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Intelligente Zukunft

Reale Gefahr

Künstliche Intelligenz (KI) hat seit ihrem Durchbruch im letzten Jahr rasant Einzug in die Unternehmen gehalten und bildet zusammen mit Internet of Things, Blockchain, Cloud und Big Data die Digital Foundation. Doch welchen Einfluss hat KI auf Geschäftsmodelle? Unternehmen, die den digitalen Transformationsprozess aktiv vorantreiben, werden die Vorteile schnell erkennen und nutzen.

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Dimensionen - Intelligente Zukunft

Nichtlineares Denken stellt den Menschen vor große Herausforderungen. Man denke etwa an die Sprengung der Vorstellungskraft bei der Entwicklung des Körner-Wachstums auf dem Schachbrett mit 263 aus der Reiskorn-Parabel. Antizipiert wurde in den vergangen Jahren nichtlineares Wachstum in Business Modellen großer Plattformen, wo mit jeder Iteration die Services auf Grund von mehr Traffic (Nutzer und Interaktion) verbessert werden konnten und dies die Basis des Business Modells darstellte. Die Business Modellierung mit oder durch Künstliche Intelligenz (KI) steht in den Anfängen. Es gibt die These, dass die Explosion der Artenvielfalt in der Evolution mit der Entwicklung des Auges korreliert. Der Computer kann durch KI die Interpretation von Bilddaten auf Basis von Algorithmen errechnen. Die Entwicklungsvielfallt wird durch diesen Schritt ebenfalls explodieren.

Anwendung und Innovation

Experten prognostizieren, dass alle Anwendungsbereiche und Industrien zukünftig von KI durchdrungen werden. Digital ist inzwischen so gut wie alles, doch wie kann man mit Digitalisierung nachhaltige Werte schaffen? Investieren in klassische Enterprise-Resource-Planning (ERP)-Prozesse oder neue Schritte auf unbekanntem Terrain wagen? Vor dieser Herausforderung steht eine Vielzahl von Unternehmen. Ein Beispiel: In Österreich startet eines der größten Transformationsprojekte im Bereich Healthcare – der Fokus liegt auf klassischen Prozessen im ERP-Umfeld. In einem Londoner Krankenhaus hingegen liest DeepMind aktuell Patientendaten aus, um zu neuen medizinischen Erkenntnissen zu gelangen. Inwieweit KI bei der Modellierung von Business Modellen unterstützen kann bzw diese sogar selbst entwickelt, bleibt abzuwarten. Business Modelle werden bereits jetzt kategorisiert und könnten durch KI geclustert, bewertet und im nächsten Schritt für die Umsetzung verwendet werden.

Mensch und Maschine

Es stellt sich die Frage, wie Mensch und Maschine mit diesen Entwicklungen in Interaktion treten werden. Handlungsempfehlungen auf Basis von Algorithmen ohne historische Beweisführung sind den Menschen fremd. Als das Computerprogramm AlphaGo 2016 in seinem Wettkampf gegen den als stärkster GO-Spieler der Welt geltende Lee Sedol einen vollkommen unerwarteten Zug tätigte, ging der Kommentator davon aus, dass es sich um einen Übertragungsfehler handeln müsse. Der Sieg des Computers gilt als Durchbruch der KI.

Das Spiel GO eignet sich ideal für KI und wird als zentral wichtig für das Verständnis digitaler Wertschöpfungen gesehen. Mit seinen 10170 Möglichkeiten hat es gezeigt, dass komplexe Netzwerkstrukturen auf Basis KI gelöst werden können. Netzwerkstrukturen finden sich unter anderem in Routenplänen, Stromnetzen, Supply Chain, Datacentern, letztendlich allem, was unsere digitale Welt kennzeichnet – all diese Strukturen können verbessert werden. Die Kausalität ist anders als wir bislang dachten. Dies gilt auch für Business Modelle.

Verzahnung und Wachstum

Das Fundament für zukünftige, nicht-lineare Entwicklungen bei Innovationen bilden die Verzahnung von unternehmerischem Erfolg (Value), Gewinnung neuer Informationen in kürzester Zeit (Velocity), Beherrschung großer Datenbestände (Volume) aus unterschiedlichsten Quellen (Variety) und unterschiedlichen Qualitäten (Validity) mit den Entwicklungen in Internet of Things (IoT), Cloud, Blockchain, Real-Time Database und KI. Sie sind nicht mehr isoliert zu betrachten und entscheiden über unternehmerischen Erfolg. Es wird eine Explosion der Entwicklung in nicht gekanntem Tempo, Ausmaß und Vielfalt geben. Während noch über Cloud, IoT, Big Data, Real-Time Database, KI, 3D Druck und autonomes Fahren diskutiert wird, werden wir in naher Zukunft 4D Druck, autonomes Fliegen, Raumfahrttourismus und den ­Quantencomputer erleben.

Entwicklung und Bedeutung

Welche Entwicklungen für Kunden im digitalen Transformationsprozess sind neben dem GAMAF (Google, Apple, Microsoft, Amazon, Facebook) Style zu beobachten? Mit ihrem ERP-System sind Kunden bereits live im digitalen Transformationsprozess: mit SAP S/4 HANA, der Digitalisierungsplattform von SAP. Mit der jüngsten Innovation, SAP Leonardo, verbindet SAP nun auch Unternehmen mit IoT, Blockchain und KI. Seit dem neusten Release der digitalen Plattform SAP S/4 HANA 2.0 SPS 02 ist auch die Nutzung von TensorFlow möglich – einer plattformunabhängigen Open-Source-Programmbibliothek für KI von Google. Bislang ist die Nutzung dieses technologischen Fortschritts nur möglich, wenn Kunden auf die SAP HANA Datenbank wechseln. Prognose: Um dem hohen Tempo der Digitalisierung gerecht zu werden, wird SAP S/4 HANA in absehbarer Zeit auf Basis jeder Datenbank möglich sein.

Neue Business Modelle, Zusammenführung von Finance und Controlling, verstärkte Nutzung von integriertem Berichtswesen in Real-Time haben die Unternehmens- und IT-Systemlandschaft stark verändert. Unternehmen, welche den digitalen Transformationsprozess aktiv vorantreiben, werden die Vorteile von KI für ihr Unternehmen schnell erkennen und nutzen.

Folgende Punkte spielen im ­Transformationsprozess eine Rolle: 

  1. Reifegrad und Zielsetzung der eigenen Unternehmung im digitalen Transformationsprozess
  2. Referenzprojekte in der jeweiligen Branche
  3. Das angekündigte Ende des Maintenance Supports für aktuelle Plattformen
  4. Berater Know-how am Markt im Kontext digitaler Transformations-prozesse
  5. Erarbeitung neuer Business Modelle

Alle genannten Punkte haben ihren eigenen LifeCycle. Es gilt, pragmatisch die Unternehmensziele mit den rasant sich entwickelnden technologischen Innovationen in Einklang zu bringen.

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Künstliche Intelligenz

Als Teilgebiet der Informatik befasst sich Künstliche Intelligenz (KI) mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens bzw dem Versuch, eine menschenähnliche Intelligenz nachzubilden – das bedeutet, einen Computer so zu programmieren, dass er eigenständig Probleme bearbeitet. Die jüngste Entwicklung geht sogar noch einen Schritt weiter. Die aktuelle GO-Version von DeepMind berücksichtigte als Input keine Daten mehr und lernte die Materie vollkommen selbstständig. Das Ergebnis: Er schlug die GO-Version von 2016 mit 100:0.

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