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EBA veröffentlicht finale Leitlinien zu Gruppen verbundener Kunden („GvK“)

Gruppen verbundener Kunden („GvK“)

EBA veröffentlicht finale Leitlinien zu Gruppen verbundener Kunden („GvK“)

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Am 14. November 2017 hat die Europäische Bankenaufsichtsbehörde („EBA“) ihre finalen Leitlinien für die Behandlung von verbundenen Kunden gemäß der Captal Requirements Regulation („CRR“) veröffentlicht. Das Ziel der Guidelines ist die Unterstützung von Instituten bei der Identifizierung aller möglichen Verbindungen ihrer Kunden, insbesondere bei Verbundenheit durch Kontrolle und bei Verbundenheit durch wirtschaftliche Abhängigkeit.

Die Leitlinien befassen sich mit den zwei Arten von Verbindungen, die zu einem Single Risk führen, dabei handelt es sich um: (1) Verbundenheit durch Kontrolle und (2) Verbundenheit durch wirtschaftliche Abhängigkeit. Zur Beurteilung des Bestehens einer Kontrollbeziehung sollten Institute auf konsolidierte Abschlüsse ihrer Kunden zurückgreifen.

Des Weiteren umfassen die Leitlinien eine nicht abschließende Liste von Indikatoren zum Tatbestand der Verbundenheit durch Kontrolle. Diese sollten von Instituten bei jenen Kunden herangezogen werden, die nicht unter EU-Rechnungslegungsvorschriften fallen (beispielsweise natürliche Personen, Zentralstaaten und Kunden, die ihren Konzernabschluss nach Rechnungslegungsvorschriften eines Drittlandes erstellen).

In Bezug auf die Bewertung von Verbindungen aufgrund wirtschaftlicher Abhängigkeit bestätigen die Leitlinien, dass zwei oder mehr Kunden unter den Tatbestand des Single Risk fallen, wenn Finanzierungs- oder Rückzahlungsschwierigkeiten eines Kunden dazu geeignet sind einen anderen Kunden in Schwierigkeiten zu bringen. Diesbezüglich umfassen die Leitlinien ebenfalls eine nicht abschließende Liste von Situationen, die bei der Beurteilung von wirtschaftlichen Abhängigkeiten berücksichtigt werden sollte.

Auch wird klargestellt, dass Institute, die nachweisen können, dass finanzielle Schwierigkeiten oder der Ausfall eines Kunden nicht zu Finanzierungs- oder Rückzahlungsschwierigkeiten eines anderen Kunden führen, nicht unter Single Risk fallen.

In den Leitlinien findet sich eine Anleitung zur Bewertung von Situationen, wann Verbundenheit durch Kontrolle und Verbundenheit durch wirtschaftliche Abhängigkeit miteinander verbunden sind und dies daher zu einer Gruppe verbundener Kunden führt (anstatt zu zwei getrennten Gruppen verbundener Kunden). Die Gruppierung basiert, unabhängig von der Verbindungsart, auf der Ansteckungskette, die zu einem möglichen Ausfall aller betroffenen Unternehmen führen kann.

Die Guidelines schreibt Instituten die Identifizierung aller Kontrollbeziehungen vor und dass diese angemessene Schritte zur Ermittlung und Identifizierung von wirtschaftlichen Abhängigkeiten ihrer Kunden veranlassen.

Die laufende Ermittlung wirtschaftlicher Abhängigkeiten von Instituten muss in verhältnismäßigem Ausmaß zur Risikoposition stehen. Die Ermittlung muss in Fällen verstärkt werden, in denen die Risikoposition gegenüber einzelnen Kunden 5% des Tier 1 übersteigt.

EBA Final Report

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