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EBA startet Konsultation über technische Standards zur aufsichtlichen Konsolidierung

Aufsichtliche Konsolidierung

Am 9. November 2017 hat die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) einen Entwurf für technische Regulierungsstandards zur Festlegung der passenden aufsichtlichen Konsolidierungsmethode zur Konsultation vorgelegt. Ziel ist die Harmonisierung der Berechnung der Eigenkapitalanforderungen auf konsolidierter Basis. Die Konsultation läuft bis 9. Februar 2018.

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Basis für die Veröffentlichung dieses Entwurfes für technische Regulierungsstandards (RTS) zur Festlegung der Bedingungen für eine Konsolidierung ist Artikel 18 CRR (Capital Requirements Regulation). Gemäß diesem Artikel sollen Institute zum Zwecke der aufsichtlichen Konsolidierung für alle Tochterunternehmen bzw. Tochterunternehmen der gleichen Mutterfinanzholdingsgesellschaft eine Vollkonsolidierung vornehmen. Unter bestimmten Voraussetzungen sind allerdings auch andere Methoden für die aufsichtliche Konsolidierung gestattet.

Der veröffentlichte Entwurf für RTS enthält Ausführungen zu Kriterien, Indikatoren und Bedingungen für die Anwendung der verschiedenen Konsolidierungsmethoden, z.B. anteilsmäßige Konsolidierung, Aggregationsverfahren oder Äquivalenzmethode (at-equity):

  • Die fallweise Verwendung der anteilsmäßigen Konsolidierung auf Basis des Anteils am Tochterunternehmen;
  • Die Verwendung des Aggregationsverfahrens für Unternehmen die auf einheitlicher vertraglicher Basis verbunden sind bzw. die einem gemeinsamen Management unterliegen;
  • Die Verwendung von anteilsmäßiger Konsolidierung wenn Anteile an Instituten, Finanzinstituten oder Nebendienstleistern von einem in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen gemeinsam mit nichtkonsolidierten Unternehmen geleitet werden;
  • Ob und wie Konsolidierungsverfahren bei speziellen Arten von Kapitalverflechtungen angewandt werden;
  • Ob und wie Konsolidierungsverfahren bei erheblichem Einfluss durch ein Institut erfolgen sollen, welches jedoch keine Beteiligung hält bzw. andere Kapitalbeziehungen hat, und wenn die Institute einer einheitlichen Leitung unterstehen, ohne dass dies vertraglich oder satzungsmäßig festgelegt ist.

In Anlehnung an die Leitlinien des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht zur Identifizierung und zum Management von Step-In-Risiken enthält der Entwurf außerdem einige Indikatoren, welche bei der Beurteilung von diesen sogenannten Unterstützungsrisiken herangezogen werden sollen. Diese Indikatoren sollen von auch von den zuständigen Behörden bei der Entscheidung des aufsichtlichen Konsolidierungsumfangs berücksichtigt werden.

EBA - Consultation Paper

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