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Express Accounting News 02/2018

Express Accounting News 02/2018

US-Steuerreform – Auswirkungen auf den (Konzern)abschluss

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Am 22. Dezember 2017 wurde das „Tax Cuts and Jobs Act“ unterzeichnet. Das neue Steuergesetz enthält mehrere zentrale Bestimmungen, die wesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung von Körperschaftssteuern von in den USA ansässigen Unternehmen haben.

Das „Tax Cuts and Jobs Act“ führt zu grundlegenden Änderungen der US-amerikanischen Einkommenssteuergesetzgebung. Das Gesetz betrifft nur die Bundessteuern. Zusätzlich bestehende Steuern auf Ebene der Bundesstaaten bzw. lokaler Gebietskörperschaften sind davon nicht umfasst. Ein Großteil der Änderungen tritt mit 1. Jänner 2018 in Kraft.

Wer ist aus österreichischer Sicht betroffen?

Betroffen sind alle Unternehmen, die über Niederlassungen in den USA verfügen oder an US-amerikanischen Unternehmen beteiligt sind.

Was sind die wesentlichen Bestimmungen?

Einer der wesentlichsten Punkte ist die Senkung des Körperschaftssteuersatzes von 35 % auf 21 %. Weitere Änderungen betreffen beispielsweise die Abschaffung der Alternative Minimum Tax für Unternehmen, die Möglichkeit der Sofortabschreibung bestimmter Wirtschaftsgüter, die Einführung einer Zinsschranke sowie einer „Base erosion anti-abuse tax (BEAT)“. Für Verlustvorträge wird eine Verrechnungsgrenze von maximal 80 Prozent bei grundsätzlich unbeschränkter Vortragsfähigkeit eingeführt.

In welchen Bereichen sind die wesentlichsten Auswirkungen zu erwarten?

Primäre Auswirkungen ergeben sich im Bereich der Bilanzierung von Steuern in Konzernabschlüssen. IAS 12.47 sieht vor, dass latente Steuern mit dem Steuersatz zu bewerten sind, der am Abschlussstichtag gültig oder angekündigt ist. Daher sind die neuen Regelungen bereits im Rahmen der Bilanzierung zum 31.12.2017 zu berücksichtigen. Zusätzlich zur Bewertung latenter Steuern mit den neuen Steuersätzen, können sich auch Effekte auf die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ergeben.

Diese Ausführungen gelten auch für UGB-Abschlüsse, da die Regelungen zu Steuern ähnlich jenen in den IFRS sind.

Daneben sind auch Auswirkungen auf andere Bereiche der Rechnungslegung zB Impairment-Tests zu berücksichtigen.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte gerne an Ihren zuständigen KPMG Ansprechpartner.

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