MREL Bericht 2017 | KPMG | AT

SRB und nationale Abwicklungsbehörden veröffentlichen ihren MREL Bericht 2017

MREL Bericht 2017

Der zweite Bericht des SRB zu MREL (Mindestanforderung an regulatorischen Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten) soll im Abwicklungsplanungszyklus 2017 als Basis verbindlicher, individueller MREL Ziele für eine Vielzahl von Banken dienen. Die Umsetzung der vorgegebenen MREL Ziele erfolgt sukzessive innerhalb bankspezifischer Übergangsfristen, mit einem maximalen Zeithorizont von vier Jahren. Im Bericht werden zusätzlich auch die Unterschiede zur letztjährigen Erklärung und der Ausblick für 2018 beschrieben.

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Der SRB hat am 20. Dezember 2017 in Zusammenarbeit mit den nationalen Abwicklungsbehörden einen Bericht zu MREL veröffentlicht. Neben dem Ausblick und den Unterschieden zum Vorjahresbericht wird auch die Berechnungsweise der MREL Zielvorgaben beschrieben. Diese entspricht im Wesentlichen den Ausführungen der Delegierten Verordnung 2016/1450 und deckt die zwei Hauptkomponenten, den Verlustabsorptionsbetrag (LAA) und den Rekapitalisierungsbetrag (RCA) ab. Ersterer beschreibt die Verlusthöhe, welche das Institut in der Abwicklung tragen können sollte, letzterer spiegelt das erforderliche Kapital zur Deckung der laufenden aufsichtlichen Anforderungen wider. Zusätzlich zum RCA gibt es auch einen Aufschlag zur Aufrechterhaltung des Marktvertrauens (MCC) in und nach einer Abwicklung. Die MREL Zielvorgaben werden jeweils mit fully loaded RWAs berechnet. Die Leverage Ratio bleibt weiterhin unberücksichtigt, wird jedoch in der Berechnung ergänzt sobald sie in Kraft getreten ist.

Unterschiede zwischen den Erklärungen 2016 und 2017

Einer der Unterschiede bezieht sich auf den Umgang mit Banken welche eine MPE-Strategie (Multiple Point of Entry) verfolgen und deren MREL Anforderungen für alle relevanten Abwicklungsgruppen. Zusätzlich wird eine bankspezifische Ableitung des erforderlichen RCA dargestellt. Hierunter wird die Möglichkeit verstanden, angepasste Bilanzzahlen als Grundlage für die RWA-und RCA-Berechnung heranzuziehen, falls:

i. Änderungen bei regulatorischen Kapitalanforderungen, im Abwicklungsplan als ein Ergebnis von Abwicklungsmaßnahmen beschrieben und quantifiziert werden und

ii. die Änderungen in der Beurteilung der Abwicklungsfähigkeit als umsetzbar und glaubwürdig erscheinen, ohne die kritischen Funktionen der Bank zu gefährden. Des Weiteren soll nicht auf außergewöhnliche finanzielle Unterstützung außer dem Single Resolution Fund zurückgegriffen werden.

Eine weitere Änderung beschäftigt sich mit der Einführung einer Nachrangigkeits-Benchmark für O-SIIs (Andere-systemrelevante Institute), welche zusätzlich zum Vergleichswert der für G-SIIs 2016 eingeführt wurde. Weiters schließt der SRB einige Instrumente von der MREL Fähigkeit aus. Diese Änderung umfasst:

i. nicht gedeckte, nicht präferierte Einlagen, falls diese innerhalb eines Jahres abgezogen werden können (right to early reimbursement).
ii. generell alle Verbindlichkeiten die Gesetzen von Ländern außerhalb der EU unterliegen, außer eine vom SRB verhängte Abschreibung oder ein Bail-in auf diese Verbindlichkeiten würde vom Drittstaat anerkannt werden.

Wie vorgenannt wird es bankspezifische Übergangsfristen geben, wobei es Zwischenziele für Banken geben soll deren Übergangszeiten größer als zwei Jahren sind. Des Weiteren will der SRB während der Übergangsfrist Berechnungen zum Umsetzungsgrad der MREL Anforderungen herausgeben.

SRB Policy for 2017 and Next Steps 

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