunkt der Änderung als Eigenkapitalerhöhung zu erfassen. Eine etwaige Differenz zur Ausbuchung der Schuld wird ergebniswirksam.

Die Änderungen sind erstmals verpflichtend anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Folgende Aspekte zum Übergang sind dabei zu berücksichtigen:

  • Die Vorschriften zur Berücksichtigung der Ausübungsbedingungen sind anzuwenden auf anteilsbasierte Vergütungen, die am oder nach dem ersten Tag der Anwendung gewährt werden und auf solche, die am ersten Tag der Anwendung noch nicht unverfallbar sind. Für letztere besteht ein Wahlrecht zur vollständig retrospektiven Anwendung oder zur erfolgsneutralen Erfassung der Umbewertung auf den ersten Tag der Anwendung.
  • Die Vorschriften zur Klassifizierung bei Nettoausgleich sind anzuwenden auf anteilsbasierte Vergütungen, die am oder nach dem ersten Tag der Anwendung gewährt werden und auf solche, die am ersten Tag der Anwendung noch nicht unverfallbar sind oder aber unverfallbar und noch nicht ausgeübt sind.
  • Die Vorschriften zur Modifizierung sind anzuwenden auf Modifizierungen, die am oder nach dem ersten Tag der Anwendung durchgeführt werden.

Die Übernahme in europäisches Recht wurde als „Verordnung (EU) Nr. 2018/289 der Kommission vom 26. Februar 2018" bekannt gemacht und kann hier heruntergeladen werden.

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