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FMA veröffentlicht Aufsichts- und Prüfschwerpunkte für 2018

Aufsichts- und Prüfschwerpunkte

Mit 3. Januar 2018 trat das Maßnahmenpaket zur „Aufsichtsreform 2017“ in Kraft und die FMA wird in Zukunft Aufsichts- und Prüfschwerpunkte bestimmen und veröffentlichen. Die Aufsichts- und Prüfschwerpunkte für 2018 zielen unter anderem auf einen stärkeren Verbraucherschutz und die Prävention der Geldwäsche ab. Dabei spielen Chancen und Risiken der Digitalisierung eine wichtige Rolle. Darüber hinaus stellen neben effizienten internen Kontrollsystemen und Governance-Strukturen auch die Stärkung der Eigenkapitalbasis und die Krisenbewältigung wichtige Schwerpunkte dar.

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Mit dem Hintergrund von aktuellen Herausforderungen der Finanzindustrie hat die FMA folgende Aufsichts- und Prüfschwerpunkte zur Erreichung folgender Ziele für das Jahr 2018 bestimmt:

Das Ziel der Stärkung der Eigenkapitalbasis der beaufsichtigten Banken und Versicherung soll durch die Überprüfung von internen Modellen zur Berechnung des prudenziellen Eigenkapitalbedarfs erreicht werden. Bei Versicherungsunternehmen erfolgt insbesondere die Überprüfung der Einhaltung von Vorgaben zur Kalkulation des „besten Schätzwertes“ unter Solvency II. 

Zur Verbesserung der Voraussetzungen zur Krisenbewältigung liegen die Prüf- und Aufsichtsschwerpunkte in der Überführung in das neue Einlagensicherungssystem, in der Weiterentwicklung bestehender Abwicklungspläne und in der Stärkung der Kapitalausstattung durch MREL (Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities).

Beim Ausbau des kollektiven Verbraucherschutzes setzt die FMA den Fokus auf die Gewährleistung von Vorgaben zur Produkttransparenz und leicht verständlichen und standardisierten Kundeninformationen sowie auf die Einhaltung von Wohlverhalten und Beschwerde-Abwicklung. Dabei kommen Maßnahmen zur Marktüberwachung und Produktintervention zur Anwendung und es erfolgt eine Intensivierung der sektorenübergreifenden Beaufsichtigung des Vertriebs von Finanzdienstleistungen.

Ein weiteres zentrales Ziel der FMA ist die Vertiefung und Verbreiterung der Prävention der Geldwäsche. Hierbei liegt der Prüffokus auf Systemen und Verfahren sowie „Know Your Customer“-Details.

Die Optimierung der internen Kontrollsysteme und Governance-Strukturen soll erzielt werden durch die Prüfung von internen Governance-Strukturen in Bezug auf die Rahmenbedingungen für die Auslagerung sowie auf IT-Risiken.

Die Nutzung von Chancen der Digitalisierung und das Management der damit einhergehenden Risiken schließt die Liste der FMA-Ziele für 2018 ab. Aufsichts- und Prüfschwerpunkte liegen hierbei auf gesetzeskonformen Geschäftsmodellen, Cyber-Security, FinTechs und neuen Marktteilnehmern. Im Übrigen setzt die Aufsichtsbehörde ebenfalls weitere Schwerpunkte wie die Prüfung der Non Performing Loans (NPLs), der IFRS 9-Implementierung und der Gruppensteuerung.

Im Zusammenhang mit diesen Zielen sowie mit den damit einhergehenden Aufsichts- und Prüfschwerpunkten sind bereits neue Regularien in Kraft bzw. 2018 in nationales Recht umgesetzt, wie MiFID II / MiFIR, PRIIPs, PSD II und die EU-Referenzwerte-Verordnung. Damit einhergehend wird die FMA Rundschreiben, Mindeststandards sowie Verordnungen aktualisieren und anpassen.

FMA Prüfschwerpunkte 2018

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